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Waltraud Lange

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Waltraud Lange aus Niederheckenbach arbeitet seit 1. August 1979, einem Mittwoch, im Seniorenzentrum „St. Anna“ Ahrweiler und leitet dort die Wäscherei. Gleich nach dem Abschluss des Berufsgrundschuljahres fing sie dort an. Am Freitag davor war ihr letzter Schultag, am Montag war sie beim Arbeitsamt, stellte sich am Dienstag im Seniorenzentrum vor, wo sie am Tag darauf startete. Eine Ausbildung machte sie nicht, sondern sie arbeitete als Stationshilfe. Als Lehrling, so erzählte sie einmal, hätte sie einfach zu wenig verdient. Und ihrer Mutter, die von einer kleinen Witwenrente lebte, wollte sie einfach nicht unnötig auf der Tasche liegen. Also arbeitete sie im Wohnbereich, war Mädchen für alles – anfangs 44 Stunden pro Woche. Weil ihr die tägliche Busfahrt von ihrem Geburtsort Niederheckenbach nach Ahrweiler zu lange dauerte, nahm sie zusammen mit ihrer älteren Schwester Adelheid eine Wohnung in Bad Neuenahr, zogen aber später nach Niederzissen. Ihre Schwester, die alle nur unter dem Namen „Heidi“ kennen, arbeitete im August 2019 seit 37 Jahren im Krankenhaus „Maria Hilf“ Bad Neuenahr. Und die beiden wohnen auch heute noch zusammen – zwar nicht mehr in Bad Neuenahr, sondern in Niederzissen. Nebenbei arbeitete sie gelegentlich in der Wäscherei mit. Mitte der 1990er Jahre übernahm sie dann die Wäscherei, für die sie zusammen mit zwei Aushilfen zuständig ist. Anfangs für 50 Bewohnerinnen und Bewohner, nach Umbau und Erweiterung des Hauses für immerhin 84 ältere Damen und Herren. Die drei kümmern sich um Nacht-, Unterwäsche und Oberbekleidung. Um die restliche Wäsche kümmert sich ein externer Dienstleister. Um elf bis 15 große, mit dem Fassungsvermögen von 23 Kilogramm, und bis zu 20 kleine, 7 Kilogramm fassende Waschmaschinen wöchentlich kümmert sie sich. In einer Woche bügelte sie allein 356 Nachthemden. Waltraud Lange wäscht und bügelt aber nicht nur, sondern sie näht auch Knöpfe wieder an, repariert gerissene Nähte, kürzt Hosen und versieht die Wäschestücke – auch die Berufskleidung ihrer Kolleginnen und Kollegen – mit Namensschildern.[1]

Fußnoten