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Sneeta Hameed

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Sneeta Hameed (* etwa 1993) aus Pakistan leistet seit 2019 einen Freiwilligendienst am Privaten Gymnasium der Ursulinen am Calvarienberg in Ahrweiler. Sie arbeitet dort unter anderem in der Bibliothek, hilft innerhalb der Nachmittagsbetreuung Schülerinnen und Schülern bei den Hausaufgaben und begleitet Ausflüge. Die Corona-Epidemie hat ihr Arbeitsfeld allerdings verändert: So betreute sie beispielsweise Kinder von Lehrerinnen und Lehrern, als die Kitas geschlossen waren. „Sneeta ist sehr flexibel und wissbegierig“, sagte Annette Gies, die Leiterin des Gymnasiums. „Und sie ist zuverlässig, höflich und ordentlich“, lobte Lehrerin Susanne Alertz.[1]

Dass die Freiwilligendienstleistende aus Pakistan stammt, kommt nicht von ungefähr: Die Schule hat eine enge Verbindung zu diesem Staat in Südasien, seit ein Referent des katholischen Hilfswerks „missio“ über die dortige Lage berichtete. Das beeindruckte die Schüler so sehr, so dass sie gemeinsam mit ihrer Lehrerin Susanne Alertz eine Pakistan-AG gründeten. Durch Spenden ermöglicht sie Kindern den kostenpflichten Schulbesuch. Sneeta Hameed hat selbst von diesem Projekt profitiert. Durch das Geld aus Ahrweiler konnte sie die Schule besuchen, wofür sie sehr dankbar ist.

Und andersherum erfahren die deutschen Jugendlichen durch die junge Frau viel über eine ganz andere Kultur. „Mir war es wichtig, das Pakistan-Projekt sozusagen an die Schule zu holen“, erklärte Schulleiterin Annette Gies. Der persönliche Austausch sei zentral, um das Projekt erfolgreich fortzuführen. Der Verein Soziale Friedensdienste im Ausland (kurz „SoFiA“) in Trägerschaft des Bistums Trier hat die Schule bei der Umsetzung unterstützt.

„Ich bin selbstständiger geworden“, sagte Sneeta Hameed nach eineinhalb Jahren in Ahrweiler. Zuerst wohnte sie bei Gastfamilien, doch dann wollte sie auf eigenen Beinen stehen. Anfangs sei es schwierig gewesen, gab sie zu. „Ich konnte mir das erst auch gar nicht vorstellen, alleine zu wohnen.“ Doch sie meisterte diese Hürde. „Meine Mama ist sehr stolz auf mich!“. Ihre Familie vermisst sie natürlich und manchmal auch das heimische Essen. Doch Currywurst, Käsekuchen und Kartoffelauflauf hat sie an der Ahr kennen und lieben gelernt. Zusätzlich schätzt sie die Pünktlich- und Verbindlichkeit der Deutschen.

Sneeta Hameed kehrt voraussichtlich im Januar 2021 in ihre Heimat zurück, nach zwei Jahren an der Ahr. Durch Corona und auf eigenen Wunsch wurde ihr Einsatz auf diese Zeit verlängert. In Pakistan möchte sie anschließend gerne zu Ende studieren und weiterhin für das Projekt arbeiten, das ihr eine Schulbildung ermöglicht hat. „Ich bin froh, dass ich als pakistanische Frau diese Erfahrungen machen durfte“, sagte sie.

Fußnoten