Dorfgemeinschaftshaus „Wendelinus“ Koisdorf

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Das Dorfgemeinschaftshaus „Wendelinus“ Koisdorf war von der Stadt Sinzig erworben und an den Trägerverein verpachtet worden, der dort die eingenommene Saalmiete von privaten Veranstaltungen halbjährlich an die Stadt abführt. Der ehemalige Gastraum wird zweimal wöchentlich von den Ehrenamtlichen bewirtschaftet. Kontinuierlich bewohnen das Dorfgemeinschaftshaus wechselnde Asylsuchende. In der Zeit der Flüchtlingswelle waren es mehr als 20 Personen, die dort unterkamen. Im Obergeschoss befindet sich das Heimatmuseum Koisdorf.[1]


Standort

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Träger

Trägerverein Dorfgemeinschaftshaus Wendelinus Koisdorf

Chronik

Das Gebäude wurde 1930 vom Gastwirt Johann Weiß (bekannt als „Weißer Schäng“) errichtet. Nach einer Sanierung durch örtliche Vereine im Jahr 1983 wurde es zunächst als Landgasthof mit großem Saal betrieben, bevor der Betrieb später eingestellt worden ist.

Die Initiative zur Rettung des Gebäudes als öffentlicher Dorfmittelpunkt ging vom damaligen Sinziger Bürgermeister Wolfgang Kroeger und seinem Büroleiter Willi Engel aus. Trotz anfänglicher politischer Widerstände im Stadtrat Sinzig – Kritiker monierten damals die Finanzierung einer „Kneipe“ durch Steuergelder – setzte sich das Konzept einer bürgerschaftlich getragenen Begegnungsstätte durch.

Trägerverein und Betrieb

Um den Erhalt und Betrieb dauerhaft zu sichern, wurde der Trägerverein Dorfgemeinschaftshaus Wendelinus Koisdorf gegründet.

Das Haus wird heute durch eine Kombination aus ehrenamtlichem Engagement und städtischer Unterstützung geführt:

  • Kneipenabende: An zwei Tagen pro Woche organisieren Koisdorfer Vereine den Schankbetrieb in Eigenregie.
  • Vermietung: Der große Saal wird für private Feiern und Versammlungen vermietet, um Erträge für den Unterhalt zu generieren.
  • Soziale Nutzung: Während der Flüchtlingskrise dienten die oberen Räumlichkeiten zeitweise als Unterkunft für Asylsuchende.

Bedeutung für die Infrastruktur

Das Dorfgemeinschaftshaus gilt heute (März 2026) als Musterbeispiel für bürgerschaftliches Engagement im Stadtgebiet von Sinzig. Laut Ortsvorsteher Karl-Heinz Arzdorf trägt das Haus zusammen mit der Kindertagesstätte „Wilde Hummeln“, dem Glasfaserausbau und der Mobilfunkversorgung maßgeblich zur Attraktivität von Koisdorf für junge Familien bei.[2]

Weitere Fotos

Fußnoten

  1. Quelle: Judith Schumacher: Heimatmuseum in Koisdorf soll bleiben – Geschichte statt Bleibe für Asylsuchende: Ortsbeirat beschließt einstimmig Antrag an die Stadt, in: Rhein-Zeitung vom 8. August 2020
  2. Quelle: Judith Schumacher: Trägerverein blickt zurück - Dorfgemeinschaftshaus Koisdorf ist Zentrum des Lebens, rhein-zeitung.de, 17. März 2026
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