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Maximilian Kirschberg

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Der jüdische Maximilian Kirschberg wohnte nach dem Zweiten Weltkrieg einige Jahrzehnte lang mit seiner christlichen Frau und Kindern in Oberwinter. Die Kinder wurden katholisch getauft und besuchten katholische Schulen. Im Alter von 15 Jahren war Kirschberg mit seiner gesamten Familie in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert worden. Seine Angehörigen sah er nie wieder. Seine Tochter Alexandra führt sein Überleben darauf zurück, dass Maximilian Kirschberg groß, stark und intelligent gewesen sei und viele Sprachen beherrscht hab. 1945 wurde er von den Alliierten befreit. Jahrzehnte lang wachte er durch nächtliche Albträume auf. Er arbeitete und sparte viel, weil seine sechs Kinder nicht an einem einzigen Ort bleiben sollten; denn er hatte stets Angst davor, dass sich etwas ähnliches wie die Judenverfolgung durch die Nazis wieder ereignen könnte.[1]

Fußnoten

  1. Quelle: Jüdisches Leben in der Gemeinde Oberwinter am Rhein, alemannia-judaica.de, gesehen am 4. Dezember 2020