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Bahnhof Remagen

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Der Bahnhof Remagen ist der verkehrsmäßig wichtigste Bahnhof im Kreis Ahrweiler, weil die Ahrtalbahn dort in die linke Rheinstrecke einmündet. Der Bahnbetrieb zwischen Köln und Remagen wurde im Januar 1858 aufgenommen. Das klassizistische Stationsgebäudewurde ist in den Jahren 1859/60 erbaut und im Jahr 1885 um eine gusseiserne Vorhalle ergänzt worden, die vom Bonner Bahnhof ab- und in Remagen wieder aufgebaut wurde. Zum 125-jährigen Jubiläum im Jahr 1985 wurde das unter Denkmalschutz stehende Gebäude von der Deutschen Bahn renoviert. Im Oktober 2002 wurde in den Räumen der ehemaligen Bahnhofsgaststätte im Südflügel des Gebäudes der Jugendbahnhof Remagen eröffnet.


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Im Südflügel des Gebäudes ist der Jugendbahnhof Remagen untergebracht.
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Anschrift und Lage

Maisons-Laffitte-Platz 2

53424 Remagen

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Chronik

In den Gründerjahren der Bahn hatte sich Sinzig vergeblich darum bemüht, dass die Ahrtalbahn nicht in Remagen, sondern in Sinzig auf die linke Rheinstrecke trifft.

Architektur

Matthias Röcke schreibt zum 1860 erbauten Empfangsgebäude des Remagener Bahnhofs:

Es ist wie der von Rolandseck vom Klassizismus geprägt. Allerdings ist dieser Baustil, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts eigentlich schon im Abklingen, beim Remagener Bahnhof verwässert. Das ursprüngliche (heute das mittlere) Gebäude mit dem leicht hervorspringenden Portal, der typischen Giebelform des Daches, dem Fries und der Symmetrie in der Aufteilung (drei Achsen) entsprechen durchaus noch dem Ideal des an klassischen griechischen und römischen Formen orientierten Baustils. Auch der Anbau nach Norden dürfte den alten Maßen noch entsprechen, zwei große Um- und Anbauphasen veränderten dann aber das Bild des Bahnhofs nachhaltig. Nach Norden schmückte das Gebäude ursprünglich ein Erker, Spuren von ihm sind in der heutigen Gepäckaufbewahrung noch zu erkennen. In der ersten großen Umbauphase Ende der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde der südliche Anbau erweitert und störte die Symmetrie der ursprünglichen Anlage. Folgen des zweiten Weltkrieges galt es 1952 zu reparieren. Erst damals, so ist es Unterlagen des Katasteramtes Sinzig zu entnehmen, wurde der weit vorspringende Abschluss nach Süden (der heutigen Gaststätte) gebaut. Ob man den Eindruck einer zweiflügeligen Anlage schaffen wollte und dabei als zweiten Flügel das Portal ansah? Zusammen mit den zerklüfteten Anbauten zwischen den »Flügeln« macht dieser Teil des Bahnhofs einen unorganischen Eindruck.[1]

Zur Bahnseite hin ist die Fassade klarer gegliedert. Diese Westseite des Gebäudes lebt vor allem von der gußeisernen Vorhalle an Bahnsteig eins. Sie ist älter als das Bahnhofsgebäude und stammt vom alten Bonner Bahnhof. Die Halle steht auf eigenen »Beinen«, ist also nicht an der Wand des Bahnhofsgebäudes verankert. Früher gehörten eine 1970 abgerissene Pumpstation an der Strecke nach Norden und ein 1952 gesprengter Wasserturm, beide aus dem Jahre 1890, zum Bahnhof. Im Jahr 1981 wurde südlich des Bahnhofs ein neues Stellwerk in Betrieb genommen.

Zum Jubiläum anlässlich des 125-jährigen Bestehens im Jahr 1985 wurde der Bahnhof renoviert und kurz vorher auf Antrag der Bundesbahn unter Denkmalschutz gestellt. Bei der Farbgebung - sandsteinrot für Umrandungen und Zierelemente und gelb für die Flächen - half das Landesamt für Denkmalpflege.

Röcke schreibt weiter: "Der Bahnhof Remagen macht einen guten Eindruck, trotz der Umbauten, und ist heute ein positiver Akzent im Stadtbild Remagens. Dass der Bahnhof früher noch wichtiger war, zeigt auch die Existenz einer Drehscheibe. Einzelne Gleise davon sind im Süden des Bahnhofs noch zu erkennen."[2]

siehe auch

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Matthias Röcke: Bahnhöfe im Kreis Ahrweiler, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1987
  2. Quelle: Matthias Röcke: Bahnhöfe im Kreis Ahrweiler, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1987