Hennes-Schneider-Haus
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Das Hennes-Schneider-Haus in der Sinziger Harterscheid wurde im Jahr 1969 vom AWO-Ortsverein Sinzig für die Kinder-Stadtranderholung gebaut. Seit 1978 trägt es den Namen ihres Erbauers. Johannes Schneider ("Hennes") war in den 1960er und 1970er Jahren Vorsitzender des Ortsvereins, er war aber auch Ideengeber und Motor für den Bau des Stadtranderholungsheim. Seinerzeit nahm Schneider sogar eine Hypothek auf sein eigenes Haus auf, um das Bauprojekt zu finanzieren.
Historie
Hennes Schneider, der damalige Vorsitzende des AWO-Ortsvereins Sinzig, war es, der ab 1954 die ersten Stadtranderholungen für Kinder im Gasthaus Fleischer in Königsfeld organisierte. 1954 waren Urlaubsreisen in ferne Länder noch relativ unbekannt und selten. Die Familien blieben im eigenen Lande oder schickten, zumindest in Sinzig, die Kinder zur Stadtranderholung der AWO. Die Kinder sollten wenigstens im Sommer von den teils recht bescheidenen Lebensumständen abgelenkt werden.
Schon bald regte sich der Gedanke, zu diesem Zweck ein eigenes Haus zu errichten, denn im Gasthaus galt es viel zu improvisieren. Als Mitglied des AWO-Ortsvereins Sinzig war Anni Linke die Hauptinitiatorin der von der Arbeiterwohlfahrt eingerichteten Kinderbetreuung im Hennes-Schneider-Haus.
Es dauerte aber noch bis 1968, bis unter Mithilfe der Stadt Sinzig und vieler ehrenamtlicher Helfer im Harterscheid bei Königsfeld, direkt neben dem Sportplatz Königsfeld, ein eigenes Haus errichtet werden konnte. Täglich wurden nun die Kinder in die freie Natur gefahren und erlebten Stunden, die sie meist für ihr Leben nicht vergaßen. Später erhielt das Gebäude den Namen "Hennes-Schneider-Haus".
Im Wechsel bis zu 350 Kinder werden in den Sommerferien täglich nach Königsfeld gebracht, um dort bei Spiel und Spaß erholsame Tage zu verleben. In den Herbstferien veranstaltet die AWO dort alljährlich eine fünftätige kleinere Ferienfreizeit für ca. 50 Jungen und Mädchen. In den anderen Monaten wird das Haus auch schon mal zu privaten Feiern vermietet, Schulklassen feiern hier ihre oft lautstarken Abschlussfeiern ohne jemanden zu stören und der jährliche "Tag der AWO" im Mai führt viele Besucher her.
Durch zahlreiche Einbrüche in den vergangenen Jahren wurden große Schäden am Haus angerichtet, Küchenmaschinen und weiteres Zubehör entwendet. 2002 war das Haus dringend sanierungsbedürftig.

