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Weiße Mühle (Ahrweiler)

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Der Heimatforscher Jakob Rausch schrieb 1965 über die Weiße Mühle in Ahrweiler:

Die siebte herrschaftliche Mühle und die letzte innerhalb des Stadtbannes war die „Weiße Mühle" (heute Niederlage der Essener Bierbrauerei). Ihren Namen leitet diese Mühle von den „Weißen Mönchen" her, welche die Erbauer und bis 1803 Besitzer dieser Mühle waren. Die Steinfelder Prämonstratenser-Mönche besaßen bis zum 13. Jahrhundert einen Klosterhof in Girrenzheim am Fuße des Kalvarienberges. Nach der Stadtgründung zogen sie vor 1300 in die durch Mauern geschützte Stadt auf die Wehrscheid (Höttchen). Durch den großen Brand von Ahrweiler wurde das Klosterhaus ebenfalls ein Raub der Flammen. Der Graf von Steinkallenfels trat um 1700 den „Alten Bau" an die „Weißen Mönche" ab. Von seinen Bewohnern erhielt nun der „Alte Bau" den Namen der „Weiße Turm". So ist es leicht verständlich, daß die Steinfelder Mühle auch die „Weiße Mühle" genannt wurde. Durch die Säkularisation kam die Mühle im Jahre 1803 in französischen Staatsbesitz. In der Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Müllersfamilie Reinnert Besitzerin. Im Jahre 1885 wird Anton Reinnert noch als Teichmeister genannt. Nach dessen Tode erwirbt der Lindenmüller Matthias Josef Linden auch diese „Weiße Mühle". Er verpachtete sie kurzfristig an seinen Müllergesellen Adeneuer. Aber bald wird das Mühlrad stillgestellt, und die Lindenmühle übernimmt auch die Kundschaft der „Weißen Mühle". Nach dem ersten Weltkrieg erwirbt die Familie Niemann den Besitz. Die Wasserkraft treibt heute eine Turbine. Sie dient zur Eisbereitung. Auch ist in der ehemaligen „Weißen Mühle" eine Bierniederlage der Essener Aktienbrauerei.[1]


Siehe auch

Portal "Mühlen"
  1. Quelle: Jakob Rausch: Ahrweiler besaß zwölf Mühlen, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1965