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Michael Bell (Niederzissen)

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Der Motorrad-Rennfahrer Michael Bell († 24. Juli 1961) aus Niederzissen kam am 24. Juli 1961 bei einem Sturz mit seinem 250-Kubikzentimeter-Maschine im Streckenabschnitt Mahdental auf der Solitude-Rennstrecke bei Stuttgart im Alter von 32 Jahren ums Leben. Trotz sofortiger Hilfe durch den Rennarzt erlag er einem schweren Schädelbruch.


Sonstiges

Als Michael Bell in der Schule einmal vergessen hatte, seine Mütze abzunehmen, erinnerte ihn sein Lehrer mit der Frage, ob er denn Spatzen unter seiner Mütze verborgen habe. Das brachte Michael Bell den Spitznamen "Spatzenmichel" ein, der vielen Einheimischen noch heute ein Begriff ist.

Bis zu seinem Unfall absolvierte er eine erfolgreiche Karriere als Nachwuchsfahrer. Kurz vor dem Schicksalstag hatte er einen Vertrag als Profi-Fahrer für den Rennstall bei Kreidler abgeschlossen. Bereits als Nachwuchsfahrer ab Mitte der 1950er Jahre fuhr Bell Rennen auf bedeutenden deutschen Rennstrecken, auch in Ostdeutschland.

Die Rhein-Zeitung berichtete zum 50. Todestag von Michael Bell:

Der Motorradsport war Michael Bells große Leidenschaft. Sein damaliger Arbeitgeber, ein Bimsbetrieb bei Andernach, gewährte ihm eine großzügige Lohnvorschusszahlung, damit er sich ein Motorrad anschaffen konnte. Ältere Bewohner Niederzissens erinnern sich, wie er auf der Straße zwischen Niederzissen und Wehr, die damals noch nicht so stark befahren war, rasante Übungsfahrten zur Vorbereitung auf seine Rennen absolvierte. Um niemanden zu gefährden, sorgten seine Kameraden dafür, dass in dieser Zeit keine anderen Fahrer auf der Strecke unterwegs waren. In der Nähe seines Wohnhauses war ein Abhang, auf dem er Unfälle simulierte und das Abrollen und Auffangen übte. Doch dieses Training hat ihm bei seinem Unfall auf der Solitude schließlich auch nicht helfen können.[1]

Durch den frühen Tod des damals 32-Jährigen wurden seine vier Kinder – drei Söhne und eine Tochter – zu Halbwaisen. Die Großeltern kümmerten sich nach dem Tod um die Kinder.

Michael Bells Sohn Hubert Bell wohnt heute in Spessart (bei Kempenich). Er hat Fotos, die seinen Vater bei großen Rennen zeigen. So fuhr Bell im Jahr 1955 beim Bayerkreuz-Rennen auf der Nürburgring-Südschleife mit. Außerdem nahm er an Rennen auf dem Battenbergring in Hessen und auf der Autobahnspinne bei Dresden-Hellerau teil.

Fußnoten

  1. Quelle: Niederzissener Profi-Fahrer Bell kam 1961 ums Leben, rhein-zeitung.de vom 22. Juli 2011