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Weinbrunnenplatz Dernau

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Rund 128.700 Euro Fördergelder will das Land Rheinland-Pfalz zur Umgestaltung des Weinbrunnenplatzes zwischen Ahr und Schmittmannstraße (Bundesstraße 267) in Dernau bewilligen. Die Freie Bürgerliste Dernau e.V. (FBL) befürchtet jedoch, dass das Projekt trotz dieser Förderung die Finanzmittel der Ortsgemeinde überstrapaziert. Laut Planungsbüro Hicking erfordere die Umgestaltung insgesamt rund 400.000 Euro. Für die Ortsgemeinde bedeute dies die Finanzierung von rund 190.000 Euro aus dem eigenen Haushalt, vorausgesetzt, es können etwa 50.000 Euro an Eigenleistungen erbracht werden. Dabei ist der Bau eines Brunnens – weil nicht förderfähig – in diesem Antsatz nicht enthalten. Er würde mindestens weitere 10.000 Euro kosten. Für den Betrieb des Brunnens würden außerdem jährliche Folgekosten anfallen. Insgesamt kämen bei einer Realisation des Projekts auf die Gemeinde Leistungen von mindestens 250 000 Euro zu.[1]


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Lage

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Chronik

So richtig ins Rollen kam die Sanierung, nachdem sich im Oktober 2015 zwei Drittel der Dernauer in einem Bürgerentscheid positiv äußerten. "Soll der Weinbrunnenplatz in Dernau nach den Grundzügen der den Zuwendungsbescheiden zugrundeliegenden Planung um- beziehungsweise neugestaltet werden?" 1512 Dernauer waren bei einem Bürgerentscheid am Sonntag, 25. Oktober 2015, aufgerufen, diese Frage mit Ja oder Nein zu beantworten. 897 Bürger beteiligten sich an der Wahl. 589 (66 Prozent) davon stimmten mit Ja, 303 (34 Prozent) mit Nein. 18 Stimmen waren ungültig. Die Wahlbeteiligung lag bei mehr als 60 Prozent.[2]

Am Ostermontag 2017 wurde der neu gestaltete Platz von Pastor Axel Spiller gesegnet und mit einem kleinen Fest seiner Bestimmung übergeben. „Da spielte die Blasmusik, sang der Männergesangverein, tanzten die Funken und feierten Weinkönigin Christina mit ihren Prinzessinnen“, berichtete der General-Anzeiger. „Das ist nun viel mehr, als ein Parkplatz“, freute sich Ingrid Näkel-Surges, die Vorsitzende des Verkehrsvereins WeinKulturDorf Dernau e.V. Der Bereich unmittelbar vor der gemauerten und überdachten Bühne werde künftig als Mehrgenerationenplatz dienen. Sitzbänke und freies WLAN stehen dort zur Verfügung. Neben der Bühne gibt es eine größere Ausschankfläche. Dort könnten in Zukunft öfter als bisher die Rollladen hoch- und die Lichter angehen. Winzerfest, Junggesellenfest, Martinsmarkt und Weinfrühling werden auf dem Platz gefeiert. Darüber hinaus könne sie sich Konzerte und andere Aufführungen vorstellen, sagte Näkel-Surges. Gemeinde und Verkehrsverein hatten nach dem Bürgerentscheid zugesagt, jeweils nicht mehr als 50.000 Euro auszugeben. Die Zusagen wurden eingehalten, auch weil das Land alleine 60 Prozent der 392.000 Euro, die der Platz kostete, übernahm. Die restlichen 50.000 Euro übernahmen Dernauer in Form ehrenamtlicher Arbeitsstunden. Rund 1000 Stunden kamen dabei zusammen. Der Landesbetriebs Mobilität flanktierte die Neugestaltung damit, dass er die Bundesstraße ein wenig einengte, so dass dort langsamer gefahren wird, und den Fahrradweg verlegte.[3]

Mediografie

Fußnoten

  1. Quelle: Weinbrunnenplatz in Dernau: FBL lehnt Platzumgestaltung ab, general-anzeiger-bonn.de vom 7. Oktober 2014
  2. Quelle: Günther Schmitt: Bürgerentscheid bringt klares Votum für das Projekt in Dernau - 66 Prozent pro Weinbrunnenplatz, general-anzeiger-bonn.de vom 25. Oktober 2015
  3. Quelle: Thomas Weber: Feier in Dernau: Kirchlicher Segen für die Party-Meile, general-anzeiger-bonn.de vom 18. April 2017