Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz
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Die ca. 1956 gegründete Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Ahrweiler hat die Aufgabe, Führungskräfte des deutschen und in zunehmendem Maße auch des internationalen Zivilschutzes auszubilden. Die Einrichtung hat - Stand: Januar 2011 - 90 Beschäftigte und rund 10.000 Lehrgangsteilnehmer in 450 bis 480 Veranstaltungen jährlich.[1]
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Anschrift und Lage
53477 Bad Neuenahr-Ahrweiler (Stadtteil Ahrweiler)
Leitung
- Leiter: Thomas Mitschke (ab 1. Februar 2011), Vorgänger: Dipl.-Ing. Dietrich Läpke (ab 1. Juni 2001), Wolfgang Weber (bis 31. Oktober 2010)
- Verwaltungsleiter Bernhard Corr
Sonstiges
Übergeordnete Dienststelle ist die Zentralstelle für Zivilschutz des Bundesverwaltungsamtes. Seit 1953 ist die AKNZ im Ahrtal angesiedelt. Zunächst in Marienthal, ab 1965 in einem Barackenlager auf dem Gelände der Alten Ziegelei. 1973 zog die Akademie an den jetzigen Standort "Auf Godeneltern" um. Die 90 Arbeitsplätze bietende Ausbildungsstätte wird jährlich von etwa 10.000 Seminarteilnehmern besucht.
Im November begannen Arbeiten zu einer 17 Millionen Euro teuren Modernisierung der Einrichtung. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Konjunkturprogramms II sowie aus dem Fördermittelprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung für die energetische Sanierung von Bundesbauten. Das gesamte Baumaßnahmenpaket ist in die drei Teilbaumaßnahmen Gebäudesanierung (rund 3,7 Millionen Euro), Sanierung der Außenanlagen (rund 6,7 Millionen Euro) sowie den Neubau eines Wirtschafts- und Konferenzgebäudes (rund 6,5 Millionen Euro) aufgeteilt.
Gründung und Entwicklung
Im November 2009 begannen die Arbeiten zur Modernisierung der Einrichtung. Rund 17 Millionen Euro lässt es sich der Bund in den nächsten Jahren kosten, die Akademie ... zu einer modernen, internationalen Plattform für den Informationsaustausch im Katastrophenschutz und zum Ausbildungszentrum für Krisenstäbe auszubauen.[2] Das Maßnahmenpaket besteht aus drei Bauabschnitten:
- Gebäudesanierung (3,7 Millionen Euro),
- Sanierung der Außenanlagen (6,7 Millionen Euro) sowie
- Neubau eines Wirtschafts- und Konferenzgebäudes (6,5 Millionen Euro).
Eigentlich sollte im Januar 2012 mit dem Neubau des Kantinen- und Konferenzgebäudes begonnen werden. Daraus wurde jedoch nicht. "Und es wird auch in diesem Jahr nichts", wie der General-Anzeiger (GA) am 19. Januar 2013 berichtete. Ursula Fuchs vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn, zu dem die AKNZ gehört, rechne mit dem Baubeginn erst im Frühjahr 2014. Das BBK arbeite unvermindert an den Plänen für den Neubau des Versorgungsgebäudes. Pläne lägen beim Architektenbüro schulz & schulz aus Leipzig, das zwei Jahren zuvor den Architektenwettbewerb für das damals mit sieben Millionen Euro veranschlagt Projekt gewann. "Behördenintern kursiert mittlerweile die Summe von zwölf Millionen Euro, was aber nicht bestätigt wird", hieß es im GA.[3]
Der geplante Neubau von Wirtschafts- und Konferenzgebäude habe "zwar längst nicht den Umfang des Flughafens in Berlin oder der Elbphilharmonie in Hamburg, aber trotzdem sind Parallelen unübersehbar", schrieb Jochen Tarrach am 28. Januar 2013 in der Rhein-Zeitung (RZ), "der Bau verteuert sich nicht nur erheblich, er verzögert sich auch." Der letzte Abschnitt der im Jahr 2009 begonnenen Sanierung werde Jahre später fertig als vorgesehen. "Und das, obwohl einst mit großem Bahnhof und prominenten Gästen der ursprünglich mit 17 Millionen Euro geplante Gesamtausbau begonnen wurde." Die Aufnahme des Konferenzbetriebes und die Inbetriebnahme von Küche und Kantine sei für 2012 geplant worden; aber im Januar 2013 hätten noch nicht einmal die Bauarbeiten begonnen. Tarrach schreibt weiter:
- Dann hieß es, der Baubeginn wird sich bis mindestens 2013 verzögern, und nun erklärt die Pressestelle des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), vorgesetzter Dienststelle des AKNZ, dass mit einem Baubeginn nicht vor 2014 zu rechnen sei. Das bedeutet: Inbetriebnahme nicht vor 2015, eher noch 2016.[4]
Mit der veranschlagten Bausumme von sieben Millionen Euro gebe es ebenfalls Probleme. „Eine Teuerung gegenüber der ursprünglichen Kalkulation wird nicht zu vermeiden sein. Sie kann aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht seriös beziffert werden“, erklärte Ursula Fuchs von der BBK-Pressestelle der RZ. Dieser Umstand sei "insbesondere veränderten technischen Anforderungen geschuldet und im Sinne eines nachhaltigen Bauens für die Erfüllung der Bauaufgabe im funktionalen Sinne zwingend erforderlich und auch angemessen." erklärt sie beschwichtigend. Ursache des Dilemmas seien "nicht brauchbare Baupläne", heißt es in der RZ:
- Im Rahmen eines Architekturwettbewerbes hatte auch ein Architekturbüro aus Leipzig einen Entwurf abgegeben. Die Architekten bekamen von der auswertenden Jury dafür den ersten Preis zugesprochen. Das entworfene Gebäude sah zwar schön und ansehnlich aus, nur brauchbar war es für die geforderten Zwecke nicht. Nach Aussage des BBK stellten sich erst bei der Feinplanung erhebliche Änderungsnotwendigkeiten heraus, die nicht nur neue Planungen, sondern auch einen erheblich höheren Kostenaufwand notwendig machen. Das Architekturbüro hat nun seine preisgekrönten Entwürfe zur Planüberarbeitung zurückbekommen.
Mitte 2013 sollen die neuen Pläne vorliegen.
Trümmerstraße
weitere Bilder
Mediografie
- 50 Jahre Ausbildung im Bevölkerungsschutz. Der Weg zur Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz, herausgegeben von der AKNZ des Bundesverwaltungsamtes - Zentralstelle für Zivilschutz, Bad Neuenahr-Ahrweiler 2003
- Know-How für BOS-Fernmeldedienste (rettungsdienst.de)
- Seminar „Katastrophenmedizin“ für türkische Ärztedelegation in Ahrweiler (bbk.bund.de vom 29. September 2009)
- Dieter Franke: Katastrophen beginnen in Ahrweiler. Die Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz trainiert Krisenstäbe in bundesweiten Übungen, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2010, S. 117-120
- Christoph Lüttgen: Katastrophenhelfer simulieren Unglücks-Szenarien am Computer, general-anzeiger-bonn.de vom 7. April 2011
- Die Katastrophe kommt in Echtzeit - Rettungshelfer trainieren Einsätze künftig am Computer, open-report.de vom 6. April 2011
- Karl Holtz: In der Trümmerstraße erfolgt die Ausbildung realistisch. Neue Katastrophenschutzschule des Bundes in Bad Neuenahr-Ahrweiler, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1977
Weblink
Wikipedia: Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz
Fußnoten
- ↑ Quelle: Rhein-Zeitung vom 27. Januar 2011
- ↑ Quelle: Rhein-Zeitung vom 27. Januar 2011
- ↑ Quelle: Günther Schmitt: Ahrweiler Akademie: Spatenstich verschiebt sich auf 2014, general-anzeiger-bonn.de vom 19. Januar 2013
- ↑ Quelle: Jochen Tarrach: AKNZ-Zentrum lässt auf sich warten - Parallelen zum Flughafen Berlin: Das neue Konferenzzentrum wird teurer und Jahre später fertig als ursprünglich geplant, in: Rhein-Zeitung vom 28. Januar 2013

