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Burg Rheineck

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Die Burg Rheineck ist eine Höhenburg am Rhein. Neubau auf dem alten Grundriss unter Verwendung alter Bausubstanz in den 1930er Jahren. Kai Krause, der heutige Besitzer, ließ die Burg grundlegend restaurieren und hat ihren Bestand für lange Zeit gesichert. Der Nachteil dieser Entwicklung: die Burg Rheineck ist ausschließlich privat genutzt, Seilbahn und Ausflugslokal sind Vergangenheit.


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Burg Rheineck - eine Collage.
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Inhaltsverzeichnis

Standort

Historie

Die Burg Rheineck bei Bad Breisig wurde im Jahre 1047 erstmals urkundlich erwähnt, als die Pfalzgrafen von Salm die Burg aufbauten. Sie diente ihnen als wehrhafter Schild gegen die Kölner Erzbischöfe.

Bereits 1151 besetzte Stauferkönig Konrad III. die Burg und zerstörte sie völlig. Nur der Bergfried blieb erhalten. Erzbischof Reinhald Graf von Dassel, der Reichskanzler von Friedrich I. Barbarossa, erwarb 1164 die Ruine. Er ließ die Burg neu errichten und schuf dabei die außen achteckige, innen runde Kapelle. Sie ist heute den alten Plänen getreu nachgebaut.

Im 30-jährigen Krieg bemächtigten sich 1632 die Schweden unter General Graf Baudessin der Burg, zerstörten sie jedoch nicht. 1654 gelangte sie in den Besitz der österreichischen Grafen von Sinzendorf. Noch mehrmals ereilte die Burg das Schicksal der völligen Zerstörung. So zum Beispiel im Jahre 1698, als französische Truppen die Feste einnahmen, dann erneut durch die Wut kurkölnischer Truppen und 1785 wieder durch einen großen Brand, der bis auf Bergfried und Kapelle alles vernichtete. Nur notdürftig wurde der Wohnbereich erneuert und 1805 von der napoleonischen Besatzung als enteigneter Feudalbesitz an Oberförster Wenceslaus Schurp, Sohn des früheren Verwalters, verkauft. Es war wohl kein sonderlich prächtiger Anblick mehr, den die Ruine bot, als im Jahre 1832 der Bonner Universitätsprofessor und spätere preußische Kulturminister Moritz August von Bethmann-Hollweg Gefallen an der Burg fand und sie für 20.000 Taler von Witwe und Erben Schurps erwarb.

Der kunstsinnige Professor ließ sie durch den bekannten Koblenzer Baumeister Johann Claudius von Lassaulx in der Form des frühen Mittelalters wieder neu erstehen. Fresken von Edward von Steinle schmücken seit dieser Zeit die nachgebildete Kapelle. Von Lassaulx erbaute auch 1847 die zwischen Friedhof und Burg liegende Gruft der Familie Bethmann-Hollweg.

1975 erwarb der "Burgenkönig" Herbert Hillebrand die Burg für seine Tochter Nathalie. Er ließ sie nochmals mit Millionenaufwand ausbauen, die Innenräume mit für die Burg untypischen italienischen Marmor verkleiden. Zuvor jedoch wurde "Rheineck" als Museum genutzt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es gab tägliche Führungen, eine Turmbesteigung war jederzeit möglich. Ein Bergrestaurant neben der Burg, gebaut als runder Flachbau im Stil der 1960 Jahre, lud zum Verweilen ein. Zur Burg führten drei Wege: die ausgebaute Auffahrt, ein schmaler Fußweg durch den Wald am Judenfriedhof und der Familiengruft der Bethmann-Hollwegs vorbei und eine Sesselbahn, die ihren Ausgangspunkt an der Hauptstraße im Ort Rheineck hatte.

Als Herbert Hillebrand die Burg in Besitz nahm, wurde sie als Schulungszentrum für angehende Führungskräfte aus der Wirtschaft genutzt. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1989 verspekulierte sich Hillebrand und musste die Burg verkaufen. Neuer Besitzer wurde 1999 Kai Krause, der sie unter hohem Kostenaufwand nach alten Plänen restaurieren und zur "Byteburg" ausbauen lässt, ohne dabei die historische Substanz zu zerstören.

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Mediografie

Weblinks

 
 
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