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Bahnhof Ahrweiler

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Der Bahnhof Ahrweiler liegt an der Wilhelmstraße. Der Schlusssstein des einstigen Eingangsportals zeigt die Jahreszahl 1880. Bis 1886 bildete dieser Bahnhof den Endpunkt der Ahrtalbahn. Das Empfangsgebäude wurde am 4. April 1991 unter Denkmalschutz gestellt. Das Gebäude steht heute wegen einer neuen Trassenführung nicht mehr direkt an der Schienentrasse und es dient auch nicht mehr als Bahnhofsgebäude; vielmehr sind darin die Caritas-Geschäftsstelle Ahrweiler und die Verwaltung des Dekanats Ahr - Eifel untergebracht. Die Ahrweiler Tafel nutzte von ihrer Gründung im Jahr 2006 einige Jahre lang einen Raum im Keller des ehemaligen Bahnhofsgebäudes.


Nordseite
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Lage

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Chronik der Bahnhofssanierung[1]

  • 1985: Die DB-Hauptdienststelle Remagen regt erste Diskussionen mit der Bundesbahndirektion Köln über die Erneuerung der Bahnsteige an.
  • 1995: Die Bahn plant, den Bahnsteig etwa 100 Meter östlich der heutigen Bahnsteige in gerader Gleislage neu zu bauen.
  • 1999: Die DB Station & Service und die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler treffen eine Vereinbarung zur Finanzierung eines kundengerechten Ausbaus.
  • 2001: Die DB Station & Service stellt einen Bauantrag an das Eisenbahnbundesamt (EBA).
  • 2006: Der nachgereichte Antrag zur Finanzierung der Maßnahme mit Bundesmitteln wird vom EBA positiv beschieden. Verbunden ist damit allerdings eine Kürzung der Ausgaben von ursprünglich rund 1,4 Millionen Euro, weil das EBA die vorgesehene Verschwenkung der Gleise für einen schienengleichen Übergang am mittleren Bahnsteig als zu teuer bewertet. Zu diesem Zeitpunkt besteht kein Baurecht mehr, da die bereits im Juli 2001 erteilte Plangenehmigung nach fünf Jahren verfallen ist.
  • 2008: Die Bahn hat keinen weiteren Antrag beim EBA eingereicht. Auf Nachfrage der Freunde der Ahrtalbahn lässt der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Hendrik Hering wissen, dass nach mehreren Verhandlungsrunden unter Einbindung des Landes eine Lösung gefunden wurde, bei der die Verschwenkung der Gleise entfallen kann. Für diese Variante, die 2009 umgesetzt werden könne, müsse das Planrecht beim EBA neu beantragt werden. Vorher sollen laut Bahn die Finanzierungsfragen geklärt werden.
  • 2009: Im Juni schreibt das Mainzer Verkehrsministerium nach entsprechender Nachfrage an Petra Elsner: Vorbehaltlich der Plangenehmigung durch das EBA sei es vorgesehen, das Projekt für die mittelfristige Planung für die Jahre 2010/2011 anzumelden.
  • 23. Februar 2010: Bislang ist nichts geschehen. Auf Nachfrage der Freunde der Ahrtalbahn antwortet die Deutsche Bahn: Für den Bau einer Personenunterführung oder eines Fußgängerstegs finde sich keine Finanzierung. Um den gegenüberliegenden Außenbahnsteig zu erreichen, müssten die Gäste gefahrlos die Gleise überschreiten können. Dort würden gerade verschiedene Varianten untersucht. Ziel sei es, im Jahr 2011 mit den Umbauarbeiten zu beginnen.

Im Juli 2012 wurde mit der Sanierung begonnen. Im August 2013 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. 1,6 Millionen Euro will die Bahn bis dahin investieren, um den täglich durchschnittlich rund 1200 ein- und aussteigenden Fahrgästen einen zeitgemäßen Bahnhof bieten zu können. Neben dem Zuweg sind Anfang April 2013 die Planierungsarbeiten für eine Bike+Ride-Anlage mit 34 überdachten Fahrradabstellplätzen und 40 abschließbaren Fahrradboxen abgeschlossen. Die Rhein-Zeitung berichtete am 5. April 2013:

In elegantem Schwung entlang der Schienen geführt sind inzwischen die 55 Zentimeter hohen und nach endgültiger Fertigstellung 120 Meter langen Bahnsteige errichtet, die ein problemloses Besteigen der Züge ermöglichen sollen. Neben 7,5 Meter breiten Wartehallen sollen die Bahnsteige noch mit einem Wegeleitsystem, Fahrplan- und Informationsvitrinen, Sitzgelegenheiten, Abfallbehältern und Funkuhren ausgestattet werden.

Auf einen modernen und behindertengerechten Bahnhof im Stadtteil Ahrweiler haben Bürger und Gäste mehr als 20 Jahre gewartet. Am 26. Juni 2013 wurde die Verkehrsstation nach langer Planungsphase und einer Bauzeit von einem Jahr feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Rund 1,6 Millionen Euro hat die Deutsche Bahn in Umbau und Umfeld-Aufwertung investiert. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler beteiligte sich mit 32.500 Euro an den Kosten. Die Rhein-Zeitung berichtete am Tag nach der Übergabe:

Für die „Freunde der Ahrtalbahn“ war die Einweihung ein besonderer Moment. Sie haben sich bei diesem schwierigen Verhandlungsmarathon auf der Basis unzähliger Zuständigkeiten immer wieder eingemischt, die DB-Verantwortlichen angemahnt, Landesminister und Abgeordnete angesprochen, um auf den notwendigen Neubau zu pochen.

Die Bahnsteige wurden im Rahmen der Modernisierung jeweils auf einer Länge von 120 Metern erneuert und dabei von 22 Zentimetern auf die für Regionalzüge passende Höhe von 55 Zentimetern angehoben. Neben 7,50 Meter breiten Wartehallen wurden die Bahnsteige mit Wegeleitsystemen, Fahrplan- und Informationsvitrinen, Sitzgelegenheiten, Abfallbehältern und Funkuhren ausgestattet. Der Inselbahnsteig hat auf der westlichen Seite einen schienengleichen Übergang mit Zugangsrampen für die Reisenden. Abgesichert ist er mit einem Rolltor, das der Fahrdienstleiter in Bad Neuenahr wie eine Schranke elektronisch steuert. Es gibt einen Zugang vom bestehenden Parkplatz. Außerdem wurde eine neue Bike+Ride-Anlage mit 34 überdachten Fahrradabstellplätzen und 40 abschließbaren Fahrradboxen errichtet.[2]

Siehe auch

Ahrtalbahn

Mediografie

Weblink

ahrtalbahn.de: Bahnhof Ahrweiler

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 3. Februar 2011
  2. Quelle: Beate Au: Bahnhof ist endlich fertig - Umbau der Haltestation Ahrweiler hat lange Vorgeschichte, in: Rhein-Zeitung vom 27. Juni 2013 und Victor Francke: Bahnhof Ahrweiler: Konzern investiert 1,6 Millionen Euro in neue, barrierefreie Zugänge, general-anzeiger-bonn.de vom 27. Juni 2013