AW-Wiki-Gezwitscher !

St. Martins-Fest Ahrweiler

Aus AW-Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Das St. Martins-Fest wird in Ahrweiler anders als in anderen rheinischen Orten gefeiert. Entsprechend der Zahl der vier Huten, also der Stadtteile, werden in Ahrweiler seit mindestens 1884 vier Bergfeuer gleichzeitig abgebrannt. Jede Hut strengt sich an, das größte Feuer und das originellste Fackelschaubild zu haben. Die männliche Jugend von Adenbachhut, Niederhut, Ahrhut und Oberhut wetteifert um den Silberteller für das schönste Feuer und den Kupferteller für das originellste und gelungenste Schaubild. Beim anschließenden Laternenumzug der Kinder werden diese Trophäen von den Siegern präsentiert. Der Martinsausschuss Ahrweiler organisiert die Veranstaltung.


Martinsabend 2010: Schaubild der Adenbachhut Ahrweiler.
Martinsabend 2010: Schaubild der Ahrhut Ahrweiler.
Martinsabend 2010: Schaubild der Niederhut Ahrweiler.
Martinsabend 2010: Schaubild der Oberhut Ahrweiler.

Inhaltsverzeichnis

Sonstiges

Diese vier Vereine beteiligen sich an dem Wettstreit:

Das Ahrweiler Martinsbrauchtum mit seinen vier Feuern und ebenso vielen konkurrierenden Schaubildern gilt im Rheinland als einmalig und zieht Besucher von nah und fern an. In Ahrweiler feiert man den Martinsabend jeweils an dem Samstag, der dem offiziellen Gedenktag 11. November am nächsten liegt.

Im Jahr 2009 legte der Martinsausschuss Ahrweiler als Organisator der Veranstaltung den folgenden Ablauf und die folgenden Regeln fest:

  • Das Läuten der Glocken der Katholischen Pfarrkirche "St. Laurentius" Ahrweiler um 17.30 Uhr ist für die Junggesellen der vier Ahrweiler Huten das Zeichen um Anzünden der Bergfeuer. Bis 17.45 Uhr sollen die Feuer mindestens zehn Minuten lang "ordentlich stehen".
  • Das Entzünden und die Entwicklung der Schaubilder und deren Bewertung schließt sich bis um 18 Uhr an. Auch hier gilt: Mindestens zehn Minuten lang sollte das Schaubild klar und deutlich zu erkennen sein. Die Bekanntgabe der Prämierungen für die besten Bergfeuer und die schönsten Schaubilder erfolgt gegen 19.30 Uhr auf dem Marktplatz Ahrweiler.
  • Der Einsatz von Brandbeschleunigern ist verboten und führt zur Disqualifikation. Ebenso wurde vereinbart, dass eine Hut nicht gleichzeitig das Feuer und das Schaubild gewinnen kann.
  • Nach dem Abbrennen der Feuer und Schaubilder zieht der Kinderfackelzug ab 18.30 Uhr durch die Straßen von Ahrweiler Straßen. Der Zug stelle sich auf dem Schulhof der Aloisius-Grundschule Ahrweiler und endet in der Niederhutstraße; die Wecken werden von der Freiwilligen Feuerwehr Ahrweiler in Höhe des Alten Rathauses verteilt.

Sobald die Glocken der Katholischen Pfarrkirche "St. Laurentius" Ahrweiler das Signal zum Anzünden ihrer Feuer gegeben haben, heißt es für die Junggesellen, zügig die mehrere Hundert Fackeln anzuzünden, die auf ein Gestell aus Dachlatten gesteckt wurden und beim Abbrennen das flammende Schaubild weithin sichtbar machen. Häufig erinnern die Junggesellen mit ihren Darstellungen an Jubiläen oder Ereignisse aus dem Stadtgeschehen des jeweils zurückliegenden Jahres.

Auf der Ahrtor-Brücke haben sich dann mehrere Hundert Zuschauer versammelt, auf dem Kanonenturm die Juroren, die Feuer und Schaubilder bewerten. Mindestens zehn Minuten soll die Feuersäule gerade und gleichmäßig brennen, ohne schwarze Löcher und ohne Einsatz von Brandbeschleunigern.

Anschließend ziehen die Kinder, angeführt von St. Martin und begleitet von Musikkapellen, mit ihren Laternen durch die Stadt. Diese Laternen haben sie in den Wochen zuvor in der Aloisius-Grundschule Ahrweiler gebastelt. Seit der Heimatverein "Alt-Ahrweiler" e.V. ca. 2004 die Tradition der „Knolleköpp“ wiederbelebt hat, sind die aus Futterrüben geschnitzten Laternen wieder in großer Zahl zu sehen.

Die Veranstaltung wird aus den Einkünften aus der Martinsverlosung und Finanzspritzen des Heimatvereins finanziert. Außerdem schreibt der Martinsausschuss Ahrweiler Bettelbriefe - insbesondere an die Ahrweiler Gastronomen und Hoteliers, die von dem Umzug profitieren, seit er sich zu einer touristischen Attraktion entwickelt hat.

Preisträger

2010:


2011:

Video

Mediografie

Link

Schaubilder Archiv

 
 
Sponsor