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Winfried Sander

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Winfried Sander aus Leimbach (Gemeinde bei Adenau) war Lehrer am Staatlichen Dr.-Erich-Klausener-Gymnasium Adenau.


Kontakt[1]

Funktionen

  • Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe Ahrweiler
  • regionaler Fachberater für Umwelterziehung
  • Fachberater für Erdkunde an Gymnasien im Bereich Koblenz-Nord und Berater im Programm "Transfer-21" (Bildung für eine nachhaltige Entwicklung)
  • langjähriger Fachberater für Nachhaltigkeitserziehung

Vita

Im August 1979 kam Sander nach dem Studium der Romanistik und der Geografie und unmittelbar nach dem Referendardienst im Studienseminar in Koblenz an die Schule in Adenau. Erdkunde und Französisch waren seine beiden Fächer. Neben der allgemeinen Unterrichtsverpflichtung übernahm Sander vielfältige Aufgaben im Bildungsbereich: Er war seit 1987 für mehrere Jahre Lehrbauchautor beim Schulbuchverlag Klett in Stuttgart, heute ist er beim Westermann Verlag in Braunschweig für das Fach Erdkunde in der Orientierungs- und Mittelstufe tätig. Seit den 1980er-Jahren hat er in vielen geografischen Fachzeitschriften fachlich-pädagogische Unterrichtsbeiträge veröffentlicht. Ab 1996 war er in der ersten Gruppe regionaler Fachberater für schulische Umwelterziehung und begründete das landesweite Netzwerk ökologischer Schulen mit. Diese Funktion hat ihm 1999 für fünf Jahre die landesweite Koordination eines bundesweiten Großprojektes „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ermöglicht. Sander organisierte eine Vielzahl von Fortbildungen für Lehrer beim Pädagogischen Landesinstitut (PL) in Speyer. In der Funktionsstelle des regionalen Fachberaters für Erdkunde hat er im Bereich Koblenz-Nord etwa 30 Gymnasien für viele Jahre in diesem Fach betreut. Mit Beginn seiner passiven Phase der Altersteilzeit im Jahr 2010 übernahm Sander die ehrenamtliche Funktion eines Koordinators für die etwa 80 schulischen Bachpatenschaften im Land Rheinland-Pfalz für das Landesamt für Umwelt. Schulleiterin Christa Killmaier-Heimermann überreichte Sander im Sommer 2014 die Entlassungsurkunde der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin.[2]

Auszeichnung mit der Landesverdienstmedaille

Am 18. November 2014 wurde Sander von der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken im Namen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. „Diese Auszeichnung verleiht das Land an Persönlichkeiten, die sich über Jahre hinweg mit großem persönlichen Engagement und Sachverstand für das Wohl der Allgemeinheit eingesetzt haben“, sagte Höfken bei der Feierstunde in Mainz. Winfried Sander wurde für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement insbesondere für den Natur- und Umweltschutz sowie seine Pionierarbeit im Bereich der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. „Winfried Sander hat seit Beginn der 90er-Jahre maßgeblich dazu beigetragen, die Themen Umweltschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit an den Schulen in Rheinland-Pfalz zu verankern“, sagte Höfken. Ihm sei es gelungen, diesen 25 Jahre zuvor vielen Menschen als exotisch erscheinenden Stoff mit Leben zu erfüllen und Schüler dafür zu begeistern. Nachhaltigkeit sei für Sander eine Leitidee, eine innere Haltung, die er mit unzähligen Projekten von der Bachpatenschaft bis zum Öko-Audit an die junge Generation vermittelt habe. Die Ministerin wies auch darauf hin, dass sich Sander über seine Ehrenämter im Natur- und Umweltschutz hinaus, auch kirchlich sowie für die Partnerschaft des Landes mit Ruanda engagiert habe. Charakteristisch für seine Arbeitsweise sei, dass er stets den Dialog mit allen Beteiligten suche und mit ihnen zusammen das Gemeinsame erarbeite: „Auf diese Weise ist es Ihnen gelungen, so manchen Konflikt zu beseitigen und erfolgreiche Kooperationen zu schmieden. Das geht nur, wenn man den Menschen zugewandt ist“, sagte Höfken.[3]

Veröffentlichungen

  • Winfried Sander: Auch kleinere Flüsse haben Besonderheiten - Zuflüsse zur oberen Ahr und ihre Bedeutung am Beispiel von Trierbach mit dem Wirftbach, in: Rhein-Zeitung vom 4. Juli 2014
  • Winfried Sander: 25 Stunden von der Quelle zur Mündung – Serie So lange benötigt ein Wassertropfen in der Ahr für die 85 Kilometer von Blankenheim bis Kripp – Hochsensible Uferbereiche sind für Menschen weitgehend gesperrt, in: Rhein-Zeitung vom 10. Februar 2017

Fußnoten

  1. Quelle: Werner Dreschers: Erneuerbare Energien auf Schritt und Tritt im oberen Ahrtal erleben - Engagierte Bürger planen Ökotraumpfad, in: Rhein-Zeitung vom 23. März 2015
  2. Quelle: Winfried Sander aus dem Schuldienst entlassen - Ex-EKG-Lehrer will sich weiter intensiv im Naturschutz engagieren, in: Rhein-Zeitung vom 13. August 2014
  3. Quelle: Rhein-Zeitung vom 19. November 2014