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Portal „Rechtsextremismus im Kreis Ahrweiler“


Quellen: 1 Willi Bratge/Manfred Michler So war es wirklich-Brückenkopf Remagen, Köln 1953 2 Lothar Brüne/Jakob Weiler Remagen im März 1945, Meckenheim 1994 3 Headquarters 474th Fighter Group Operation Report „A“ 24 January 1945 4 Bundesarchiv-Militärarchiv, Freiburg Kriegstagebuch Luftgaukommando XIV, Anlagen, Morgen- und Abendmeldungen, RL 19-14/7 Band 1 5 Stadtarchiv Ahrweiler Gräberliste Bad Neuenahr, Verzeichnis der Verstor- benen des Kriegslazaretts 2./612 (mot.) 6 Standesamt Stadt Sinzig Die Bestatteten der Kriegsgräberstätte Bodendorf 7 Stadtarchiv Remagen Sterbebuch für 1945 8 Landeshauptarchiv RLP, Koblenz Koblenzer Nationalblatt vom 25.01.1945 9 Internationales Zeitungsmuseum der Völkischer Beobachter vom 25.01.1945 und Kölnische Stadt Aachen Zeitung vom 26.01.1945 10 Klaus Kemp Die Ahrtalbahnen, Freiburg, Ausgaben 1983 und 2013 11 Heinz Schmalz Es begann vor 50 Jahren, Sinziger Kriegsdaten, 1989 12 Wolfgang Gückelhorn Kriegsende und dann…? Der Kreis Ahrweiler 1944 bis 1946, Aachen 2015 13 Wehrmachtsbericht vom 24.01.1945 Die Wehrmachtsberichte 1939-1945, Bd.3, Köln 1989 14 Stadtverwaltung Andernach, Archiv Kriegstagebuch von Karl Wind

Der Vorsitzende bestellt den Rechner und im Benehmen mit dem Kommissar für Reblausbekämpfung und Wiederaufbau einen technischen Leiter für den Wiederaufbau und setzt dessen Vergütung fest. Die Mitgliederversammlung wird durch den Vorsitzenden mindestens einmal im Jahr einberufen. Sie muß außerdem einberufen werden, wenn ein Drittel der Mitglieder oder die Wiederaufbaukasse, der Kommissar für Reblausbekämpfung und Wiederaufbau oder das Kulturamt es verlangen; die Gründe sind dabei anzugeben. In der Mitgliederversammlung werden Beschlüsse gefaßt über den Wirtschafts- und Haushaltsplan, die Beitragsordnung, den Erwerb oder den Verkauf von Grundstücken ab einem bestimmten Wert, welches Darlehensvolumen der Vorstand in Anspruch nehmen darf, über gemeinschaftliche Maßnahmen im Rahmen des Wiederaufbaus (z. B. Gemeinschaftsordnung, Bodenentseuchung, Planierungsarbeiten, Reben- und sonstige Materialbeschaffung). Die Mitglieder der Aufbaugemeinschaft „Ahrtal" beweisen bis heute ein hohes Maß an Gemeinsamkeit bei allen den Wiederaufbau betreffenden Maßnahmen und je hölier die Solidarität, desto reibungsloser vollzieht sich der Wiederaufbau und bringen die geschäftlichen Konditionen (Mengenrabatt etc.) Vorteile für das einzelne Mitglied. Wirtschafts- und Haushaltsplan werden der Wiederaufbaukasse zur Genehmigung vorgelegt. Er enthält eine Aufstellung der im Laufe des Rechnungsjahres durchzuführenden Maßnahmen und gibt dabei an, in welchem Umfang, welcher Prioritätenfolge und für welchen Zeitraum die Maßnahmen durchgeführt werden, wobei die Mitgliederanteile aufgeführt werden. Der Wirtschaftsplan ermittelt also die Gesamtheit der für das jeweilige Aufbauprojekt (Aufbaujahr) erforderlichen Sach- und Dienstleistungen. Für Darlehen, welche die Aufbaugemeinschaft „Ahrtal" an ihre Mitglieder gewährt, hat der Vorstand deren Sicherung genau zu prüfen. Die Kassengeschäfte der Aufbaugemeinschaft „Ahrtal" führt in langjährig bewährter Weise Herr Wolfgang Schwarz, Bad Neuenahr-Ahrweiler. Als technischer Leiter hat sich Winzermeister Willi Kriechel, Marienthal, ganz besonders bewährt.

Eine Ergänzung der Satzung der Aufbaugemeinschaft „Ahrtal" regelt die Aufgaben der einzelnen örtlichen Aufbauverfahren, letztere sind Glieder der Aufbaugemeinschaft „Ahrtal".

Die Mitglieder im örtlichen Aufbauverfahren wählen analog dem Vorstand der Aufbaugemeinschaft „Ahrtal" einen Ausschuß für Wiederaufbau, der die Mitglieder gegenüber der Aufbaugemeinschaft „Ahrtal" vertritt und für die Geschäftsführung innerhalb des Aufbauverfahrens zuständig ist. Auch jeder Ausschuß wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter. Die Anzahl der Ausschußmitglieder wird von der Mitgliederversammlung festgelegt. Auch hier wird ein Rechner vom Wiederaufbauausschuß bestellt und dessen Vergütung festgelegt. Mitglied des örtlichen Aufbauverfahrens ist, wer Eigentum im Aufbaugebiet hat oder Inhaber von dinglichen oder persönlichen Rechten ist, die zum Besitz oder zur Nutzung von Weinbergen im Aufbaugebiet berechtigen. Eine der wichtigsten Aufgaben der Ausschüsse ist die Festlegung des örtlichen Wiederaufbauplanes, welcher die Sorten- und Unterlagenplanung, den Umfang des jährlichen Aufbauabschnittes, den Reben- und sonstigen Materialienbezug, die Darlehensgewährung und Beihilfenberechtigung zum Inhalt hat. Darlehen werden zu den jeweils gültigen Bedingungen (z. B. Pfropfreben, klassifizierte Sorten oder Anlagen, die einer besonderen Versuchserlaubnis bedürfen) vom jeweiligen Ausschuß über den Vorstand der Aufbaugemeinschaft „Ahrtal" und den Kommissar für Reblausbekämpfung und Wiederaufbau bei der Wiederaufbaukasse beantragt. Darlehensnehmer ist die Aufbaugemeinschaft „Ahrtal", welche die Beträge an den jeweiligen Ausschuß weitergibt, der sie den Mitgliedern der einzelnen Aufbauverfahren zur Verfügung stellt. Beihilfen werden ebenso durch den Kommissar für Reblausbekämpfung und Wiederaufbau im Einvernehmen mit dem jeweiligen Ausschuß und dem Vorstand der Aufbaugemeinschaft „Ahrtal" beantragt. Ihre Auszahlung erfolgt analog dem vorstehend erläuterten Darlehensreglement.

Übersicht

über die Aufbauleistungen der Aufbaugemeinschaft „Ahrtal" (Geschäftsbericht der Aufbaugemeinschaft „Ahrtal" für 1977)

Der planmäßige Wiederaufbau im Verfahren Heimersheim wird mit 1978 auf rd. 33 ha beendet sein. Das Verfahren Dernau-Marienthal dürfte bis auf eine Restfläche von ca. 3 ha 1979 abgeschlossen werden können: hier wurden rd. 55 ha (einschließlich 1978) planmäßig aufgebaut.

Lantershofen-Karweiler-Bad Neuenahr ist

mitten im Geschehen. Für die bisher einschließlich 1978 aufgebauten Flächen in den drei vorgenannten Aufbauverfahren bietet die Rebsortenübersicht folgendes an:

Zur Durchführung des Wiederaufbaus können folgende Finanzierungshilfen in Anspruch genommen werden:

Beihilfen des Bundes und Landes (Programm Verbesserung der Agrarstruktur) zur Pfropfrebenpflanzgutbeschaffung. Beihilfen aus dem Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft (Beginn der Tranchen: 1968, mit Aufbau 1978 auslaufend). Hierbei werden die Gesamtkosten zur Erstellung der Pfropfrebenneuanlage einschließlich des 3. Jahres nach der Pflanzung (Pflanzjahr eingeschlossen) bis zu 60 000,— DM/ha (je nach Steilheit des Geländes) mit 25 % bezuschußt.

Aufbaudarlehen der Wiederaufbaukasse der rheinland-pfälzischen Weinbaugebiete je nach Geländesteilheit zwischen 9000,—.DM und 15000,- DM/ha. Die Rückzahlung beginnt ab dem 5. Jahr nach der Pflanzung (Pflanzjahr eingeschlossen) in 6 Raten, zu einem Zeitpunkt, indem der neu angelegte Weinberg bereits Ertrag gibt.

Begünstigter der Finanzierungshilfen ist die Aufbaugemeinschaft „Ahrtal", welche die Finanzen über die „Unteraufbaugemeinschaften" an die Mitglieder weitergibt.

In den Steillagen an der Ahr kostet ein Hektar wiederaufzubauender Weinbergsfläche um 60000,— DM. Nach Abzug der EG- und Landeszuschüsse verbleiben den Winzern noch Eigenleistungen von ca. 42 500,— DM (70 %)/ha zuzüglich dem Eigenbeitrag zu den Flurbereinigungskosten. Geht man von 5000 Rebstöcken je ha aus, so hat der Winzer insgesamt 12,— DM je Rebstock aufzubringen.

Die Aufbaugemeinschaft „Ahrtal" ist besonders dankbar, daß die Zinsbelastungen aus den Aufbaudarlehen zur Hälfte von der durch den Wiederaufbau flurbereinigter Rebflächen mitbedachten Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und der Gemeinde Dernau übernommen wurden. Der Kreis Ahrweiler übernimmt die anderen 50% Zinsen, sowie die Kosten für die Geschäftsführung der Aufbaugemeinschaft Ahrtal und deren technischen Leiter. Bis einschließlich 1977 wurden an der Ahr rd. 100 ha Weinbergsflächen planmäßig wiederaufgebaut. 720 Winzer beteiligten sich bisher am Wiederaufbau von rd. 1200 Flurstücken, wofür rd. 1000 Anträge auf Gewährung von Aufbaudarlehen gewährt wurden.

Aufgrund einer detaillierten Langzeitplanung sind folgende Flurbereinigungsverfahren weiter vorgesehen:

Dernau II (Ahrebene rechts und links und linke Ahrseite von Kirche Dernau bis Hotel Appel in Rech) rd. 98 ha Weinbergsgelände; Ahrweiler-Bachem (rd. 60 ha); Ahrweiler l (Ellig bis Silberberg rd. 50 ha); Mayschoß l (von Hotel Appel Rech bis Mayschoß, linke Ahrseite) rd..60 ha; Dernau IM (rechte Ahrseite in Dernau und Rech)rd. 50ha; Mayschoß II (rechte Ahrseite von Rech bis Mayschoß und linke Seite von Mayschoß bis Altenahr) rd. 60 ha; Ahrweiler II („Silberberg" bis „Bunte Kuh") rd. 55 ha.

Der Baubeginn erstreckt sich ab 1978 bis voraussichtlich 1987, während die Zuteilung ab 1982 bis 1990 vorläufig terminiert ist. In jeweils 4 bis 5 Aufbauabschnitten sollen insgesamt rd. 433 ha Weinbergsgelände flurbereinigt und wieder mit Weinreben bestockt werden.

111 Orte im Ahrtal

Blankenheim: Der Schmetterlingsgarten | Blankenheim Tropische Tier- und Pflanzenwelt an derAhr, S. 100 f.

Daniel Robbel/Dirk Unschuld: Heppingen: Das Kunst- und Wildgehege HEP | Heppingen Ein Overkill an Sammelstücken, in: dieselben: 111 Orte im Ahrtal, die man gesehen haben muss, mit zahlreichen Fotografien, Broschur, 240 Seiten, ISBN 978-3-7408-0850-1, Emons-Verlag 2020, 16,95 Euro, S. 128 f.

Daniel Robbel/Dirk Unschuld: Hönningen: Der Luftschutzbunker im Fels – Ein Schutzgewéolbe Marke Eigenbau, in: dieselben: 111 Orte im Ahrtal, die man gesehen haben muss, mit zahlreichen Fotografien, Broschur, 240 Seiten, ISBN 978-3-7408-0850-1, Emons-Verlag 2020, 16,95 Euro, S. 134 f.

Daniel Robbel/Dirk Unschuld: Walporzheim: Die Spirale am Ahrufer – Ein Meisterwerk aus Stein und Energie, in: dieselben: 111 Orte im Ahrtal, die man gesehen haben muss, mit zahlreichen Fotografien, Broschur, 240 Seiten, ISBN 978-3-7408-0850-1, Emons-Verlag 2020, 16,95 Euro, S. 226 f.

Daniel Robbel/Dirk Unschuld: Marienthal: Der Bunker – Ein Traum in Beton, in: dieselben: 111 Orte im Ahrtal, die man gesehen haben muss, mit zahlreichen Fotografien, Broschur, 240 Seiten, ISBN 978-3-7408-0850-1, Emons-Verlag 2020, 16,95 Euro, S. 166 f.