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Čeněk Junek

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Gedenkstein zur Erinnerung an Čeněk Junek am Nürburgring

Der Tscheche Čeněk Junek (* 25. Mai 1894 in Čermná; † 15. Juli 1928 am Nürburgring) war der erste Rennfahrer, der auf dem Nürburgring tödlich verunglückte. Er kam mit seinem Bugatti im Bereich „Bergwerk“ von der Strecke ab und wurde gegen einen Felsen geschleudert, der seitdem „Junek-Felsen“ genannt wird. In einem Bericht von Bernd Schneider über den Großen Preis von Deutschland 1928 heißt es:

Eine halbe Stunde nach Juneks letzter Durchfahrt an Start und Ziel kommt die Durchsage im Lautsprecher: „Wagen Nummer 9 bei Kilometer 15,5 bei Breidscheid um 12.05 Uhr umgeschlagen, Fahrer leider tot, Beifahrer leicht verletzt.“

Die Lautsprecherdurchsage machte viele Zuschauer betroffen. Die Musik verstummte und die Fahnen gingen auf halbmast. Die Rennfahrer Urban-Emmrich und Dr. Bittmann gaben das Rennen, nachdem sie an den Boxen von Juneks Unfalltod erfahren hatten, auf. Elisabeth Junek, die ebenfalls rennfahrende Ehefrau von Čeněk Junek, musste die Heimfahrt ohne ihren Mann antreten. Sie hielt auf der Rheinbrücke in Koblenz ihren Wagen an und warf ein Armband, das sie ihrem Mann in der Kapelle von Breidscheid abgestreift hatte, in den Rhein. Erst nachdem sie das Rentenalter erreicht hatte, erhielt Elisabeth Junek die Genehmigung für eine Auslandsreise, die sie im Jahr 1964 an den Nürburgring führte. Sie legte am Gedenkstein ihres tödlich verunglückten Mannes Blumen nieder. Elisabeth Junek verstarb am 16. November 1994 im Alter von 93 Jahren.[1]

Mediografie

Bernd Schneider: Vor 85 Jahren: Wie der Junek-Fels in Adenau zu seinem Namen kam, in: Jahrbuch der Stadt Adenau 2013

Weblink

Wikipedia: Čeněk Junek

Fußnoten

  1. Quelle: Klaus Ridder: Motorsportjournalist Klaus Ridder zu Besuch bei Heimatforscher Werner Jüngling aus Barweiler – Wohlstand dank Nürburgring, blick-aktuell.de, 9. März 2017