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St. Johannes-Kapelle Schalkenbach

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Die St. Johannes-Kapelle Schalkenbach stammt aus dem Jahr 1748.


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Standort

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Sonstiges

In Schalkenbach habe wahrscheinlich bereits 1603 eine Kapelle existiert, die 1720 renoviert und 1748 durch den heute noch stehenden Bruchsteinbau ersetzt wurde. Das schreibt der Heimatforscher Rudolf Leisen in seiner Chronik der Gemeinden Schalkenbach, Dedenbach und Oberdürenbach. Die knapp elf Meter lange und rund fünf Meter breite Kapelle ist Eigentum der Gemeinde Schalkenbach. Das Patronatsfest wird jährlich am Fest der Enthauptung Johannes des Täufers (am letzten Sonntag im August) gefeiert. Der barocke Altaraufsatz aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts war ein Geschenk des Klosters Calvarienberg in Ahrweiler. Durch Wurmfraß war er jedoch stark geschädigt, so dass er durch einen Steinaltar ersetzt worden ist. Die aus dem 18. Jahrhundert stammenden Holzbänke wurden ebenfalls ersetzt.[1]

Zum Inventar der Kapelle gehört auch ein 21 Zentimeter hoher messingvergoldeter Kelch, der am Fußrand die Inschrift „Schalkenbach und Vingst 1785“ trägt. Außer einer Glocke aus dem Jahr 1603 gab es eine zweite von 1723, die aber wurde 1917 eingeschmolzen. Die Patres der Benediktinerabtei Maria Laach stifteten im Jahr 1920 eine neue Glocke.

Im Laufe der Zeit wurde das Gotteshaus mehrfach innen und außen renoviert – beispielsweise im Jahr 1922, als Max von der Leyen und Emmy von der Leyen (Waldgut Schirmau) nahezu die gesamten Kosten von mehr als 70.000 Reichsmark übernahmen. Im Jahr 1958 wurden Dachstuhl und Glockenturm erneuert, das Dach ist mit Schiefer neu eingedeckt worden. Ende der 50er-Jahre engagierte sich der Junggesellenverein Schalkenbach-Vinxt bei der Trockenlegung der Grundmauern, 1976/77 sorgte er für einen neuen Außenanstrich.

Im Sommer 1998 wurde die Kapelle mit einem Kostenaufwand von knapp 200.000 Mark grundsaniert. Das Land übernahm dabei fast die Hälfte der Kosten. Gottesdienste wurden während dieser Zeit in der Jägersberghalle Schalkenbach gefeiert. Eine Spende machte es möglich, dass zwei neue Glocken gegossen und während der Kirmes am 31. August 1998 geweiht wurden. Margarete Schmitz hatte bis dahin mehr als 40 Jahre lang täglich zweimal geläutet. Sie hatte ihren Vater Heinrich beerbt, der diesen Dienst zuvor 30 Jahre lang verrichtet hatte. Die älteste Glocke fand einen Ehrenplatz im Innern der Kapelle, die zweite wurde verschenkt.

Weitere Bilder

Siehe auch

St. Johannes der Täufer

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 1. April 2011