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Hildegard Schneider

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Hildegard Schneider (l.)

Hildegard Schneider, gelernte Krankenschwester und Fachschwester für Anästhesie und Intensivmedizin, ist Gründungsmitglied des 1992 gegründeten Hospiz-Vereins Rhein-Ahr e.V. Zunächst war sie stellvertretende Vorsitzende des Vereins, bevor sie Vorsitzende wurde.


Vita

Schon als Schülerin in Traben-Trarbach hat sich die gebürtige Moselanerin ehrenamtlich drei Jahre lang alle zwei Wochen sonntags im Krankenhaus betätigt. Als sie 16 Jahre alt war, starb ihr Vater an Krebs. Er wurde bis zuletzt begleitet von der Mutter und umsorgt von seinen Liebsten.[1]

Auszeichnung

Im August 2018 ist Hildegard Schneider mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden. Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, überreichte die Auszeichnung in Vertretung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Koblenz. Hildegard Schneider sei eines der prägenden Gesichter der Hospizbewegung im Kreis Ahrweiler, hieß es in der Laudatio, sie setze sich seit Jahrzehnten für ein Leben in Würde bis zum Tod ein. Auch als Rentnerin leiste die Krankenschwester, die 47 Jahre im Krankenhaus tätig war, davon 23 Jahre als Pflegedienstleiterin im Krankenhaus „Maria Hilf“ Bad Neuenahr, 30 Wochenstunden für den Verein – von 1995 bis 1999 und ab 2010 bis heute als stellvertretende Vorsitzende. Sie koordiniere die Begleitungen von Patienten, unterstütze die ehrenamtlichen Hospizbegleiter und zeichne für die Organisation der Supervisionen sowie der Fortbildungen verantwortlich. Schneider halte Vorträge, mache Öffentlichkeitsarbeit und organisiere jährlich einen Fortbildungskatalog. Auch das Stationäre Hospiz im Ahrtal trage ihre Handschrift. Insbesondere bei Fragen zur Ausstattung habe sie ihre immensen Praxiserfahrungen eingebracht. Der Kontakt zu ihrem Arbeitgeber sei nicht abgerissen, weil Schneider auch im Vorstand des Förderverein Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. aktiv sei – seit zwei Jahren als stellvertretende Vorsitzende. Ob Engagement als „Grüne Dame“ oder Patientenfürsprecherin im Krankenhaus „St. Josef“ Adenau: Gespräche mit Patienten und deren Interessensvertretung seien Schneider ein wichtiges Anliegen. „Rund 150 Menschen haben Sie am Ende ihres Lebens eng begleitet“, sagte Kleemann, „Sie nennen es lieber Lebens- statt Sterbebegleitung, denn auch die Trauerbegleitung für Angehörige gehört dazu.“[2]

Fußnoten

  1. Quelle: Warum das Ehrenamt keine Einbahnstraße ist – Die Arbeit im Hospizverein gibt Hildegard Schneider viel zurück, in: Rhein-Zeitung vom 1. September 2018
  2. Quelle: Marion Monreal: Patientenfürsprecherin, Polizist und Pfarrer – Verleihung der Verdienstmedaille des Landes an Hildegard Schneider, Michael Meyer und Klaus Jürgen Neufang, in: General-Anzeiger vom 25. August 2018, siehe auch: Ehrenamtliches Engagement in der SGD Nord gewürdigt, Pressemitteilung der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord vom 23. August 2018, und Andrea Simons: Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz – Hildegard Schneider erhält Auszeichnung in Bad Neuenahr, general-anzeiger-bonn.de vom 5. Dezember 2018