Hilfsfond "Nachbar in Not"
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Der Hilfsfond "Nachbar in Not" wurde im November 1974 vom damaligen Landrat Dr. Christoph Stollenwerk ins Leben gerufen. Der Fonds wird von den Landräten des Kreises Ahrweiler in persönlicher Schirmherrschaft geführt. Spenden kommen von Einzelpersonen, Geschäftsleuten, Vereinen und Firmen. Die Empfänger sind Menschen aus dem Kreis Ahrweiler, die durch Schicksalsschläge unverschuldet in finanzielle Not geraten sind. Die Hilfe wird schnell und unbürokratisch gewährt. Ohne Abzug stehen die Spendengelder für Notfälle zur Verfügung. Die Empfänger bleiben anonym. Die Hilfegewährung setzt voraus, dass die Notlage unverschuldet eintrat und Versicherungen oder andere Leistungsträger nicht vorrangig zu Leistungen verpflichtet sind.
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Kontakt
Kreisverwaltung Ahrweiler, Sozialamt, Anja Balas, Zimmer 2.07, Telefon 02641/975-500, E-Mail nachbar-in-not@aw-online.de
Gründung und Entwicklung
Bei einem Unfall wurde im Jahr 1974 ein junger Mann aus dem Kreis Ahrweiler schwer verletzt und blieb behindert. Versicherungen und andere Leistungsträger übernahmen nicht alle Kosten für notwendige Versorgungen und Hilfsmittel. Der damalige Landrat, Dr. Christoph Stollenwerk, griff die Idee für "Nachbar in Not" auf.
Bis Dezember 2011 brachte die Aktion "Nachbar in Not" mehr als eine Million Euro an Spendengeldern ein. Im Schnitt werden jährlich 20.000 bis 30.000 Euro Spendengelder für die Aktion zur Verfügung gestellt; die Einzelspenden liegen dabei zwischen zehn und 10.000 Euro. In rund 25 Einzelfällen pro Jahr wird geholfen. Hinzu kommt die Weihnachtsaktion. Dabei werden 80 bis 90 Haushalte im Kreis mit einer Gesamtsumme von 10.000 bis 12.000 Euro unterstützt.[1]
Es sind meist tragische Fälle, in denen die Hilfsaktion einspringt. Der plötzliche Tod eines Familienvaters oder auch der Tod einer Mutter von vier minderjährigen Kindern gehören dazu. Aber auch die finanzielle Unterstützung nach einem Brand oder die Wiederherstellung sanitärer Anlagen im Haus einer kinderreichen Familie werden von Nachbar in Not unterstützt. So wurden allein für die Opfer einer Hausexplosion und der Unwetterkatastrophe auf der Grafschaft und im Ahrtal im Jahr 2011 mehr als 27.000 Euro aus dem Topf der Hilfsaktion verwendet. Die Empfänger bleiben stets anonym.
Sonstiges
Für alle Zahlungen an "Nachbar in Not" können Spendenquittungen ausgestellt werden. Das Konto der Aktion lautet: Kreissparkasse Ahrweiler (BLZ 57751310), Kontonummer 810 200.
Mediografie
- Robert Ehlen: Hilfe für den Nächsten durch »Nachbar in Not«. Bürgerselbsthilfe für die Wechselfälle des Lebens, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1986
- Hubertus Kischkewitz: „Nachbar in Not" - Aktion besteht seit 20 Jahren, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1995
Fußnoten
- ↑ Quelle: Rhein-Zeitung vom 29. Dezember 2011

