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Trinkwasser-Hochbehälter Grafschaft-Birresdorf

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Um eine langfristige und sichere Trinkwasserversorgung sicherzustellen, wollen die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und die Gemeinde Grafschaft gemeinsam in Bau und Betrieb des Trinkwasser-Hochbehälters Grafschaft-Birresdorf in direkter Nachbarschaft zum bestehenden Behälter an der Berkumer Straße (Kreisstraße 58) am Ortsausgang von Birresdorf in Richtung Werthhoven investieren, berichtete die Rhein-Zeitung am 22. Juli 2011. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag hatten der Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem und der Erste Beigeordnete der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, Detlev Koch am Tag zuvor unterzeichnet - im Beisein von Günter Jöhl, dem technischen Geschäftsführer der Energieversorgung Mittelrhein GmbH (EVM), und Torsten Ohlert, dem Geschäftsführer der REMONDIS EURAWASSER GmbH (damals noch EURAWASSER Mittelrhein GmbH). Die EVM betreut als Betriebsführerin die Wasserversorgung der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, Eurawasser ist Betriebsführerin des Eigenbetriebs Wasserwerk Grafschaft.


Während des Baues im Mai 2013.
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Standort

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Sonstiges

Durch den gemeinsamen Bau des Hochbehälters könnten die beiden beteiligten Kommunen Kosten sparen und Synergien nutzen, sagten Juchem und Koch. Die Gemeinde Grafschaft bekomme einen starken Partner beim Bau des Hochbehälters. Bad Neuenahr-Ahrweiler erhalte durch den neuen Hochbehälter eine wesentlich effizientere Trinkwasserversorgung für die Stadtteile Kirchdaun, Gimmigen, Lohrsdorf und Köhlerhof. Die bisher dazu benötigten Pumpwerke, Druckaufbereitungsanlagen sowie Hoch- und Tiefspeicher könnten mittelfristig stillgelegt werden. In der Rhein-Zeitung vom 5. Januar 2013 hieß es ergänzend:

Es bot sich für beide Wasserwerke an, anstelle der notwendigen Sanierung des bisherigen Hochbehälters nahe Birresdorf für die Grafschaft sowie des Tiefbehälters bei Kirchdaun für die Kreisstadt einen neuen, gemeinsamen Wasserspeicher zu errichten. Dadurch können städtischerseits der Tiefbehälter Kirchdaun, die Druckerhöhungsanlage Kirchdaun, der Hochbehälter Gimmigen sowie zwei Pumpwerke in Gimmigen und für die Gemeinde Grafschaft der sanierungsbedürftige (aus den 1960er Jahren stammende) alte Behälter bei Birresdorf entfallen. Damit erübrigen sich zukünftig auch kostenträchtige Unterhaltung und Instandhaltung der genannten alten Anlagen, die sich dann auf nur einen neuen Hochbehälter konzentrieren.

Durch den gemeinsamen Neubau werde die Versorgungssicherheit erhöht, da in den Hochbehälter sowohl Trinkwasser des Wasserwerks der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler als auch der Gemeinde Grafschaft eingespeist wird. Hierdurch könnten sich die Wasserwerke in Notfallsituationen gegenseitig unterstützen.

In dem neuen Wasserspeicher ist ein Volumen von 200 Kubikmetern für einen Teil der Gemeinde Grafschaft vorgesehen. Rund 600 Kubikmeter Trinkwasser stehen für die Trinkwasserversorgung der Bereiche Kirchdaun, Gimmigen, Lohrsdorf und Köhlerhof zur Verfügung. Die Kosten für die Baumaßnahme betragen rund 1,2 Millionen Euro. Davon entfallen 900,000 Euro auf das Wasserwerk der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und 300.000 Euro auf den Eigenbetrieb Wasserwerk Grafschaft.

Auch die Aufgabenverteilung gehen beide gemeinsam an. „Da der Großteil des Wasserspeichers für Bad Neuenahr-Ahrweiler genutzt wird, beauftragen wir die EVM, die bereits seit vielen Jahren zuverlässig als Betriebsführerin die Wasserversorgung für unsere Stadt wahrnimmt, mit dem Betrieb des Hochbehälters“, sagte Detlev Koch. Die Aufgaben des Bauherren hingegen übernimmt die Gemeinde Grafschaft unter der Betreuung der REMONDIS EURAWASSER GmbH. „Denn das Grundstück für den Hochbehälter gehört zur Gemarkung Birresdorf“, erklärte Achim Juchem.

Der Baubeginn war zunächst für Ende 2011 geplant, verzögerte sich dann aber bis April 2012, als die Arbeitem mit einem symbolischen ersten Spatenstich begannen. Im ersten Halbjahr 2013 soll der Behälter seinen Betrieb aufnehmen.[1]

Nachdem die Planung des beauftragten Ingenieurbüros Berthold Becker aus Bad Neuenahr-Ahrweiler von der Oberen Wasserbehörde genehmigt worden war, entschied die Klaus Rick GmbH & Co. KG aus Burgbrohl den Wettbewerb zur Ausführung der Rohbauarbeiten für sich. Im Auftrag des Eigenbetriebs Wasserwerk Grafschaft erstellt die Firma bis Ende 2012 die Betonkonstruktion des neuen Behälters. Anschließend werden Rohrleitungen und Steuerungstechnik in den Behälter eingebaut. Für den Versorgungsbereich von Birresdorf wird auch eine Druckerhöhungsanlage eingebaut, die die Versorgung der Bewoner in den höher gelegenen Birresdorfer Lagen verbessern soll.

Nach Fertigstellung werden in dem Hochbehälter 800 Kubikmeter Trinkwasser zwischengespeichert. Diese Menge deckt den täglichen Wasserbedarf von Birresdorf und Kirchdaun. Auch das im Ernstfall benötigte Löschwasser wird in dem neuen Behälter gespeichert.

Die entstehenden kreisrunden Wasserspeicher aus Beton werden nach Fertigstellung mit Erde abgedeckt, sodass sie nicht nur frostsicher sind, sondern auch in der Landschaft wenig auffallen.

Das Wasser wird vom Wahnbachtalsperrenverband geliefert. "Die chemische und bakteriologische Beschaffenheit des von dort gelieferten Trinkwassers erfüllt zu jeder Zeit die Anforderungen der Trinkwasserverordnung", heißt es in der Rhein-Zeitung vom 5. Januar 2013. Das sehr weiche (kalkfreie) und korrosionschemisch günstige Wasser liege im Härtebereich zwischen 1 und 2 (7 Grad dH).

Siehe auch

Portal "Ver- und Entsorgung"

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 20. April 2012