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Kreissparkasse Ahrweiler

St.-Hubertus-Kapelle Hannebach

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Kapelle Hannebach 02.jpg

Die St.-Hubertus-Kapelle in Hannebach stammt aus dem 16./17. Jahrhundert, schreibt Mechthild Stolpmann-Blum.[1] Bemerkenswert sei die im 1696 aus kräftigen Holzbalken gezimmerte Empore. Gegenüber dem Eingang befindet sich ein Hirschgeweih mit einem Kreuz als Hinweis auf St. Hubertus. Es stammt aus den 1930er Jahren. "Ludwig Bläser, der vor knapp 80 Jahren in Hannebach das Licht der Welt erblickt hat, erinnert sich noch an seinen aus Ostpreußen stammenden Lehrer Kolonko, der in den 1930er-Jahren als passionierter Jäger diese Trophäe gestiftet hatte", berichtete Hans-Josef Schneider in der Rhein-Zeitung vom 4. November 2010. Der frühbarocke Altar trägt das Bild des Schutzheiligen, der den Hirsch umarmt. Außerdem gibt es an der rechten Wand eine Holzplastik mit der seltenen Darstellung von St. Hubertus als Bischof. Daneben beherbergt die Kapelle eine Madonnen-Plastik aus Holz.


Standort

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Sonstiges

Seit Mai 1961 kümmert sich Ludwig Bläser, gelernter Stellmacher und späterer Landwirt, als Küster um die Kapelle im Spessarter Ortsteil Hannebach. Heutzutage wird in der Kapelle nur alle 14 Tage ein Gottesdienst gefeiert. Und auch zum Totengebet kommen die Hannebacher in die Kapelle. Jahr für Jahr vor der St. Hubertus-Kirmes im November bringen Hannebacher Frauen das Kapellen-Innere auf Vordermann.

Bereits 1851 baten die Einwohner das Bistum um einen Zuschuss zur Renovierung der Kapelle. Die beiden Glocken der Kapelle kehrten nach dem Zweiten Weltkrieg unbeschädigt zurück. Damit das Glockenseil nicht mehr über der Kommunionbank hängt, versetzten Ludwig Bläser und Peter Schneider den Glockenturm um einige Meter. Das dazu nötige Holz stahlen sie in der Besatzungszeit den Franzosen. Aus dem gleichen Holz zimmerten die beiden eine neue Außentür.[2]

1977 wurde der brüchige Innenputz aus Lehm und Stroh von den Wänden abgeschlagen. Und der durchgefaulte Holzboden wurde in Eigenleistung durch einen Basalt-Fußboden ersetzt. Der Altaraufbau wurde in seinen Urzustand versetzt. Zusätzlich ist ein kleiner Zelebrationsaltar errichtet worden. „Wir haben uns dabei für jenen Ausschnitt aus der ehemaligen Kommunionbank in Kempenich mit der Darstellung eines Hirsches entschieden“, berichtete Ludwig Bläser.

1991 erhielt die Kapelle einem neuen Außenputz, und ihre Fundamente wurden trockengelegt. Außerdem erhielt die Kapelle ein 12.000 Mark teures elektrisches Glockengeläut. Das Geld kam durch Sammlungen, Spenden und Zuschüsse herein. "Vor ein paar Jahren wurde der Holzwurm, der lediglich die aus Eichenholz bestehende und aus dem Jahr 1696 stammende Empore verschont hatte, mit Hilfe von Fachleuten für 12.000 Euro aus dem Gebäude verdammt", schreibt RZ-Reporter Schneider.

Weitere Bilder

Siehe auch

St. Hubertus

Fußnoten

  1. Mechthild Stolpmann-Blum: St. Hubertus im Kreis Ahrweiler, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1992
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 4. November 2010