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Rheinhotel Stein (Oberwinter)

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Das Gebäude des ehemaligen Rheinhotels im August 2014 während der Umbau- und Modernisierungsarbeiten.

Das im Jahr 1897 erbaute ehemalige Rheinhotel Stein an der Hauptstraße 116 in Oberwinter erfreute sich jahrzehntelang größter Beliebtheit und spielte in den Jahren, als der Rheintourismus florierte, eine große Rolle. So reisten dort früher Holländer in unzähligen Bussen an. Aber auch die Oberwinterer feierten dort Hochzeiten und bei vielen anderen Gelegenheit.[1]


Standort

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Chronik

Das Hotel wurde Ende des 19. Jahrhunderts in der Zeit des Historismus als Backsteinbau mit Mansard-Walmdach im Stil eines spätbarocken Palais mit Belvedere auf dem Dach gebaut. Ursprünglich wurde es als Ausstellungsgebäude für Kühlschränke gebaut; später wurde es Sitz des Winzervereins Oberwinter. 1914 wurde ein Hotelbetrieb angeschlossen. Das Hotel war 100 Jahre im Besitz der Familie Stein, die es bis 2014 bewohnte und dann verkaufte. Der Hotelbetrieb war bereits zehn Jahre zuvor eingestellt worden.

Das ehemalige Hotel solle umgebaut und einer neuen Nutzung zugeführt werden, berichtete general-anzeiger-bonn.de am 19. August 2014. Der Bonner Architekt Dominik Jörg - zu dieser Zeit 36 Jahre alt - und sein zu dieser Zeit 45-jähriger und als Mediziner arbeitender Bruder Joachim hätten das geschichtsträchtige Haus wenige Wochen zuvor von der Familie Stein gekauft. Noch im Jahr 2014, sobald die Baugenehmigung vorliegt, solle mit dem Umbau und der denkmalgerechten Sanierung des Gebäudes begonnen werden. In den Obergeschossen des Haupthauses seien vier großzügige Wohnungen vorgesehen. Mit Blick auf die frühere Nutzung durch den Winzerverein solle das Erdgeschoss als Vinothek mit angeschlossenem Feinkostladen genutzt werden. Zudem seien ein Hofladen sowie eine Wein- und Straußwirtschaft geplant. Im Seitenflügel werde möglicherweise eine Instrumentenbau-Werkstatt untergebracht. Der Garten könne für Feste genutzt werden, die größeren Räume böten sich als Tagungs- und Seminarräume an. Die neuen Besitzer wollten das Gebäude wieder zu einem Anziehungspunkt für den Rheintourismus machen.

Die denkmalgerechte Sanierung erwies sich als aufwendig. Denn jede bauliche Veränderung musste mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden. Die Abstimmungsprozesse kosteten viel Zeit. Auch dem Brandschutz musste ein besonderer Stellenwert beigemessen werden. So wurden nach und nach das Dach neu eingedeckt, neue Fenster und neue Gauben eingebaut sowie Zierelemente angebracht. Seit die Haustechnik im Zuge der Sanierung auf dem neuesten Stand gebracht worden war, liefert ein kleines Blockheizkraftwerk Energie für die rund 900 Quadratmeter großen Nutz- und Wohnflächen.

Dennoch war die Suche der neuen Eigentümer nach einem Betreiber für einen gastronomischen oder gar Beherbergungsbetrieb vergebens. Statt Gastronomie wurden in dem Gebäude deshalb Wohnungen und Büros untergebracht. Selbst eine von den Jörg-Brüdern in Erwägung gezogene Vinothek fand kein Interesse. Deshalb wurde ein neues Nutzungskonzept entwickelt. Die beiden oberen Etagen beherbergen nun sechs Wohnungen, die sehr rasch vermietet waren. Im Parterre eröffnete Architekt Jörg sein Planungsbüro eröffnet. Zwei weitere Büroflächen waren im Februar 2019 noch zu vergeben. Der Gitarrenbauer Tobias Ahlke zog 2015 mit seiner Werkstatt in den Südflügel des Gebäudes ein.

Nach 18 Jahren in Bad Neuenahr zog das Handelsunternehmen Hilger Trading GmbH im März 2019 in das ehemalige Hotelgebäude um.

Fußnoten