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Wölle Möhne 1927 e.V.

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Die Wölle Möhne 1927 e.V., also die Möhnengesellschaft von Oberwinter, wurde im Jahr 1927 gegründet. Der Name der Möhnengesellschaft erinnert daran, dass die Frauen von Oberwinter früher auf dem Remagener Wochenmarkt einkauften. Die Qualität von Stoffen prüften sie dabei, indem sie das Gewebe zwischen Daumen und Zeigefinger hin und her rieben. Befanden sie einen Stoff für gut, sagten sie, das es sich um "jode Wölle" (guten Wollstoff) handele. Die Händler lachten deshalb und riefen, wenn sie die Oberwinterer Frauen kommen sahen: "Do konn de Wölle wedde".


Geschichte

Drei Oberwinterer Frauen - Gertrud Assenmacher, Frau Mehlem und Frau Henseler - trafen sich im November 1927 zum Kaffee. Während der Unterhaltung kamen sie auf die Idee, auch in Oberwinter Weiberfastnacht zu feiern. Gertrud Assenmacher entwickelte sich dabei zur treibenden Kraft; schließlich brachte sie aus ihrem Heimatort bereits Erfahrungen mit der Weiberfastnacht mit und konnte deshalb hilfreiche Anregungen geben. So wurde im Jahr 1927 bei Frau Mehlem im Kräuselssgässchen der Wölle Möhnenkarneval geboren. Im Rheinhotel Stein wurde die erste Möhnensitzung veranstaltet. Sie war gleich ein großer Erfolg. Schon 1928 wurde das erste Oberwinterer Damenkomitee gegründet. Gertrud Assenmacher war die Erste Vorsitzende. Zu den Gründerinnen zählten außerdem Maria Klemmer, Agnes Schmitz, Charlotte Sonntag, Lisa Hessler, Sophie Mehlem, Trautchen Schäfer, Katharina Frensch und Gertrud Hessler. "Mit der Gründung 1927 drückte sich nicht nur ein für die Zeit hohes Maß an Selbstbewußtsein, sondern auch Unabhängigkeit vom männlichen Geschlecht aus", heißt es auf der Homepage der Wölle Möhnen. "und das zu einer Zeit, als der organisierte Karneval in Köln noch fest in männlicher Hand war."[1]

Monika Fuchs war von 1971 bis 1983 Obermöhne der Oberwinterer Närrinnen. 1983 übernahm Anita Schreiber dieses Amt, das sie bis ins Jahr 2007 ausübte.

Bei der Möhnensitzung am Weiberdonnerstag 2013 im Oberwinterer Glaspalast ehrte Obermöhn Kirsten Heck Möhnen, die seit Jahrzehnten dem Verein die Treue halten: Anita Schreiber, Monika Fuchs, Marlies Frensch, Wilma Schwippert, Elfriede Schönebeck und Gisela Roosen. Ebenfalls geehrt wurde Gisela Roosen, die 44 Jahre bei den Wölle Möhnen mitmischt.[2]

Siehe auch

Sessionsauftakt der Rheinschienen-Möhnen

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: woelle-moehne.de: Chronik, gesehen am 21. Dezember 2012
  2. Quelle: General-Anzeiger vom 12. Februar 2013