Steinhauerverein Weibern

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Der 1994 gegründete Steinhauerverein Weibern 1994 e.V. engagiert sich für Erhalt und Pflege der Steinhauer-Tradition in Weibern. Zu seinen Mitgliedern gehören auch aktive und ehemalige Steinmetze.


Das Steinsägehaus in Weibern wurde etwa 1950 für den Säge- und Schleifbetrieb der Firma Neis errichtet.
Das Steinsägehaus in Weibern wurde etwa 1950 für den Säge- und Schleifbetrieb der Firma Neis errichtet.
Der Steinhauerverein Weibern bietet regelmäßig Schnupperkurse für Kinder an.
Der Steinhauerverein Weibern bietet regelmäßig Schnupperkurse für Kinder an.
Ab Beginn der 1950er Jahre wurden in den Weiberner Tuff-Brüchen rasch auf- und abbaubare Derrickkräne wie dieser verwendet. Sie ersetzten die zuvor verwendeten von Hand oder Motor gezogenen Kran-Winden. Herausgebrochene Quader wurden mit diesen Kränen aus der Grube zum Abtransport auf Fahrzeuge gehievt.
Ab Beginn der 1950er Jahre wurden in den Weiberner Tuff-Brüchen rasch auf- und abbaubare Derrickkräne wie dieser verwendet. Sie ersetzten die zuvor verwendeten von Hand oder Motor gezogenen Kran-Winden. Herausgebrochene Quader wurden mit diesen Kränen aus der Grube zum Abtransport auf Fahrzeuge gehievt.

Inhaltsverzeichnis

Mitgliederzahl

  • bei der Gründung 1994: 28
  • Januar 2004: mehr als 80
  • Dezember 2004: 90 Mitglieder - aus Weibern, aber auch aus Duisburg, Hamburg und den Niederlanden
  • April 2009: 115

Vorstand

Ein vierköpfiges Präsidium, bestehend aus Johannes Montermann, Helmut Reuter, Georg Müller und Klaus Hilger, bildet den Vorstand.

Kontakt

E-Mail SteinhauervereinWeibern@gmx.de

Gründung und Entwicklung

Die Vereinsgründung war Ergebnis einer Problemlösung. Anlässlich der 900-Jahr-Feier der Nachbargemeinde Kempenich im Jahr 1993 wurde überlegt, wie die Traditionen Weiberns auf einem Festwagen treffend dargestellt werden können. So versammelten sich junge und alte, aktive und inaktive Steinmetze und bauten gemeinsam einen Festwagen, der an die lange Tradition der Tuffstein-Bearbeitung in Weibern erinnern sollte.

Das Projekt fand Anklang, und rasch wurde die Idee geboren, einen Verein zu gründen. Am 25. Februar 1994 fanden sich deshalb 24 Weiberner zusammen und gründeten den Steinhauerverein, um damit die alte Tradition und das alte Wissen über den rund um den Ort betriebenen Abbau sowie die Verarbeitung des Tuffsteins nicht verloren gehen zu lassen. Das Augenmerk lag dabei besonderes auf der Renovierung alter Fassaden, doch auch neue sollten in Tuff gestaltet werden.

1995 besuchten Vereinsmitglieder Handwerkermärkte in Acht, Adenau, Weibern, Koblenz, Münstermaifeld und Königsfeld. Die Marktbesucher wurden dort über das Steinmetzhandwerk, den Tuffstein und über den Ort Weibern informiert. Hermann Hilger stellte 1995 den ersten Wegweiser aus Basalt auf dem Weg zum Stumpig Kreuz her. Seitdem folgten vier weitere von Hilger und fünf von Manfred Dahm.

1996 waren die Steinhauer beim Rheinland-Pfalz-Tag in Andernach dabei. Ein Jahr später erstellte man das 21-teilige Maßwerkfenster im Steinmetzbahnhof. 1998 wurde mit dem Bau von Ruhebänken begonnen. Die Materialien wurden von Vereinen oder Privatpersonen gespendet, die Steinmetzarbeiten und das Aufstellen übernahm der Steinhauerverein. Sieben solcher Bänke gibt es schon im Dorf und an den Wanderwegen.

Mit der Neuauflage der Barbara-Kirmes Weibern wurde im Jahr 1997 eine alte Steinmetz-Tradition wiederbelebt.

Seit 1998 werden Schnupperkurse für Hobby-Steinmetze und Hobbykünstler angeboten. Die Teilnehmer kommen aus der nahen Umgebung, aber auch von weit her. Manche nehmen Anfahrten von bis zu 300 Kilometern in Kauf. 1999 wurde Ernst gemacht mit den Plänen zum Bau einer eigenen Werkstatt. Auf dem ehemaligen Gelände der Firma Neis entstanden Werkstatt und Museumsinsel. Aus eigener Kasse steckten die Steinhauer rund 11.000 Euro in die Anschaffung von Werkzeugen und Ausstattung. Manfred Dahm stellte sein detailgetreues Steinbruchmodell für den Steinmetzbahnhof her. Im Jahr 2000 hat Hermann Hilger den alten Dorfbrunnen in der Bahnhofstraße restauriert und überarbeitet.

Zwei Jahre lang gab der Vereinen einen Kalender mit Fotos aus der Dorfarchitektur und dem kulturellen Leben von damals und heute heraus. Die Idee eines Weiberner Schaufensters wurde vom Steinhauerverein in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Brohltal und der Gemeinde Weibern umgesetzt. Es entstand ein Referenzobjekt mit Beispielen, wie man den Weiberner Tuff in der Architektur fachlich richtig einsetzt. Außerdem wurden die Steinmetzarbeiten für das Portal der Robert-Wolff-Halle hergestellt.

2003 folgte der Kletterfelsen auf dem Spielplatz. Dieses Projekt realisierte der Verein zusammen mit der Gemeinde. Anlässlich der 100-jährigen Bestehens des Schulgebäude richteten Manfred Nürenberg und Hermann Hilger einen Gedenkstein her. Gottfried Bouhs, mit 81 Jahren ältester aktiver Steinmetz, gestaltete einen prächtigen Weihwasserstein, der nun den Innenraum der Pfarrkirche ziert.

Im Rahmen der Dorferneuerung in Weibern wurde der Steinmetzbahnhof ausgestaltet, das aufwendige Eingangsportal an der Robert-Wolff-Sporthalle zeigt höchste Steinmetzkunst, Wanderwege im Rahmen des Vulkanparkes Brohltal-Laacher See wurden mit steinernen Wegweisern versehen, das ehemalige Sägehaus Neis hergerichtet, Schnupperkurse durchgeführt und, und, und ...

Sonstiges

Im Jahr 2008 richteten sich die Steinhauer eine Schmiede ein, deren Interieur aus dem Nachlass von Ludwig Groß stammt. In der Schmiede werden u.a. Steinmetz-Werkzeuge hergestellt.

Weitere Bilder

siehe auch

Tuffsteinzentrum Weibern

Weblink

http://www.steinhauervereinweibern.de

 
 
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