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Integrierte Leitstelle Koblenz

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Die Integrierte Leitstelle Koblenz (ILts) im Gebäude der Berufsfeuerwehr Koblenz koordiniert sämtliche Einsätze im Rettungsdienst der Stadt Koblenz sowie des Landkreises Mayen-Koblenz, des Kreises Ahrweiler und des Kreises Cochem-Zell. Im Januar 2011 nimmt sie in den Räumen der Berufsfeuerwehr Koblenz ihre Arbeit auf. Bis dahin war die Leitstelle für den Rettungsdienst in Mayen untergebracht. Entsprechende Verträge unterzeichneten der Koblenzer Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig sowie die Landräte Dr. Alexander Saftig (Kreis Mayen-Koblenz), Manfred Schnur (Kreis Cochem-Zell) und Dr. Jürgen Pföhler (Kreis Ahrweiler) im Dezember 2010. Die Leitstelle bedient einen Alarmierungsraum von 2500 Quadratkilometern, in dem 509.500 Menschen leben. Mit der Leitstelle soll unter anderem die Alarmierung der Feuerwehren vereinfacht werden.[1]


Leitstelle.jpg

Notruf

Telefon 112

Sonstiges

Gemäß den Vorgaben des Rettungsdienstgesetzes sind in Rheinland-Pfalz insgesamt acht Integrierte Leitstellen für Rettungsdienst, die Allgemeine Hilfe sowie den Brand- und Katastrophenschutz einzurichten. In den Städten mit einer Berufsfeuerwehr wird die Integrierte Leistelle in der Trägerschaft der Stadt angesiedelt. Drei Leitstellen stehen in der Trägerschaft des DRK.

Die Integrierte Leitstelle Koblenz erfüllt die Aufgaben des Rettungsdienstes für

  • die Stadt Koblenz
  • den Landkreis Mayen-Koblenz
  • den Landkreis Ahrweiler
  • den Landkreis Cochem-Zell

sowie die Erstalarmierung der Freiwilligen Feuerwehren und Katastrophenschutzeinheiten der beteiligten Landkreise und die Einsatzleitstelle für den Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Koblenz. Das Versorgungsgebiet umfasst dann ca. 2500 Quadratkilometer mit ca. 515.000 Einwohnern.

Mit Schreiben vom 30. Juni 2009 hatte Staatsminister Karl Peter Bruch die Stadt Koblenz beauftragt, in Abstimmung mit der zuständigen Rettungsdienstbehörde bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, die Integrierte Leitstelle Koblenz umzusetzen. Im Nachgang zu dem Ministerschreiben haben alle Beteiligten, einschließlich das DRK als Träger des Rettungsdienstes gemeinsam die Planung aufgenommen. Zielsetzung war die Inbetriebnahme zum 1. Januar 2011.

Zeitplan

Der erste Bauabschnitt umfasste die bauliche Erweiterung des „alten“ Leitstellenraumes der Feuerwehr Koblenz. Dies umfasste auch die Installation umfangreicher Hard- und Software, die Anpassung der Kommunikationstechnik, die Optimierung der Klimatechnik und die Schaffung der notwendigen Infrastruktur. Die bauliche Anpassung der Sozialräume, Büros für Leitstellenleitung und Administration erfolgt ab Januar 2011. Seit Anfang Dezember 2010 laufen die Schulungen des Personals zur Bedienung des neuen Systems, bestehend aus Kommunikationstechnik und Einsatzleitrechner.

Ab Anfang Januar 2011 wird von der Testphase in den „Realbetrieb“ umgeschaltet. Das System kann nun unter reellen Einsatzbedingungen erprobt werden. Unter der Voraussetzung, dass alle Komponenten störungsfrei laufen, kann in der zweiten Januarhälfte die vollständige Inbetriebnahme der Integrierten Leitstelle Koblenz erfolgen. Die bisherige Feuerwehrleitstelle Koblenz und Rettungsleitstelle Mayen stellen den eigenständigen Betrieb ein.

Einsatzzahlen

  • Disposition aller Rettungsdiensteinsätze und Krankentransporte, ca. 99.000 Einsätze bei steigender Tendenz
  • Feuerwehreinsätze (für die Kreise überwiegend als Erstalarmierung), ca. 5500 Einsätze bei leicht steigender Tendenz
  • Disposition ärztlicher Bereitschaftsdienst 20.000 Einsätze, voraussichtlich steigende Tendenz
  • Sonstige Hilfeersuchen die einer Vermittlung oder Beratung bedürfen

Somit ergeben sich zusammenfassend ca. 125.000 Einsatzabwicklungen im Jahr.

Personalkonzept

Im Hinblick auf die Organisation der Integrierten Leitstelle Koblenz hat sich eine Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Koblenz und den beteiligten Gliederungen des Deutschen Roten Kreuzes entwickelt. Es wurde gemeinsam ein Personalkonzept entwickelt, das auch die Zustimmung der Fachabteilung des Innenministeriums fand und die Bedürfnisse und die Kompetenz des jeweiligen Einsatzbereiches abbildet. Die Leitung der Leitstelle liegt bei dem Leiter der Feuerwehr Koblenz. Je ein Sachgebietsleiter der Feuerwehr und des DRK zeichnen sich verantwortlich für den Dienstbetrieb der Leitstelle, die Technik und die Alarm- und Einsatzplanung. Ein Systemaministrahtor und 24 Disponenten komplettieren das Leitstellenteam.

Leitstellentechnik

Die Leitstellentechnik umfasst im Wesentlichen die nachfolgend aufgeführten Komponenten:

  • acht Einsatzleitplätze (in Spitzenzeiten sind sieben Plätze belegt)
  • fünf Ausnahmeabfrageplätze für die Abwicklung von Großschadenlagen
  • Kommunikationstechnik mit 17 Notrufleitungen, Direktverbindungen zur Polizei und den angrenzenden Integrierten Leitstellen, mit neun analogen Funkverkehrskreisen (Umstellung Ende 2011) und sieben digitalen Funkverkehrskreisen
  • Einsatzleitrechner zur Einsatzabwicklung
  • Anbindung der Feuerwehreinsatzzentralen der Verbandsgemeinden an die ILst
  • Technik zur Unterstützung der Einsatzbearbeitung

Kosten

Mit der Einrichtung der Integrierten Leitstelle Koblenz erfolgt auch die funktechnische Anbindung der Kreise, die Ertüchtigung zur Einführung des Digitalfunkes und die Umstellung auf eine landeseinheitliche Einsatzleitsoftware. Die hierfür aufzuwendenden Mittel liegen bei ca. 1,8 Millionen Euro. Hinzu kommen etwa 365.000 Euro für Umbaumaßnahmen und zur Erfüllung der sicherheitsrelevanten technischen Ausstattung.

Chronik

Die Integrierte Leitstelle löste im Jahr 2013 962 Alarme für die Feuerwehren im Kreis Ahrweiler aus. Diese Zahl nannte Kreisfeuerwehrinspekteur Udo Schumacher beim Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr Bad Neuenahr-Ahrweiler im Juni 2014.[2]

Siehe auch

Portal "Notfälle & Notrufe"

Mediografie

Fußnoten

  1. Quelle: Vertragsunterzeichnung zum Betrieb der Integrierten Leitstelle Koblenz, hofmanngoettig.de vom 21. Dezember 1010
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 30. Juni 2014