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Hotel zur Post (Altenahr)

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Das Hotel-Restaurant zur Post in Altenahr wurde im Jahr 1862 eröffnet.


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Hotel Zur Post - Heinz Grates (2).jpg

Anschrift und Standort

Brückenstraße 2

53505 Altenahr

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Kontakt

Gründung und Entwicklung

Mit dem 1834 fertiggestellten Straßentunnel unterhalb von Altenahr wurde das Ahrtal verkehrlich erschlossen. Und mit der ersten Personenpostverbindung zwischen Bonn und Altenahr startete im Jahr 1850 der Ausflugsbetrieb ins Ahrtal. 1859 übernahm Matthias Schmitz die Poststelle und die Posthalterei und baute zu diesem Zweck ein Gebäude samt Stallungen an der Brückenstraße. Um die steigende Zahl der Erholungsreisenden zu bewirten, eröffnete er 1862 dort seine Gaststätte „Zur Post“.

Der Ausbau der Eisenbahnstrecke – 1886 bis Altenahr und 1888 bis Adenau – gab dem Ausflugsverkehr ins „romantische Ahrtal“ kräftig Auftrieb. Deshalb richtete Schmitz im Jahr 1887 die ersten Hotelzimmer ein. Das Logo des Hotel-Restaurants – eine Postkutsche samt Kutscher und Posthorn – weist noch heute auf den Ursprung des Traditionshauses in der Altenahrer Poststation hin.

Nach der Jahrhundertwende übernahm Rudolf Hackenbruch den Betrieb. Er erweiterte die Gaststätte um eine geschlossene Veranda. Im Ahrtalführer von 1922 wirbt das Haus unter anderem mit schattigem Garten und eigener Forellenfischerei. In der Ausgabe von 1925 sind erstmals Garagen für die Gäste im Angebot. Immer häufiger reisten Besucher nun per Automobil an, aber auch die Kutschverbindung blieb bis Ende der 1930er-Jahre bestehen.

Im Jahr 1936 übernahm Anton Lang den Betrieb. 1958 erweiterte er das Hotel auf 34 Betten, bevor Rudolf und Anne Lang im Jahr 1963 als Nachfolger in den Betrieb eintraten. Trotz gleichlautender Nachnamen bestand keine Verwandtschaft mit dem Vorbesitzer. Im Laufe der 1960er-Jahre wurde das Haus von Grund auf modernisiert und das Hotel auf 48 Zimmer und 85 Betten vergrößert.

Rolf Lang, Sohn des Hauses, ausgebildeter Koch, Konditor und Küchenmeister, arbeitete als Geschäftsführer im elterlichen Betrieb, bevor er 1979 zusammen mit Ehefrau Erna das Hotel übernahm. Inzwischen gehörte ein Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite zum Betrieb, und nach weiteren Aus- und Umbauten verfügte das Haus über Konferenzräume, 100 Betten, Schwimmbad und in allen Zimmern über zeitgemäßen Komfort.

Nach dem plötzlichen Tod von Rolf Lang im Jahr 1993 übernahm Erna Lang die Leitung des Hauses. Nach und nach ließ sie sämtliche Hotelzimmer modernisieren. Ihr Sohn Günter, gelernter Koch, arbeitete bereits ab 1992 im elterlichen Betrieb, bevor er im Jahr 2000 gemeinsam mit Ehefrau Petra die Betriebsleitung übernahm. In den folgenden Jahren kam ein neuer Parkplatz zum Hotel hinzu, und auf der gegenüberliegenden Straßenseite entstanden weitere 14 Doppelzimmer. Seit März 2011 führt das Haus das Prädikat „3-Sterne-Komforthotel“.[1]

Im April 2014 wurde das Hotel-Restaurant mit drei Sternen Superior ausgezeichnet. Vertreter des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), der Rheinland-Pfalz-Tourismus GmbH (RPT), der Tourismusförderung der Verbandsgemeinde Altenahr sowie des Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler hatten den Betrieb zuvor nach den Richtlinien der deutschen Hotelklassifizierung geprüft und waren sehr zufrieden. Der Vizepräsident des Dehoga Rheinland-Pfalz, Lothar Weinand aus Kamp-Bornhofen, übergab im Rahmen einer Feierstunde Urkunde und Plakette für die neuen Sterne an die Eheleute Petra und Günter Lang.[2]

Im Herbst 2016 wurde das Hotel-Restaurant vom Deutschen Wanderverband als „Qualitätsgastgeber wanderbares Deutschland“ zertifiziert. Die Inhaber Petra und Günter Lang konnten Urkunde und Plakette von Prüfer Heinz Schönewald entgegen nehmen. „Das Hotel bietet eine Vielzahl von Leistungen, die speziell auf Wanderer zugeschnitten sind“, berichtete die Rhein-Zeitung am 3. Dezember 2016, „hierzu zählen unter anderem ein Trockenraum für Ausrüstung und Kleidung, Ablageschalen für Wanderschuhe, die Versorgung mit Lunch-Paketen oder ein Personen- und Gepäcktransport zur nächsten Unterkunft der Wanderstrecke.“

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 6. Dezember 2011
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 5. April 2014