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Albert Federle

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Der Pädagoge und Heimatforscher Oberstudienrat Dr. Albert Federle (* 16. November 1880 in Kleve, † 15. April 1948) war erster Herausgeber des Heimatjahrbuches des Kreises Ahrweiler und erster Kreisarchivar. Daneben betreute Federle das historische Archiv der Stadt Ahrweiler und wurde zum Stadtarchivar ernannt.


Albert Federle
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Vita

Albert Federle wurde am 16. November 1880 in Kleve geboren. Nach seinem Staatsexamen im Jahr 1905 erhielt er die Lehrbefähigung für die Fächer Latein, Griechisch und Geschichte. Am 12. April 1910 begann er seine Arbeit als Oberlehrer am Progymnasium Ahrweiler-Neuenahr. 1942 wurde er zum Oberstudienrat ernannt und leitete in den letzten Kriegsjahren die Schule. Neben seiner pädagogischen Arbeit galt seine Liebe heimatpflegerischen Aufgaben.

So war er der erste Kreisarchivar und betreute auch als Stadtarchivar das historische Archiv der Stadt Ahrweiler. Am 15. April 1948 starb Federle. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung wurde er auf dem Alten Friedhof "Am Ahrtor" Ahrweiler beigesetzt. Die Stadt ehrte den Pädagogen, Heimatforscher und Kreisarchivar, indem sie die Albert-Federle-Straße in Ahrweiler nach im benannte.[1]

Paul Krahforst schreibt im Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1993:

Federle ... erhielt nach dem Staatsexamen in Jahre 1905 die Lehrbefähigung für die Fächer Latein. Griechisch und Geschichte. Am 12. April 1910 wurde er am „Progymnasium Ahrweiler-Neuenahr" durch den Direktor Professor Dr. Leyhausen in die vakant gewordene Stelle des verstorbenen Oberlehrers Professor Münster eingeführt. Am 27. November 1942 wurde er zum Oberstudienrat ernannt. In den letzten Kriegsjahren leitete er die Schule, nachdem der am 28. Juli 1944 verstorbene Oberstudiendirektor Dr. Flam zuvor über längere Zeit schwer erkrankt war. Lange Jahrzehnte hat er seine Schüler erfolgreich unterrichtet und viele von ihnen zum Abitur geführt. Er war unter anderem sehr beliebt wegen seiner Gutmütigkeit, aber auch wegen seiner anschaulichen Erzählungen und Berichte, die sich nicht nur auf den durch die Lehrpläne vorgegebenen Unterrichtsstoff erstreckten. Er verstand es ausgezeichnet, die oft trockenen Lehrinhalte in humorvoller, spannender Weise so aufzulockern, daß er den Spruch auf dem Portal der alten Schule lebendig werden ließ: „Non scholae sed vitae discimus" (Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir).[2]

Als Kreisarchivar versuchte Federle, Ordnung in die Papiere und Urkunden des Kreisarchivs zu bringen. Zur Erinnerung an die Jahrtausendfeier der Rheinlande erschien im Jahr 1926 der Jubiläums-Heimat-Kalender des Kreises Ahrweiler. Von 1926 bis 1941 veröffentlichte Federle darin 21 Beiträge zur Heimatgeschichte. Erst im Jahr 1938 bekam Federle für seine alten Akten unter dem Sitzungssaal des Landratsamtes Räumlichkeiten, die als Archivräume eingerichtet wurden. Der Kreisarchivar selbst hat im Heimatjahrbuch 1939 eingehend beschrieben, wie dieses Archiv aufgebaut und geordnet wurde.

Veröffentlichungen

Liste der Beiträge von Albert Federle im Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler

Siehe auch

Mediografie

Paul Krahforst: Albert Federle - Pädagoge, Heimatforscher und erster Kreisarchivar, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1993

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 23. Dezember 2011
  2. Quelle: Paul Krahforst: Albert Federle - Pädagoge, Heimatforscher und erster Kreisarchivar, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1993