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Weingut Deutzerhof

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Das Weingut Deutzerhof in Mayschoß betreibt bereits seit 1574 Weinbau. Heute bewirtschaftet das Gut neun Hektar Rebfläche in Altenahr und Mayschoß. In den Steillagen arbeitet das Gut auch mit sehr alten Rebstöcken. Ein Teil der Riesling-Reben ist älter als 50 Jahre, viele Portugieser-Rebstöcke sind über 70 Jahre alt. Üblicherweise werden Reben nach 30 bis 35 Jahren erneuert, weil die Ertragsmenge dann deutlich nachlässt; die Mostqualität nimmt jedoch zu. Im Deutzerhof werden jährlich etwa 60.000 Flaschen Wein gefüllt, die in die Niederlande, nach Belgien, Dänemark und Japan versandt, zum größten Teil aber in Deutschland verkauft werden. Das Weingut, das regelmäßig Weinproben und exklusive Diners mit Hans Stefan Steinheuer anbietet, gilt heute als eines der 100 besten Weingüter Deutschlands.


Der im Mai 2010 verstorbene ehemalige Seniorchef Alfred Cossmann.
Hans-Jörg Lüchau (von links), Dorothee Hehle und Alexander Merck bei der ProWein 2011 in Düsseldorf

Anschrift

Deutzerwiese 2

53508 Mayschoß

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Kontakt

Leitung

Inhaberin: Hella Hehle, geb. Cossmann

Betriebsleiter und Kellermeister: Hans-Jörg Lüchau

Chronik

Im Jahr 1977 heiratete der Steuerberater Wolfgang Hehle (†) Hella Cossmann, die Tochter des Hauses, und fand Gefallen an der Arbeit in Weinberg und Keller. Nachdem er bei seinem Schwiegervater Alfred Cossmann in die Lehre gegangen war, wurde das Weingut vergrößert. 1980 entstand auf der Deutzerwiese das neue Gut.

Die Rhein-Zeitung berichtete am 15. März 2013 in ihrem Nachruf auf Wolfgang Hehle:

Innerhalb weniger Jahre änderte Wolfgang Hehle den Ausbaustil der Weine komplett. Naturverbundenheit im Weinberg war ihm wichtig. Die flacheren Weinberge werden seit Jahren ökologisch bearbeitet. Nur eine begrenzte Anzahl an Trauben darf am Stock wachsen. Nach einer schonenden, kontrollierten Gärung mit natürlichen Hefen müssen die kräftigen Rotweine noch mindestens neun Monate im Keller reifen. Die Weine werden größtenteils trocken ausgebaut. Die Rotweine sind fruchtig und gerbstoffbetont – mit einem hohen Alterungspotenzial.

Das Weingut Deutzerhof produziert Riesling aus wurzelechten Rebstöcken, die aus den 1950er-Jahren stammen und die von der Reblaus verschont blieben. „Die wurzelechten Reben sorgen für Weine, die ein bisschen filigraner und fruchtiger sind“, sagte Kellermeister Hans-Jörg Lüchau der Rhein-Zeitung. Außerdem setze das Weingut Deutzerhof auf Spontanvergärung, arbeite ausschließlich mit natürlichen Hefen, die von den Weinbergen mit der Traubenhaut in die Verarbeitung kommen. „Das macht den Wein sehr authentisch. Die Weine schmecken nicht uniformiert“, so Lüchau. Natürliche Hefen seien aber „weniger berechenbar und brauchen optimale Bedingungen bei der Gärung.“[1]

Auszeichnungen

Ab ca. 1990 erhielt das Weingut zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen. Das Magazin Der Feinschmecker führt den Deutzerhof im Buch Die besten Winzer & Weine 2013 auf, und die Redaktion des Gault-Millau WeinGuide zählte den Hefebrand vom Deutzerhof in der Kategorie „Winzerbrand des Jahres Hefe“ mit 92 Punkten zum besten deutschen Weinhefebrand des Jahres 2013. Im Juni 2012 erhielt der vom Deutzerhof stammende 2010er Caspar C. Spätburgunder den erstmals vergebenen Titel "Ahrwein des Jahres".

Siehe auch

Portal "Ahrwein"

Weinbergslagen

Video

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Beate Au: Der Riesling von der Ahr: filigran, fruchtig, mineralisch – Das Weingut Deutzerhof kann noch Riesling aus wurzelechten Rebstöcken produzieren, in: Rhein-Zeitung vom 15. April 2017