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Friedsam & Gemein GmbH

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Die Friedsam & Gemein GmbH war eine Werbeagentur mit den Geschäftsführern Franz-Josef Gemein und Reiner Friedsam an der Koblenzer Straße 2 in Sinzig. Seit Ende 2013 firmiert die Agentur wieder unter dem Alleininhaber Reiner Friedsam und dem Namen FRIEDSAM. Werbeagentur.


Sonstiges

Vor der nordrhein-westfälischen Landtagswahl am 13. Mai 2012 eckte die junge Agentur mit einer „Stinktier-Kampagne“ gegen Hannelore Kraft (SPD) an: Auf Facebook hatte die Agentur Grafiken veröffentlicht, die die NRW-Ministerpräsidentin mit offener Schädeldecke zeigen, aus der Luftblasen aufsteigen. Außerdem zeigte die Agentur dort der Spruch „Ohne Köpfchen bleibt nur Kraft“ und ein Stinktier in Abwehrhaltung gegen die rot-grüne Landesregierung mit dem Untertitel „AbwehrKraft“ sowie ein Kreuzchen beim CDU-Spitzenkandidaten Norbert Röttgen.

Im Internet gab es eine Welle der Empörung – unter anderem im Journalisten-Blog „Ruhrbarone“ (http://www.ruhrbarone.de). Und die CDU in Nordrhein-Westfalen erklärte über ihre Pressesprecherin Julika Lendvai: „Weder die CDU Nordrhein-Westfalen, die Junge Union noch Norbert Röttgen haben damit etwas zu tun. Die NRW-CDU distanziert sich ausdrücklich von dieser Kampagne.“ Die Aktion sei „so niveaulos, dass sie der CDU nur schade, weil sie den Anschein erweckt, die NRW-CDU hätte etwas damit zu tun“, berichtete die Rhein-Zeitung (RZ) am 7. April 2012. „Wir kennen diese Agentur nicht, haben denen auch noch nie einen Auftrag gegeben. Und wenn ich mir anschaue, was die fabriziert haben, können sie es sich auch künftig ersparen, uns anzusprechen“, so Lendvai.

Die Friedsam & Gemein GmbH wandelte die Kampagne daraufhin ab und nahm die umstrittenen Motive aus dem Internet. Franz-Josef Gemein, Co-Geschäftsführer der Sinziger Agentur, sagte der RZ: „Es war zwar vorauszusehen, dass die Kampagne von einem Haufen Andersdenkender attackiert würde. Im Grunde ist jedes Bild eine karikaturhafte Überzeichnung und eine Ausdrucksform der freien Meinungsäußerung – sie finden überall Karikaturen, die wesentlich drastischer sind.“ Der RZ-Autorin Judith Schumacher sagte er, das Stinktier sei doch „ganz possierlich, weder aggressiv noch böse und würde auch nicht mit Einzelpersonen gleichgesetzt.“ Demzufolge sei das Ansinnen der nordrhein-westfälischen CDU, rechtliche Schritte dagegen einleiten zu wollen, absurd. Gemein weiter: „Es gibt aber keinesfalls nur Kritik – wir haben zahlreiche E-Mails erhalten, die uns zum Weitermachen aufrufen – und zwar quer durch alle Ebenen.“

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