St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Heppingen 1960 e.V.

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Die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Heppingen 1960 e.V. fühlt sich dem Motto der Historischen Schützenbruderschaften "Für Glaube, Sitte, Heimat" verpflichtet und ist Mitglied im Schützenbezirksverband Rhein-Ahr und im Rheinischen Schützenbund 1872 e.V.


Die Heppinger Schützen mit ihrem ersten Schützenkönig, Willi Henseler (1961/62), vor der Katholischen Pfarrkirche "St. Martinus" Heppingen.
AW-Landrat Dr. Jürgen Pföhler (3.v.r.) überreichte Brudermeister Peter Bell (r.) im April 2006 einen Bewilligungsbescheid über einen Kreiszuschuss von 5000 für eine neue Schießanlage.
Der Schützenplatz hinter dem Parkplatz des Bürgerhauses Heppingen.

Gründung und Entwicklung

Anläßlich einer Veranstaltung am 6. August 1960 wurde bei einigen Bürgern von Heppingen und Gimmigen der Wunsch wach, eine Schützenbruderschaft zu gründen. Nach entsprechender Vorbereitung und der Wahl eines vorläufigen Vorstands unter der Führung von Willi Söller kam es am 22. Januar 1961 zur ersten Generalversammlung, in der der Vorstand erweitert und bestätigt wurde. Erster König der Bruderschaft wurde Willi Henseler (1961/62). Seit 1966 gibt es auch einen König der "inaktiven" Schützen.

Im Herbst 2008 eröffnete die Bruderschaft eine neue elektronisch gesteuerte Schießanlage. Mehrere Jahre lang arbeiteten die Mitglieder an der Anlage, bevor sie am 12. Oktober 2008 von Pastor Herbert Ritterrath, dem Präses der Bruderschaft, den kirchlichen Segen erhielt. Kreisstadt-Bürgermeister Hans-Ulrich Tappe, der Kreisbeigeordnete Horst Gies und der Bezirksvorsitzende des Rheinischen Schützenbundes, Wolfram Boemer aus Kempenich, gaben mit dem Kleinkaliber-Gewehr die ersten offiziellen Schüsse auf der Anlage ab. Etwa 80.000 Euro kostete die neue Anlage. Schützenbund, Kreis, Stadt sowie Volksbank und Kreissparkasse gaben Zuschüsse.

Peter Bell wurde bei der Jahreshauptversammlung im März 2013 in der Schützenhalle erneut zum Brudermeister gewählt. Zum Zweiten Brudermeister wurde Josef Dott gewählt, der auch Erster Fähnrich ist. Geschäftsführerin wurde Roswitha Ginzler, Hauptmann wurde Hans-Bernd Münch. Willi Münch wurde als Erster Schießmeister gewählt, Uwe Bell zum Jungschützenmeister und Zweiten Fähnrich. Zum Kassenprüfer wurde Martin Henseler gewählt. Brudermeister Bell ehrte Josef Dott, Hermann Hastenrath und Hans-Bernd Münch für mehr als 40-jährige Mitgliedschaft. Das Silberne Lorbeerblatt wurde an Bernd Münch und Uwe Bell verliehen. Für besondere Verdienste ehrte Bell Hans-Bernd Münch mit dem Großen Verdienstorden. Die Goldene Krawattennadel wurde Willi Münch angeheftet. Als Vereinsmeister und Pokalsieger wurden Tobias Bell, Helen Schmitt, Michael Schroeren, Sigrid Schmitt, Marita Schmid und Roswitha Ginzler geehrt.[1]

Das hatte es in der Geschichte der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Heppingen noch nicht oft gegeben: Zum Königsschießen im August 2014 war aufgrund der Wetterbedingungen die Sicht auf den Königsadler außergewöhnlich schlecht. Zudem zeigten sich der Rumpf und die Bestecke sehr widerstandsfähig. Allein auf die Bestecke mussten 171 Schuss mit der „schweren Büchse“, Kaliber 16, abgegeben werden. Der Rumpf war absolut unnachgiebig. Nach weiteren 95 Schuss musste das Schießen aufgegeben werden, sodass es keinen König der aktiven Schützen gab. Sieben Schützen, die sich auf die Königswürde gefreut hatten, waren enttäuscht.[2]

Peter Bell wurde bei der Jahreshauptversammlung im März 2015 erneut im Amt des Brudermeisters bestätigt. 60 Mitglieder zählt die Bruderschaft zu dieser Zeit. Roswitha Ginzler wurde als Schatzmeisterin, Willi Münch als Erster Schießmeister, Uwe Bell als Jungschützenmeister, Tobias Bell als Erster Fähnrich, Yannis Eichbaum als Zweiter Fähnrich und Siegrid Schmitz als Zweite Kassenprüferin gewählt. Chronist Manfred Wistuba fasste die Aktivitäten des Jahres 2014 zusammen und gab einen Ausblick in die Zukunft. Brudermeister Bell zeichnete Vereinsmeister und Pokalsieger des Jahres 2014 aus: Yannis Eichbaum, Tobias Bell, Uwe Bell, Marita Schmid, Helmut Krug, Roswitha Marquard und Sigrid Schmitt aus. Präses Herbert Ritterrath wurde für seine Verdienste mit dem Orden für Treue zum Verein ausgezeichnet.[3]

Bei der Jahreshauptversammlung im März 2016 in der Schützenhalle wurden als Vereinsmeister und Pokalsieger ausgezeichnet: Brigitte Münch, Uwe Bell, Sigrid Schmitt und Helen Schmitt. Brudermeister Peter Bell ehrte außerdem den neuen Präses, Pastor Jörg Meyrer, mit dem Bruderschaftsorden. Ergebnis der Vorstandswahlen: Zweiter Brudermeister wurde Franz-Josef Dott, erster Schießmeister Uwe Bell, stellvertretender Schießmeister Zeljko Kondic, stellvertretender Jungschützenmeister Sigrid Schmitt, Hauptmann Hans-Bernd Münch, zweiter Fähnrich Yannis Eichbaum, erster Offizier Franz Altmann, Kassenprüfer Martin Henseler.[4]

Schützenkönige

  • 2015: Zeljko Kondic
  • 2011: Das traditionelle Königsschießen endete im August 2011 erstmals ohne die Krönung eines Aktiven-Königs. Nach einem langen Zweikampf zwischen Brigitte Münch und Peter Bell wurde das Schießen eingestellt, weil die Büchse nach 323 Schüssen ihren Dienst verweigerte.[5]
  • 2010 Uwe Bell
  • 2009 Franz Altmann ( Kaiser )
  • 2008 Hubert Faber
  • 2007 Hans-Bernd Münch
  • 2006 Peter Bell

Termine

  • Auf der neuen Schießanlage wird an jedem Abend ( Montag - Freitag ) trainiert.
  • Königsschießen am 2. Wochenende im August
  • Königsball am 1. Wochenende im Oktober

Siehe auch

Mediografie

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 11. März 2013
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 13. August 2014
  3. Quelle: Bei den Grünröcken führt eine Frau die Kasse - Peter Bell bleibt Brudermeister, general-anzeiger-bonn.de vom 13. März 2015
  4. Quelle: Rhein-Zeitung vom 24. März 2016
  5. Quelle: Rhein-Zeitung vom 16. August 2011