FacebookLogo.png   TwitterLogo.png   Wordpress-logo-notext-rgb.png

Heiligenhäuschen „Am Landgraben“ Löhndorf

Aus AW-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Heiligenhäuschen 2.jpg
Löhndorf - Heinz Grates (7).jpg
Heiligenhäuschen 1.jpg

Nach einer Restaurierung wurde das Heiligenhäuschen „Am Landgraben“ in Löhndorf im Mai 2015 mit einer von Pastor Hans-Joachim Rupp gehaltenen Maiandacht und unter musikalischer Begleitung des Kirchenchors "Cäcilia" der katholischen Pfarrgemeinde "St. Georg" Löhndorf wieder eingeweiht. Dabei wurde auch die restaurierte Madonnenfigur wieder in die Gebetsstätte eingesetzt. Das Heiligenhäuschen und die Anlage ringsum werden von Anliegern gepflegt. Stets brennen in dem kleinen Bauwerk Andachtskerzen von Gläubigen.[1]


Standort

Die Karte wird geladen …

Sonstiges

Zur Zeit der napoleonischen Kriege versteckte sich ein junger Mann aus Löhndorf, um nicht zum Kriegsdienst eingezogen zu werden, im Harterscheid und im Vehner Wald. Falls er überleben sollte, versprach er, würde er ein Heiligenhäuschen bauen. So entstand das Heiligenhäuschen um 1830 am damaligen Dorfrand von Löhndorf. Etwa zu dieser Zeit wurde an dem Heiligenhäuschen auch eine Esche gepflanzt, die, weil sie umzustürzen drohte, Anfang der 1960er-Jahre gefällt wurde. Während der Weltkriege fanden in dem Heiligenhäuschen fast täglich Rosenkranz-Andachten statt, bei denen für die Männer gebetet wurde, die im Krieg waren. Seit jeher wird an dem Heiligenhäuschen auch der Frohleichnamssegen gespendet.

In den 1980er-Jahren sollte das kleine Bauwerk abgerissen werden, um eine bessere Durchfahrt für die Straße Am Landgraben zu schaffen. Dank des Widerstands einiger Anlieger gegen den geplanten Abriss blieb das Heligenhäuschen jedoch erhalten, wurde sogar trockengelegt und mit Unterstützung der Denkmalpflege restauriert. Außerdem wurde ein schmiedeeisernes Schutzgitter mit Rosen angebracht. Die Straße bekam dadurch zwar eine Engstelle und wurde um das Bauwerk herumgeführt. Bei der Renovierung im Frühjahr 2015 wurden vom Restaurationsbetrieb Hartmann aus Bruchhausen Mineralputze und -farben aufgetragen. Die Madonnen-Statue wurde restauriert und die Farbschichtten nach Originalbefund teilweise neu aufgetragen. Finanziert wurde die 6500 Euro teure Sanierung durch Spenden, Zuschüsse der Stadt Sinzig, des Kreises Ahrweiler, der Pfarrgemeinde und der Dorfgemeinschaft. Der Wunsch zur Restaurierung von Häuschen und Figur war Monate zuvor von Christina Fuchs und Anwohnern der Straße Am Landgraben an den ehemaligen Ortsvorsteher Friedhelm Münch herangetragen worden. „Das war sozusagen meine letzte Amtshandlung als Ortsvorsteher“, sagte Münch bei der Wiedereinweihung.[2]

Weitere Fotos

Fußnoten

  1. Quelle: Blick aktuell - Sinzig Nr. 21/2015, Seite 51
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 29. Mai 2015