Schützenbruderschaft „St. Hubertus“ Gönnersdorf e. V.

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Jubiläumsfoto anlässlich des 50-jährigen Bestehens im Jahr 1920

Die 1870 gegründete Schützenbruderschaft "St. Hubertus" Gönnersdorf e.V. ist Mitglied des Brohltal-Schützenbunds 1928 e.V.. Die Pflege von Geselligkeit, auch mit Nachbarvereinen, des Schießsports und des Gönnersdorfer Brauchtums hat sie zu ihren Aufgaben gemacht.


Mitgliederzahl

August 2010: 75

Historie

Die Schützengesellschaft ging aus dem Bürgerselbstschutz hervor, der im Jahr 1850 mit Zustimmung der Königlichen Bürgermeisterei Niederbreisig gegründet worden war. Zwei Gründungsmitglieder - Lubenz Heckenbach und Leonhard Schuck - sind heute noch namentlich bekannt. Die Begeisterung der Gründung wurde bereits im Jahr danach getrübt: Der Deutsch-Französische Krieg der Jahre 1870/71 behinderte das Vereinsleben. Deshalb wurden die Vereinsstatuten erst im Jahr 1876 genehmigt. Bis zum Jahr 1931 waren nur Junggesellen des Ortes als aktive Mitglieder zugelassen; dann öffnete sich die Gesellschaft auch für verheiratete Männer.

Das Schützenfest wurde stets am Sonntag vor dem Namensfest „Peter und Paul“ gefeiert. Höhepunkt war jeweils der Festumzug am Kirmesmontag mit dem Parademarsch. Der Parademarsch wurde um 1970 aufgegeben; der Festumzug ist bis heute geblieben. Bei ihren Königsschießen legten die Gönnersdorfer Schützen zuerst am „Wegweiser“ (heute Ecke Kreisstraße/Schützenweg) über den Vinxtbach hinweg in Richtung Spillesberg auf den Königsadler an – mit einem Vorderlader-Gewehr. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Schießen an den „Kruttebaach“ (Krötenbach) verlegt und ab etwa 1930 auf den eigenes erbauten Schützenplatz mit Schießstand „In der Füllings“.

Unmittelbar daneben befindet sich noch heute die Schützenhalle. Bis zum Zweiten Weltkrieg hatte jeder Schütze ein eigenes Gewehr. Das führte er bei den Festzügen mit und präsentierte es beim Abschreiten der Schützenfront durch den König und den Präsidenten. Wochen vorher bereits wurden bereits Paradeschritt und „Griffekloppen“ geübt.

Für 24. Mai 1952 wurde erstmals nach dem Krieg wieder zu einer Hauptversammlung eingeladen. Karl Müller wurde bei dieser Sitzung zum Ersten Vorsitzenden gewählt.

Bei der Jahreshauptversammlung im November 2006 wurde Heinz Marx als Erster und Toni Dietzler als Zweiter Brudermeister bestätigt. Wiedergewählt wurden auch Winfried Nett (Erster Kassierer und Hauptmann), Herbert Zillgen (Zweiter Kassierer), Manfred Wilbertz (Zweiter Schriftführer), Werner Marx und Stefan Braun (Erster und Zweiter Offizier) sowie Jörg Dietzler und Werner Braun (Erster und Zweiter Fähnrich).

2009 wurde Jörg Dietzler zum Vorsitzenden gewählt, Marcus Bode zu seinem Stellvertreter. Heinz Marx, bis dahin Vereinschef, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. In den Jahren 2002, 2007 und 2010 wurde das Bundesfest des Brohltal-Schützenbundes in Gönnersdorf gefeiert.[1]

Schützenmajestäten

2013: Rita Eich

2018: Mario Deutschmann

Siehe auch

Portal "Schützenwesen"

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 1. September 2010