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Ahr

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Die Ahr entspringt auf einer Höhe von 520 Metern über dem Meeresspiegel im Quellenhof im Eifelort Blankenheim, tief unter der felsigen Rückseite des Hauses Meier. Der linken Kammerwand entspringen drei Quellen, der hinteren, rechts in der Ecke, entfließt eine. Diese vier erbringen je Minute angeblich 240 Liter Wasser. Auf 86 Kilometern Länge bis zur 54 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Mündung in den Rhein bei Rhein-Kilometer 629,4 oberhalb von Kripp auf dem Stadtgebiet von Sinzig überwindet die Ahr knapp einen halben Kilometer Höhendifferenz. Die Ahr ist der nördlichste Nebenfluss des Rheines im Rheinischen Schiefergebirge. Mit einer Länge von 86 Kilometern und einem Einzugsgebiet von 900 Quadratkilometern hat sie, verglichen mit den anderen Nebenflüssen, die dem Rhein aus den Mittelgebirgen zufließen, ein verhältnismäßig kleines Fluss-System. Dieses ist jedoch sehr verzweigt und tief in den Gebirgskörper eingeschnitten. Das ist vor allem durch die relativ großen Höhendifferenzen und geringen Fließlängen zwischen den Quellen und Mündungen des Hauptflusses und seiner Nebenbäche bedingt.


Das Mündungsgebiet
Kurz nach der Renaturierung zwischen Bad Bodendorf und Lohrsdorf im Sommer 2016
Vergängliche Kunst in der Ahr im Sommer 2015 zwischen Lohrsdorf und Bad Bodendorf
Ahr-Quelle in Blankenheim
Baggerarbeiten im Rahmen der Ahr-Renaturierung
Alte Ansichtskarte von der Bunten Kuh.
Johann Wilhelm Schirmer: Romantische Landschaft (Ahrtal), 1828.
Das ehemalige Bad Bodendorfer Wehr wurde im Rahmen der Ahr-Renaturierung zu einer Rauhen Rampe umgebaut.
Ponsart: Das Hochwasser der Ahr im Jahre 1804
Die Ahr-Mündung in den Rhein oberhalb von Kripp. Gegenüber sind Linz, der Turm der Linzer Kirche und dahinter der Kaiserberg zu sehen.
Die zur Ahr hin gelegene Westfassade des Kurhauses Bad Neuenahr; rechts hinten die Kurgartenbrücke Bad Neuenahr.
Todesopfer der Ahr-Hochwasserkatastrophe am 13. Juni 1910 werden auf dem Friedhof in Schuld von Pionieren in einem Gemeinschaftgrab bestattet.
Blick vom Kaiserberg oberhalb von Linz über den Rhein auf Sinzig. Im Vordergrund sind das Naturschutzgebiet "Mündungsgebiet der Ahr" und die Ahr-Mündung in den Rhein zu sehen.

Ereignisse

Wehre in der Ahr

Brücken und Stege über die Ahr

Stadt Sinzig

Bad Neuenahr-Ahrweiler

Verbandsgemeinde Altenahr

Nebenbäche der Ahr

(jeweils mit Höhe der Mündung)[1]

außerdem:

Entwicklung

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts führten die Ausdehnung der Städte und Dörfer entlang der Ahr sowie der Ausbau der Verkehrswege im streckenweise schmalen Tal zur Einengung des Flußbetts. Immer mehr ehemalige Überschwemmungsgebiete wurden bebaut oder von Bauern und Winzern bewirtschaftet. Mit Begradigungen und Befestigungen - insbesondere an der Mittelahr zwischen Bunter Kuh und Altenahr - trotzte man der Ahr immer mehr Fläche ab. Zum Ableiten von Wasser für Mühlen und zur Bewässerung wurden im Flußbett Wehre und Sohlschwellen errichtet - oberhalb des Bodendorfer Schwanenteichs und an der Brücke zwischen Heppingen und Heimersheim zum Beispiel.

Renaturierung

Das 1977 ausgewiesene und 1981 erweiterte Naturschutzgebiet "Mündungsgebiet der Ahr" war eines der ersten Naturschutzgroßprojekte des Bundes. Ahr 2000, ein weiteres Großprojekt, startete 1993 und wurde im Mai 2004 abgeschlossen. Projektgebiet war das 130 Quadratmeter große Wassereinzugsgebiet der oberen Ahr im nordrhein-westfälischen Teil der Eifel zwischen Blankenheim und der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz. 1994 wurde die Aktion Blau ins Leben gerufen, ein Programm des Ministeriums für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz, das die Wiederherstellung von naturnahen Gewässerzuständen zum Ziel hatte. An der Ahr wurden im Rahmen dieses Projekt etwa 50 Maßnahmen durchgeführt. Dadurch wurde erreicht, dass die Ahr im Hauptgewässer wieder nahezu komplett aquatisch durchgängig ist. Nach ersten Ideen im Jahr 2001 begann 2007 die Planungsphase für das Naturschutzprojekt Obere Ahr - Hocheifel.[2]

Bachpatenschaften

Für die Ahr gibt es ingesamt sieben Bachpatenschaften.

weitere Bilder

siehe auch

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Karl-August Seel: Die Ahr und ihre Hochwässer in alten Quellen, in: Heimatjahrbuch für den Kreis Ahrweiler 1983
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 5. Juli 2014