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Stadtpark Remagen

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Herbststimmung
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Die Fahne dieser Säule zeigt St. Martin und den armen Bettler, mit dem der Soldat seinen Mantel teilt, sowie die 2011.
Boule-Bahn im Stadtpark
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Der Stadtpark an der Alten Straße entstand ab 2010 durch die Umgestaltung des Alten Remagener Friedhofs. Im August 2012 wurde der Park zur Nutzung an die Öffentlichkeit übergeben.


Anschrift und Lage

Alte Straße

Remagen

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Chronik

Ab 2010 gestaltete der Verschönerungsverein Remagen e.V. den alten Friedhof in vielen Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit zu einem Naherholungspark um. Dabei erhielt der Verein von vielen Seiten Unterstützung. Der Bauhof der Stadt Remagen half bei den schweren Erdarbeiten und Baumfällungen mit Gerät und Personal. Mitglieder des Verschönerungsvereins Remagen e.V. leisteten bei der 80.000 Euro teuren Neugestaltung des Parks 5000 Arbeitsstunden. Das Projekt konnte nur dank vieler Stifter verwirklicht werden. Das waren Handwerker-Firmen, die unentgeltlich arbeiteten, sowie private und gewerbliche Sponsoren für 62 Bäume. Die Firma Holzbau Adams half bei der Errichtung des neuen Dachstuhls auf dem Friedhofshäuschen, bevor die Firma Röhrig das Dach mit Dachziegeln wetterfest mache und Dachrinnen anbrachte. Für den Boden im Häuschen sowie das Fundament der St. Martins-Säule stellte die Firma Fliesen-Möhren die Verkleidung kostenlos zur Verfügung. Das Um- und Aufstellen der erhaltenswerten Grabsteine übernahm die Diwo Natursteine GmbH Remagen. Weitere Sponsoren waren die Firmen Ferdy Maagh, Jürgen Muth und Wiegel Rheinbrohl GmbH & CoKG. Geschäfts- und Privatleute spendeten Bäume. Die zahlreichen Sitzgelegenheiten steuerte der Verschönerungsverein bei; vier Bankspenden kamen hinzu.[1]

Die Rhein-Zeitung berichtete am 18. August 2012:

Als Helmut Ruthe, der Vorsitzende des Verschönerungsvereins, vor einigen Jahren die Idee vorstellte, den Friedhof in eine Parkanlage umzugestalten, wurde das Projekt zunächst als „utopisch“ oder auch „nicht realisierbar“ kommentiert. Doch der Verein ließ nicht locker, überarbeitete die Pläne und stellte einen detaillierten Arbeits- und Kostenplan auf, so dass durch die politischen Gremien schließlich grünes Licht gegeben wurde. Und schon bei den Arbeiten rund um die ehemalige Leichenhalle stellte der Verein sein handwerkliches Talent und den großen Arbeitseifer unter Beweis. Gerade einmal 7500 Euro, die reinen Materialkosten, mussten geschultert werden. Addiert werden konnten rund 1000 Stunden ehrenamtlicher Arbeitsleistung. Eine Kalkulation, die auch bei der Neugestaltung des rund 7500 Quadratmeter großen Areals aufging. In den vergangenen drei Jahren sind nicht nur neue Wege angelegt, mehr als 60 Bäume gepflanzt und Erholungsecken eingerichtet worden. Vielmehr hat der Verschönerungsverein auch einen Teil der alten Grabsteine am östlichen Ende des Areals wieder aufgestellt. Zudem laden ein Barfußpfad sowie ein großer Kräutergarten, aus dem sich die Bürger sogar bedienen dürfen, zum Verweilen ein.

Am 20. August 2013 berichtete die Rhein-Zeitung:

Im Lauf des ersten Jahres hat sich der Stadtpark mit den verschieden genutzten Flächen zu einem Ort der Besinnung und Erholung entwickelt. Sei es bei einem Spaziergang über den Rundweg mit dem keltischen Baumhoroskop, der sportlichen Begegnung auf der Bocciabahn, der Sinneserfahrung der verschiedenen Untergründe auf dem Barfußgang oder dem Ansprechen der Geruchs-, Geschmacks- und Farbsinne im Kräutergarten: Für fast jeden Besucher wird etwas geboten.[2]

Die Pläne für eine Wegbeleuchtung und das Aufstellen von Kinderspielgeräten auf der betonierten Fläche am Häuschen konnten bis August 2013 allerdings nicht umgesetzt umgesetzt werden.

Am 24. August 2012 wurde der Park eingeweiht und der Öffentlichkeit mit einem Bürgerfest übergeben. Der damalige Ministerpräsident Kurt Beck, Ehrengast der Veranstaltung, lobte die Arbeit des Verschönerungsvereins und wies darauf hin, dass ohne ehrenamtlich Engagierte viele Vorhaben im Land nicht umgesetzt werden könnten. „Aus der Ruhestätte ist ein Ort der Begegnung geworden“, sagte Beck. Mit dem Park gewinne Remagen einen Naherholungs- und Begegnungsort im Herzen der Stadt.

Um die mehr als 100-jährige frühere Nutzung als Friedhof zu würdigen, solle der behindertengerechte Park, an dem zwei Jahre gearbeitet wurde, so Ortsvorsteher Walter Köbbing, „ein Ort der Besinnung sein – keine Hunde, kein Gelage“. „Die Idee zur Verbesserung der Lebensqualität durch eine neue Grünanlage kam aus der Bevölkerung heraus und wurde von engagierten Bürgern mit viel Kreativität, Fleiß und Tatkraft angegangen und umgesetzt“, sagte der Ministerpräsident. Bei einem Rundgang schaute er sich die Boccia-Bahn, den Barfußpfad, den Kräutergarten und ein keltisches Baumhoroskop an.[3]

Helmut Ruthe, Vorsitzender des Verschönerungsvereins und einer der maßgeblichen Planer und Koordinatoren des Umgestaltungsprojekts, sagte bei der Feier: „Mit der Sanierung der ehemaligen Leichenhalle und der Ausstellung der historischen Grabsteine haben wir versucht, auch alte Elemente in die Fläche zu integrieren. Gleiches gilt für die gusseiserne Säule inmitten der Wiese, die für lange Zeit auf dem Gelände des Bauhofs in Vergessenheit geraten war.“[4]

Auf Wunsch des Remagener Ortsbeirates wurden im Frühjahr 2014 im Stadtpark zwei Tafeln mit den Namen der rund 1600 Menschen beiden christlicher Konfessionen montiert, die dort von der Einsegnung des Friedhofs am 30. Juni 1834 bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bestattet wurden. Gisbert Schmitz vom Friedhofsamt der Stadt Remagen habe "in den zurückliegenden Wochen und Monaten etliche Friedhofsbücher, zum Teil noch in altdeutscher Schrift verfasst, gesichtet, sodass anschließend die beiden Tafeln in einer Druckerei erstellt werden konnten", berichtete die Rhein-Zeitung am 9. April 2014.

Der Remagener Verschönerungsverein stiftete der Stadt Remagen vier Fitnessgeräte. Nach Abstimmung mit dem Ortsbeirat hatte der TV-Vorstand beschlossen, 15.000 Euro in die vier Geräte zu investieren. Helfer des Bauhofs verankterten Bein-, Duplex-Schulter-, Gleichgewichts- und Rückentrainer fest im Boden, bevor der Vereinsvorsitzende Wolfgang Dahl die Geräte im Frühling 2019 an Bürgermeister Björn Ingendahl übergab. An den Geräten darf sich jeder Interessierte sportlich betätigen.[5]

Sonstiges

In dem Park befinden sich eine Boulebahn, ein Barfußgang und ein Kräutergarten, um den sich Margot Lembke kümmert.[6]

Im Stadtpark, ehemals Friedhof, befinden sich Grabpatten von ehemaligen Remagener Pfarrern: Definitor Heinrich Knopp und Pfarrer Nicolas Knöppel. Das Grab von Madame Buchela (Margareta Gaussanthier) befindet sich ebenfalls auf dem Friedhof.

Weitere Fotos aus der Zeit nach der Neugestaltung

Fotos aus der Zeit vor der Neugestaltung

Mediografie

Weblink

verschoenerungsverein-remagen.de: Alter Friedhof

Fußnoten

  1. Quelle: Stadtpark ist ein beliebter Ort - Vor einem Jahr wurde die Erholungsfläche eröffnet, in: Rhein-Zeitung vom 20. August 2013
  2. Quelle: Stadtpark ist ein beliebter Ort - Vor einem Jahr wurde die Erholungsfläche eröffnet, in: Rhein-Zeitung vom 20. August 2013
  3. Quelle: General-Anzeiger vom 25. August 2012
  4. Quelle: Rhein-Zeitung vom 25. August 2012
  5. Quelle: Marion Monreal: Von Verschönerungsverein gestiftet – Vier neue Fitnessgeräte für Remagen, general-anzeiger-bonn.de vom 4. Mai 2019
  6. Quelle: Marion Monreal: Von Verschönerungsverein gestiftet – Vier neue Fitnessgeräte für Remagen, general-anzeiger-bonn.de vom 4. Mai 2019