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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Forschungsvorhaben „EnAHRgie“

Aus AW-Wiki
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Im Rahmen des Forschungsvorhabens „EnAHRgie“ der EA European Academy of Technology and Innovation Assessment GmbH soll die Umsetzbarkeit der von der Bundesregierung propagierten Energiewende am Beispiel des Kreises Ahrweiler untersucht werden. Anhand dieser Modellregion sollen Wege für eine nachhaltige Gestaltung der Landnutzung und Energieversorgung auf kommunaler Ebene aufgezeigt werden. Neben Wissenschaftlern arbeiten an dem Projekt Praxispartner aus der Region mit. Beteiligt sind Kreis und Kommunen, die lokale Wirtschaft, Verbände und Vereine, Banken und Energieversorger. Gemeinsam sollen sie, so der Auftrag, ein Konzept erarbeiten, ob und wie man auf kommunaler Ebene den Kreistagsbeschluss „100 Prozent erneuerbare Energien bis 2030“ effektiv umsetzen kann. Ein Ziel des Projektes ist es, die Ergebnisse so auszuarbeiten, dass diese auch in anderen Regionen Deutschlands zur Anwendung kommen können. Beispielhaft sollen die Erkenntnisse deshalb bereits während der Projektumsetzung in Ahrweiler auch in anderen ausgewählten Gegenden getestet werden, bevor sie dann in weiteren Regionen in ganz Deutschland genutzt werden können. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Projekt zum 1. März 2015 bewilligt.


Projektleiter

Dr. André Schaffrin (EA European Academy of Technology and Innovation Assessment GmbH)

Chronik

Die Laufzeit der Definitionsphase für das Projekt lief vom Mai 2013 bis Juli 2014. Das Projekt selbst begann im März 2015. Im Februar 2019 soll es auslaufen.

Wolfgang Schlagwein stieß im Sommer 2016 zum Mitarbeiterteam hinzu.

Für besonderes gesellschaftliches Engagement wurde das Projekt EnAHRgie für den europäischen Forschungspreis „European Foundations Award for Responsible Research & Innovation“ nominiert. Das berichtete die Rhein-Zeitung am 23. Januar 2017. EnAHRgie schaffte es bis in die Runde der 15 Finalisten. Insgesamt 211 internationale Forschungsprojekte bewarben sich um den Preis. Die Nominierung erfolgte unter anderem deshalb, weil in dem Projekt in besonderem Maße lokale Akteure mit eingebunden werden – in Form sogenannter Fokusgruppe, Runder Tische und Bevölkerungsumfragen. Nach mehreren Fokusgruppen und einem runden Tisch gab es außerdem ein Treffen mit den Wirtschaftsförderern der Region, um über den Ablauf der „Fallstudie Unternehmen“ abzustimmen, bei der Strategien zur Beteiligung der Unternehmen an der Umsetzung des Energiekonzeptes entwickelt werden sollen.

Im September 2017 stellte das Bundesforschungsprojekt „EnAHRgie“ seinen vorläufigen Abschlussbericht für den Kreis Ahrweiler vor: „Die Mitarbeiter sehen großes Potenzial für erneuerbare Energien und interkommunale Kooperationen“, berichtete der General-Anzeiger, aber auch Nachteile für den Tourismus. Zudem solle auch die Landesgartenschau 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler klimaneutral durchgeführt werden. „Die bisherigen Aktivitäten reichen bei weitem nicht aus, um das Ziel des Kreistags zu erreichen: Den Stromverbrauch im Kreis Ahrweiler bis 2030 bilanziell zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien zu decken“, Projektmitarbeiter Markus Voge von der Europäischen Akademie bei der Vorstellung des Berichts. Die Szenarien veranschaulichten, dass der verstärkte Einsatz von Windenergie es ermöglichen könnte, das ausgegebene Ziel zu erreichen: Den Strombedarf bis 2030 bilanziell zu 100 Prozent durch Erneuerbare Energien zu decken. Dafür seien kreisweit allerdings rund 55 Windräder mit jeweils drei Megawatt Leistung notwendig. Auch Kraft-Wärme-Kopplung, Photovoltaik und andere regenerative Technologien seien potenziell bedeutende Stromlieferanten, könnten den Energiebedarf des Kreises Ahrweiler jedoch alleine nicht vollständig decken. Selbst wenn sämtliche geeigneten Dächer mit Photovoltaik-Modulen ausgerüstet würden, könne ein Versorgungsgrad von 100 Prozent ohne den Ausbau von Windenergie nicht erreicht werden. Verhältnismäßig gering seien auch die Potenziale zur Energiegewinnung aus Biogas, Klärgas oder Wasser. Als möglichen Nachteil für den verstärkten Einsatz von Windenergie sehen die Forscher einen Wertverlust bei Immobilien von bis zu 17 Millionen Euro. Einbußen beim Tourismus könnten sich auf bis zu fünf Millionen Euro jährlich summieren.[1]

Siehe auch

Portal "Erneuerbare Energien"

Mediografie

Weblink

http://www.enahrgie.de

Fußnoten

  1. Quelle: Volker Jost: "EnAHRgie": Forschungsprojekt stellt Abschlussbericht für Ahrweiler vor, general-anzeiger-bonn.de vom 21. September 2017