1932

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1932 im Stil der Neuen Sachlichkeit erbaut: die Fabrikantenvilla an der Wilhelmstraße 29 in Ahrweiler.
Die Dorflinde in der Ortsmitte von Brenk wurde 1932 von Michael Schmitz gepflanzt.

Das Jahr 1932 im Kreis Ahrweiler ...


Ereignisse

Im Jahr 1932 kam es mehrfach zu Zusammenstößen mit Nationalsozialisten, auch mit Todesfolge. Tot blieb eins von drei Kindern, die in schnellem Tempo mit einem Leiterwagen in die Remagener Alte Straße fuhren. Außerdem erschoss sich ein Landarbeiter von Gut Rheineck wohl aufgrund von Liebeskummer. Zudem stürzte ein Lkw samt Anhänger am Unkelstein acht Meter tief auf die Bahngleise.[1]

In der Nacht zum 9. Oktober kam es in Lohrsdorf zu einer Massenschlägerei, die tödlich endete und über die diverse Zeitungen berichteten, etwa die deutsche Reichszeitung, das Bochumer Tagblatt, die Rheinisch-Bergische Zeitung und die Godesberger Volkszeitung. Den Berichten zufolge fuhr eine Gruppe Nationalsozialisten mit dem Rad nach einer Wahlveranstaltung in Remagen durch Lohrsdorf. Dabei passierten sie ein Privathaus, wo der Schützenkönig eine kleine Feier abhielt. Hierbei kam es zu einem Zusammenstoß mit Festteilnehmern, der in eine schwere Schlägerei ausartete. Zwei Lohrsdorfer, der 38-jährige Peter Wilhelms und der 25-jährige Mathias Felch, wurden ins Krankenhaus „Maria Stern“ Remagen gebracht – wo, wie es heißt, „Felch auf den Tod daniederliegt“. Die Schlägerei setzte sich bis etwa 100 Meter vor dem Ort fort, wo der 23-jährige Eduard Bonz so schwer verletzt wurde, dass er tot liegen blieb. Der Getötete ist der älteste Sohn einer Familie in Lohrsdorf, die 14 Kinder hat. Die Mordkommission von Koblenz erschien bald am Tatort und nahm in einer Wirtschaft am Bahnhof in Heimersheim 13 Sozialnationalisten fest. Die Festgenommenen wurden am Sonntagabend vorläufig wieder entlassen. Nach der Schlägerei mit Todesfolge in Lohrsdorf in der Nacht zum 9. Oktober 1932 griffen am gleichen Tag KPD-Mitglieder aus Denn (Eifel) einen Trupp uniformierter Nationalsozialisten aus Hohenleimbach an der Denner Mühle mit Mistgabeln und Stöcken an, schlugen einen davon krankenhausreif, da der Vater eines Kommunisten zuvor von jenen angegriffen wurde.[2]

In der Nacht auf den 9. Oktober 1932 umringten in Altenahr zwölf Nationalsozialisten zwei Polizeibeamte, die sich auf ihrem nächtlichen Rundgang befanden. Die Polizisten konnten sich erst befreien, als sie einen Nazi aus Altenahr erkannten und mit Namen anriefen. Einem der Polizisten wurde in derselben Nacht noch übel mitgespielt, als er die Einhaltung der Polizeistunde überprüfte. Im Hotel-Restaurant zur Post (Altenahr), wo 200 Nationalsozialisten feierten, wurde er überfallen und geschlagen.[3]

Weblink

Wikipedia: 1932

Fußnoten

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