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ZF Friedrichshafen AG - Werk Ahrweiler

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Das aus der Boge AG Bad Neuenahr-Ahrweiler hervorgegange Werk Ahrweiler der ZF Friedrichshafen AG ist, gemessen an seiner Mitarbeiterzahl von 300, einer der größten Arbeitgeber im Kreis Ahrweiler.


Eingang zum Verwaltungsgebäude.

Anschrift und Lage

Max-Planck-Straße 17

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler (Stadtteil Ahrweiler)

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Kontakt

  • Telefon 02641 3891-0
  • Fax 02641 3891-57

Leitung

Werkleiter Ralf Hunke

Technischer Leiter: Hans Joachim Marner

Gründung und Entwicklung

Als Boge GmbH nahm das Werk 1964 die Produktion von Federbeinen am Standort Ahrweiler auf. Dort wurden die ersten Dämpferaggregate für den Ford-Taunus gefertigt. Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung und die damit verbundene hohe Nachfrage nach Stoßdämpfern, war der damalige Boge-Stammsitz Eitorf an die Kapazitätsgrenze gestoßen. Die damalige Geschäftsführung entschied deshalb, in Ahrweiler eine weitere Produktionsstätte aufzubauen. Werkleiter Josef Jongen sagte bei einer Feier anlässlich des 50-jährigen Bestehen des Werkes in Ahrweiler, mehr als 160 Millionen Federbeine und Dämpfer hätten die Produktionsstätte bis dahin verlassen und seien in etwa 80 Millionen Fahrzeugen verbaut worden. Die Größe der Produktionsfläche wuchs von 4000 auf etwa 15.000 Quadratmeter. 130 Mitarbeiter fertigten im Gründungsjahr etwa eine halbe Million Federbeine und Federbeinsätze, also etwa 5000 Aggregate pro Mitarbeiter und Jahr. 2014 waren am Standort Ahwreil etwa 330 Mitarbeiter beschäftigt, die mit einer Produktivität von 12.500 Stück pro Mitarbeiter 4,1 Millionen Federbeine herstellen. Automatisierungen und Investitionen in neue Technologien machten diese Produktivitätssteigerung möglich. "Ein wesentlicher Beitrag ist aber auch in der hohen Qualifikation der Mitarbeiter begründet", sagte Werkleiter Jongen. Ständiges Lernen und Weiterqualifizieren sei zum Prinzip geworden. Eine kleine, aber überaus anerkannte und erfolgreiche Ausbildungsabteilung sorge in verschiedenen Berufsfeldern für Nachschub an qualifizierten Mitarbeitern. Jongen wies auch auf die überdurchschnittliche Treue der Mitarbeiter zum Unternehmen hin, die Stabilität, Kontinuität und Verlässlichkeit garantiere. Die Unternehmensführung arbeite daran, die Zukunft des Werkes Ahrweiler zu sichern. Der Wettbewerb unter den Automobilzulieferern, insbesondere bei Standard-Dämpferprodukten, sei hart und der Markt umkämpft. Für jeden Kundenauftrag und für jedes Nachfolgeprodukt müsse sich das Unternehmen neu anbieten.[1]

Im November 2014 wurde publik, dass sich die Mitarbeiter zunehmend Sorgen um das nicht mehr ausgelastete Werk machen. Die Angst vor Personalabbau oder gar einer Werkschließung ging um.

Die Zukunft des Werks sei gesichert, berichtete die Rhein-Zeitung (RZ) am 11. September 2015. Die zu dieser Zeit 310 Beschäftigten des Automobilzulieferers würden ihre Jobs behalten. Bis 2022 seien zudem betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Am Tag zuvor seien in der Konzernzentrale in Friedrichshafen die Unterschriften unter eine entsprechende Vereinbarung gesetzt worden. Monatelange Verhandlungen zwischen Betriebsrat und IG-Metall auf der einen und der Konzernführung auf der anderen Seite gingen dieser Vereinbarung voraus. Am Tag zuvor hatte die Unternehmensleitung der Presse mitgeteilt, im Rahmen eines standortübergreifenden Gesamtkonzepts zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Stoßdämpferproduktion innerhalb Deutschlands, das allerdings noch nicht final verabschiedet worden sei, habe sich die ZF Friedrichshafen AG mit dem Betriebsrat in Ahrweiler und der IG Metall über die zukünftige Ausrichtung des Standorts Ahrweiler verständigt. Die Vereinbarung sehe vor, die Kosten an die Marktanforderungen anzupassen und innovative Komponenten in Ahrweiler zu fertigen. In Ahrweiler wurden zu dieser Zeit konventionelle Federbeine gefertigt. Sie würden in Zukunft durch andere, technische aufwendigere Komponenten ersetzt. „Bis die Fertigung der neuen Komponenten an dem Standort hochgelaufen ist, greift ein Maßnahmenkatalog, um mögliche Unterauslastungen zu kompensieren“, erklärte ZF. Dass es zu der Vereinbarung kam, sei auch ein großer Verdienst der Belegschaft, die durch viele Aktionen, Betriebsversammlungen, Demonstration in der Innenstadt und vielen Gesprächen mit örtlichen und Landespolitikern auf ihre Situation aufmerksam gemacht habe, sagte der Betriebsratsvorsitzende Pascal Delord der RZ. Unter dem Motto „Nein zum Tod auf Raten – Kampf um jeden Arbeitsplatz“ sei Druck auf die Konzernspitze aufgebaut worden. Markus Eulenbach, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Neuwied, ergänzte, die Einigung sei auch deshalb möglich geworden, weil die Beschäftigten bereit gewesen seien, durch Arbeitnehmerbeiträge diese Perspektive mitzutragen. Zur Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen werde die Wochenarbeitszeit während einer Überbrückungsphase bis Anfang 2017 um eine Stunde gekürzt. Zudem werde geprüft, ob Kurzarbeit beantragt werden kann. Eine mögliche Ausleihe von Mitarbeitern hin zu einem tarifgebundenen, benachbarten Unternehmen werde ebenfalls in Betracht gezogen.[2]

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Automobilbranche: Ein Blick in die Zukunft, general-anzeiger-bonn.de vom 24. Juni 2014
  2. Quelle: Frieder Bluhm: Zukunft gesichert: Aufatmen bei ZF - Werk in Ahrweiler soll durch Fertigung neuer Komponenten wieder ausgelastet werden, in: Rhein-Zeitung vom 11. September 2015