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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Erdmute Wittmann

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Erdmute Wittmann (* 1946) war vom 1. Februar 1984 bis 2006 Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Remagen-Sinzig.


Vita

Die "Berufung" zur Pfarrerin war ihr nicht in die Wiege gelegt. „Ich komme aus einem kirchenfernen Elternhaus“, sagt Erdmute Wittman selbst einmal. Ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Erdmute Wittmann im heute polnischen Sorau in der Niederlausitz geboren. Ende 1946 - die kleine Erdmute war erst ein halbes Jahr alt - flüchtete die Familie und ließ sich in der Oberpfalz nieder. Dass Erdmute Wittmann Theologie studieren würde, wussten andere vor ihr: Sowohl die Nonnen des katholischen Privatgymnasiums, das sie besuchte, als auch ihre Religionslehrerin Liesel Bruckner - eine der ersten Pfarrerinnen Deutschlands. Als die Schülerin dann selbst den Wunsch verspürte, Theologin zu werden, stieß sie bei ihren Eltern auf Widerstand. Auch das war Grund für sie, zunächst eine Ausbildung als Sozialarbeiterin zu absolvieren - um anschließend doch noch ein Theologie-Studium "dranzuhängen". Mit dem Segen der Eltern, die zwischenzeitlich klein beigegeben hatten.

Es folgten turbulente Jahre: Sie begann ihr Vikariat in Erlangen, heiratete Ehemann Reinhard und folgte dem Lehrer nach Rheinland-Pfalz. Das Problem: "Einen Wechsel zwischen den Landeskirchen sieht man nicht so gerne", sagte Wittmann einmal. Die pfälzische Landeskirche nahm sie trotzdem auf, zur "Strafe" gab es noch ein zusätzliches halbes Jahr Vikariat. Ihre erste Stelle trat sie als Schulpfarrerin am Altsprachlichen Gymnasium in Kaiserslautern an. "Das war die härteste Zeit meines Lebens", erinnerte sich Wittmann. Aus dem Stegreif habe sie Oberstufenschüler unterrichten müssen.

Doch auch nach dem Umzug in den Ahrkreis - Ehemann Reinhard wurde 1977 ans spätere Peter-Joerres-Gymnasium Bad Neuenahr-Ahrweiler versetzt - blieb sie als Schulpfarrerin am Rhein-Gymnasium Sinzig dem Schuldienst treu. "Mein Traum war aber von Anfang an, Gemeindepfarrerin zu werden." Dies erfüllte sich im Jahre 1984, als das Sinziger Presbyterium sie zur Nachfolgerin von Pfarrer Paul Schnapp wählte.

Gleich zu Beginn ihrer "Amtszeit" initiierte die Pfarrerin, Mutter eines Sohnes und zweier Pflegetöchter, die beide ebenfalls Pastorin geworden sind, den Anbau der Jugendräume ans Gemeindehaus. Auch die ökumenischen Beziehungen, die von Anfang an zu den katholischen Gemeinden von Sinzig, Bad Bodendorf, Westum, Löhndorf und Franken bestanden, wurden im Laufe der Jahre weiter gefestigt.