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Unkelsteine

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Die Unkelsteine sind ein Basaltriff im Rhein auf der Höhe von Unkel und Oberwinter. Die Untiefe war bis ins 19. Jahrhundert auch bei höherem Wasserstand deutlich sichtbar und ein lange Zeit gefürchtetes Hindernis für die Schifffahrt.


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Sonstiges

Forscher des Naturhistorischen Museums in Mainz nutzten das Rhein-Niedrigwasser im Dezember 2011, um an den Unkelsteinen Gesteinsproben zu entnehmen.

Der General-Anzeiger berichtete darüber am 13. Dezember 2011:

„Damit erforschen wir den Vulkanismus im Rheintal, denn moderne Methoden geben uns neue Aufschlüsse über die wirkenden Mechanismen, Typ und Alter der Vulkane. Außerdem haben sich die Datierungsmethoden geändert“, erklärt der Geologische Präparator Thomas Engel, der mit dem stellvertretenden Museumsleiter und Projektleiter Herbert Lutz an Ort und Stelle war.

Normalerweise seien die Forscher nicht so weit nördlich tätig, sondern eher bei Nierstein und Nackenheim, aber da die Uferbefestigungen oft von Menschenhand aus Lavastein gelegt seien, gäben nur noch „festgewachsenen Gesteine“ Sicherheit, dass sie noch am ursprünglichen Ort seien.

Mit Hammer und Meißel hätten Lutz und Engel zwischen zehn und 15 Kilo Probengestein aus dem Basaltriff abgeklopft, um sie mit in ihre Labors zu nehmen. Dort werde Engel hauchdünne Scheiben aus dem Gestein sägen, die dann untersucht werden. Der General-Anzeiger berichtete weiter:

Bei den Unkelsteinen handele es sich um dicht an dicht steil aus den Flusstiefen aufragende Basaltsäulen, die vor rund 10.000 Jahren aus heißer Lava entstanden. Sie bildeten eine Fläche, die sich über 50 Meter entlang des Rheins und etwa 15 Meter in den Fluss hinein erstreckt. „Ähnlich wie der berühmte Giant’s Causeway in Nordirland, nur deutlich kleiner“, sagt Engel.

Siehe auch

Unkelsteinbrücke

Mediografie

Weblink

Wikipedia: Unkelstein