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Kreissparkasse Ahrweiler

St.-Antonius-Kapelle Trierscheid

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Die St.-Antonius-Kapelle Trierscheid wird im Jahr 1683 erstmals erwähnt. Ein rotes Antoniuskreuz, ein Attribut von St. Antonius, befindet sich im Gemeindewappen. Bei einer großen Feuersbrunst brannte die Kapelle im Jahr 1758 erstmals nieder. Sie wurde wieder aufgebaut, brannte aber 1883 erneut. Im Jahr 1884 wurde die Kapelle an einem neuen Standplatz gebaut, an dem sie noch heute steht.


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Standort

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Chronik

Trierscheid war kirchlich viele Jahrhunderte lang der Pfarrei Üxheim im Kreis Daun zugeordnet. Erst im Jahr 1801 wurde die eigenständige Pfarrei Nohn mit Trierscheid, Dankerath, Senscheid und Borler gegründet.

Eine Kapelle, die St. Antonius dem Einsiedler geweiht ist, wird in Trierscheid erstmals im Jahr 1683 urkundlich erwähnt. Zum Inventar dieses kleinen Gotteshauses gehörten ein hölzerner Altar, Kelch und Glocke. 1754 besaß die Kapelle zwar ein Kapitalvermögen, das einen jährlichen Zinsertrag von 16 Talern erbrachte, aber im selben Jahr ist aber von der Baufälligkeit des kleinen Gotteshauses die Rede. Im Jahr 1758 brannte fast das gesamte Dorf einschließlich der Kapelle ab. Immerhin wurde die Inneneinrichtung gerettet. An den Altar-Standort von damals am Westrand von Trierscheid erinnert heute noch ein Basaltlava-Kreuz mit dem Corpus auf einem Totenschädel.[1]

Das Dorf wurde auf höher gelegenem Gebiet in südlicher Richtung wieder aufgebaut. Am Westrand des heutigen Ortes wurde 1764 eine neue Kapelle gebaut. Der heute noch vorhandene Türstein weist das Jahr des Baubeginns aus. Dieses Kirchlein fiel im Jahr 1883, zusammen mit mehreren Wohnhäusern, einem weiteren Brand zum Opfer.

Für den Bau ihrer dritten Kapelle wählten die Gläubigen aus Trierscheid abermals einen neuen Standort. Der Schlussstein des einschiffigen verputzten Bruchsteinbaus mit dreiseitigem Ostabschluss weist auf das Jahr 1884 als Baujahr hin. Die flachbogige Einfassung des Portals, die um das Jahr 1765 angefertigten Bänke sowie ein spätgotisches Fenster mit Maßwerk in Kleeblattform wurden ebenso aus der alten Kapelle übernommen wie der barocke Holzaltar aus dem 17. Jahrhundert. Er wurde in den 1960er-Jahren allerdings durch einen aus Adenau stammenden neugotischen St. Josef-Altar ersetzt. Als die Kapelle im Jahr 1964 renoviert wurde, fanden die Arbeiter eine 200 Jahre alte Altarplatte aus Stein, die heute wieder ihren ursprünglichen Zweck erfüllt.

Die St. Josef-Statue wurde im März 1981 erneuert. In den Jahren von 1983 bis 1987 packten die Trierscheider kräftig an, um ihre Kapelle zu sanieren: Sie reparierten das Dach, strichen sie innen wie außen neu an und restaurierten die alten Holzbänke. Und der Jagdpächter stiftete einen neuen Wetterhahn.

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 26. März 2012