Ahr-Hochwasser vom 14./15. Juli 2021

Aus AW-Wiki

Spielbank (Mitte links), Gartensaal (Bildmitte), Kurhaus (rechts) und Ahr-Thermen Bad Neuenahr am Morgen des 15. Juli 2021
Kreisfeuerwehrinspekteur Michael Zimmermann (vorne, l.v.l.), der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (l.) und AW-Landrat Dr. Jürgen Pföhler am Abend des 14. Juli 2021 bei der Technischen Einsatzleitung des Kreises Ahrweiler
Flut Kalvarienberg.jpg
Das Ahrtor in Ahrweiler zwei Monate nach der Flut
Alte Brücke Heimersheim‰.jpg
Altes Wasserwerk b.jpg
Bad Neuenahr - Heinz Grates (2488).jpg
Altes Backes Walporzheim.jpg
Ahruferstraße Walporzheim 1.jpg
Ahruferstraße Walporzheim 2.jpg
Obertor Schlamm.jpg
Delderstaße Schlamm.jpg
Ehrenwall Flut 1.jpg
Hier stand bis zum Hochwasser der Spessart-Steg Sinzig.
Junge Schlammschipper vor dem Kreishaus Ahrweiler
Die Messlatte des Bodendorfer Ahr-Pegels wurde bei dem Hochwasser vom 14./15. Juli 2021 abgerissen.
Private Gedenkstätte in Ramersbach zur Erinnerung an die Opfer der Flutkatastrophe
Hochwassermarkierungen am Haus Hauptstraße 19 in Dernau
Tiny Häuser in Dernau
Der Beratungsbus auf dem Marktplatz Ahrweiler
Am 15. Juli in der Telegrafenstraße in Bad Neuenahr
Die Bundesstraße 266 wurde in Höhe des Heimersheimer Bahnhofs schwer beschädigt.
Trotz warnender Stimmen wurde in Green bald wieder angeschüttet, was das Ahr-Hochwasser mit sich genommen hatte.
Nach dem Ahr-Hochwasser vom 14./15. Juli 2021 wurde auch auf dem Dach des Sinziger Rathauses eine neue Sirene montiert.
Johanniter-Fluthilfe in Dernau
Helferfahrzeug

Am 14./15. Juli 2021 hatte die Ahr ihr folgenreichstes Hochwasser seit Menschengedenken. Es zerstörte 62 Ahr-Brücken, 14 Schulen und neun Kitas, die erst einmal nicht geöffnet wurden. 20 Kilometer Schienenunterbau der Ahrtalbahn wurden weggeschwemmt und sieben Eisenbahnbrücken zerstört. Mehr als 130 Menschen starben in den Fluten. Armuths- und Buchholzbach, zwei Zuflüsse, die bei Schuld in die Ahr münden, sowie Sahrbach und Kesselinger Bach richteten ebenfalls schwere Schäden an. Die Flut gilt als die heftigste Naturkatastrophe in Deutschland seit der Sturmflut von 1962.


Hilfsangebote[Bearbeiten]

Hochwasserbetroffene im Ahrtal: Welche Hotlines jetzt Hilfe bieten, rhein-zeitung.de, 1. August 2021

  • Für Angehörige von Vermissten - Hinweise und Fragen: 0800 6565651
  • Hotline zur psychosozialen Unterstützung (9-17 Uhr): 0800 0010218

Katrin Jagos vertritt den Opferbeauftragten der Landesregierung Rheinland-Pfalz, Detlef Placzek, im Kreis Ahrweiler.

Spendenkonten[Bearbeiten]

Opfer und Schäden[2][Bearbeiten]

Ende Dezember 2021 ging die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion von 42.000 Flut-Betroffenen aus. Davon hatten mindestens 17.000 unmittelbar Hab und Gut verloren oder standen vor erheblichen Schäden. 8800 Gebäude wurden von der Flutkatastrophe betroffen, also gering bis stark beschädigt, komplett zerstört oder mussten abgerissen werden.

Tode, Vermisste und Verletzte[3][Bearbeiten]

Todesopfer:


... darunter ...

Marlies Jammel, Katharina Kraatz, Josef Löhr, Ingrid Mayer, Elvira Neufeld, geb. Wiebe (* 11. Juni 1962, † 15. Juli 2021, Ahrweiler),[4], Johann Neufeld (* 27. August 1950, † 15. Juli 2021, Ahrweiler),[5], Frank Neufeld (* 1. Mai 1999, † 15. Juli 2021, Ahrweiler)[6], Brigitte Nietzard, Johanna Orth,[7] ? Ruhnke (Altenburg), Ehefrau von Hans Ruhnke, und Gerd Schmidt (* 13. September 1940, 15. Juli 2021)[8]

Rund 800 Menschen wurden bei der Flutkatastrophe verletzt. Als Folgen der Flut und ihrer Verwüstungen gab es zudem mehrere Suizide sowie Todesfälle durch Blutvergiftungen.

Geschädigte[Bearbeiten]

Franz Altmann (Heppingen), Brigitte und Hans Leo Appel (Ahrweiler), Theresa Appel (Bachem), Rebecca Arnoldy-Heimansfeld (Dernau), Doreen Beck (Niederzissen), Katharina Bernhardt (Kreuzberg), Anne Bergmann (Mayschoß), Uwe und Silvia Beu (Walporzheim), Georg Bongert (Insul), Stephan Braun (Heppingen). Doris und Peter Bruch (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Roger Buchmann (Altenahr), Wolfgang Calenborn (Altenburg), Cordula Clausen (Vettelhoven), Heinz-Rudi Dresen (Bachem), Uwe Deckenbrock (Sinzig), Julian Dela (Heppingen), Joachim, Michael und Gisela Dieringer, Michael Dolff (Heimersheim), Peter Doll (Walporzheim), Cirije und Ekrem Dushaku (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Wolfgang Ewerts (Insul), Brigitte und Bernd Freytag (Bad Bodendorf), Annette Frings, Achim Gasper (Altenburg), Bernd Gasper (Altenburg), Gerd Gasper (Altenburg), Maternus und Gabi Gasper (Altenburg), Margarete Gebauer (Bad Bodendorf), Jürgen Geilhausen (Sinzig), Renate Gelscheit und ihr Ehemann (Insul), Ingo Gemein (Altenburg), Gerhard Gieler (Dernau), Manuela Göken/Daniel Schmitz (Insul), Sven Götsch (Marienthal), Oliver Grieß (Insul), Andrea und Hans-Dieter Gröls (Hotel „Bergischer Hof“ Mayschoß), Walburga Günnen (Bad Neuenahr), Rolf Habel (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Heinz-Peter Hammer, Kerstin Hauswald (Walporzheim), Thomas und Patricia Heidelberg (Sinzig), Simone Herbaum, Adelheid Hergert (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Dirk Heuer (Kreuzberg), Franziska Hilberath, Tim Himmes (Schuld), Ingeborg Hintze (Bad Neuenahr), Jürgen Hoppe (Insul), Ingrid Hübner (Bad Neuenahr), Friedhelm Jakobs (Ahrweiler), Doris Kalle (Sinzig), Cor de Keijzer (Rech), Gazmend Kelmehdi (Bad Neuenahr), Carola und Karl-Peter Kempen (Laach), Erich Kilb (Ahrweiler, Altenahr), Annette Klees (Ahrweiler), Franz Kluckert (Dernau), Richard Knipp (Altenburg), Klaus Korte (Ahrbrück), Hans Joachim Kossytorz (Ahrweiler), Karl-Heinz Krappitz (Sinzig), Wilhelm und Solveig Krause (Bad Neuenahr), Mark und Conny Kreuzberg (Altenburg), Jürgen Küchler (Kreuzberg), Ingeborg Kutsch (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Marianne Lancier (Ahrweiler), Tobias Larscheid (Schuld), Guido Laudien (Dernau), Christian Ley (Dernau), Annemie und Erwin Liersch (Dernau), Hasan Mahmoud (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Uwe Malschewski, Ralf Minwegen (Liers), Yvonne Mies (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Jürgen Mohr (Heppingen), Karl Mönch (Altenburg), Iris Münn-Buschow, Andy Neumann (Ahrweiler), Bert Noll (Laach), Nadja Ochs (Ahrweiler), Beate Ort (Oberzissen), Irina, Max, Nikita, Dennis, Maxim und Leon Ort (Altenahr), Andreas Paetz (Altenahr), Christof Paetz (Altenburg), Renate Pilz (Sinzig), Carmen und Dirk Poppelreuter (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Walter Radermacher (Ahrbrück), Ilse von Rauchhaupt, Gerd Retterath (Heppingen), Andreas und Jessica Robrecht (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Hans Ruhnke (Altenburg), Melanie Schmickler (Bad Neuenahr), Ingrid Schmitt (Marienthal), Bianca Scholl (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Anton Schuster (Marienthal), Aline Sebastian (Dernau), Sascha Meyer (Altenburg), Petra Ruhnke (Altenburg), Tino Rossi (Altenburg), Gertrud und Dieter Schomisch (Ahrweiler), Michael Schuch (Eigentümer von Haus Wolff (Ahrweiler)), Rosita Schumacher (Antweiler), Heinz Sicken (Ahrbrück), Sebastian Tetzlaff (Dernau), Sebiha Topalca (Schuld), Georg Josten (Dernau), Fabienne Jungen (Kreuzberg), Elke Noll (Dernau), Alfredo Pauly (Bad Neuenahr), Willi und Helgard Kottusch (Bad Neuenahr), Ergül Lorca Ros (Bad Neuenahr), Michael Schaefer (Reimerzhoven), Rolf Schmitt (Marienthal), Christian Schrading, Pierre Sebastian, Wioletta Seweyn-Jarek (Sinzig), Hanns und Ulla Stüßer (Sinzig), Simon Templeton (Heppingen), Christian Thanos (Sinzig), Cristina Vafiadis-Budulan (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Ali Veral (Ahrbrück), Stefan und Ursula Warlich (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Josefine Weber (Bad Neuenahr), Maria Weidenbach und Ehemann Rüdiger Fahrmeyer (Altenburg), Wolfgang Welz und seine Lebensgefährtin Jutta Kroll (Walporzheim), Alexandra Wiemer (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Judith Wild-Calligaris und Peter Wild (Dernau), Nikolaus Wilhelmy (Sinzig), Werner Wöhning[13], Patricia Zimmermann (Walporzheim), Mehmet Yilmaz (Bad Neuenahr) und Hildegard Zimmermann-Knieps (Altenahr)

Wirtschaft[Bearbeiten]

Das Hochwasser breitete sich auf einer Fläche von mehr als 200 Hektar aus. Von den 56.000 Menschen, die in diesem Gebiet lebten, verloren 17.000 ihr Hab und Gut oder hatten erhebliche Schäden zu beklagen.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Von den insgesamt 112 Brücken im Ahrtal waren nach der Flut nur noch 35 voll und 17 eingeschränkt nutzbar. Unmittelbar nach dem Hochwasser begann das Technische Hilfswerk mit dem Bau von Behelfsbrücken. Etwa 74 Kilometer Straße wurden von der Flut beschädigt, 5,2 Kilometer davon sind vollständig zerstört worden. Der Landesbetrieb Mobilität eröffnete in Sinzig ein Projektbüro, das die Wiederaufbauarbeiten steuert. 20 Kilometer Ahrtalbahn-Trasse wurden zerstört. Zwischen Walporzheim und Mayschoss wurde die Trasse vollständig zerstört. Ein im Bahnhof Kreuzberg stehender Regionalzug wurde überflutet. Allein in Bad Neuenahr-Ahrweiler wird der Schaden nur an der kommunalen Infrastruktur auf 1,6 Milliarden Euro geschätzt.

Brücken:

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Zehn Kindertagesstätten, fünf Krankenhäuser und Kliniken sowie 17 Schulgebäude wurden massiv beschädigt.

17 Schulen im Überschwemmungsgebiet waren von dem Hochwasser so stark betroffen, dass dort nach den Sommerferien 2021 kein Unterricht stattfinden kann:[14]

  • Grundschulen: Antweiler, Altenahr, Dernau, Ahrweiler (Aloisius), Ahrbrück, Sinzig (Regenbogen), Bad Neuenahr-Ahrweiler
  • Förderschulen: Bad Neuenahr-Ahrweiler (Don Bosco), Förderschule Bad Neuenahr-Ahrweiler (Levana)
  • Realschulen plus: Altenahr, Bad Neuenahr-Ahrweiler (Erich-Kästner), Bad Neuenahr-Ahrweiler (Philipp Freiherr von Boeselager), Sinzig (Barbarossa)
  • Gymnasien: Bad Neuenahr-Ahrweiler (Are), Bad Neuenahr-Ahrweiler (Peter-Joerres), Sinzig (Rhein)
  • Berufsbildende Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler

15 Feuerwehrgebäude wurden beschädigt oder zerstört. In Altenahr, Kreuzberg, Mayschoß und Rech wurden daraufhin Leichtbauhallen als Interims-Feuerwehrhäuser errichtet. Ein weiteres war im Mai 2022 für Liers geplant. Insgesamt waren sieben provisorische Feuerwehrgebäude geplant. [15]

Unternehnmen[Bearbeiten]

Die Flut traf insgesamt etwa 3000 Unternehmen vom Kleinbetrieb bis zum Industrieunternehmen mit mehreren Hundert Beschäftigten.

Betroffene Unternehmen: Eiscafé „Abruzzo“ Dernau, Gasthaus Assenmacher (Altenahr), A. u. G. Fuhrmann Tiefbau Dümpelfeld, Bäckerei Cornelia Schlösser (Schuld), Brogsitter’s Historisches Gasthaus Sanct Peter (Walporzheim), Hotel Central Bad Neuenahr, Hotel „Lindenmühle“ Ahrweiler, Hotel & Restaurant „Jägerstübchen“ Laach, Natursteinbetrieb Josef Kaspers (Schuld), Kurhotel Bad Neuenahr, P.A. Jansen GmbH u. Co. KG Ahrweiler, Spielbank Bad Neuenahr, Widos Café (Mayschoß), Gasthof „Zur Saffenburg“ Mayschoß, Kaufhaus Moses Bad Neuenahr, Wershofen Gartenbau GmbH & Co. KG Ahrweiler und ZF Friedrichshafen AG - Werk Ahrweiler

Gesundheitssektor[Bearbeiten]

36 Arztpraxen sind völlig zerstört worden, 23 waren unmittelbar nach der Flut mit Einschränkungen noch funktionsfähig. Zehn Apotheken fielen komplett aus, acht waren beschädigt.

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Im Bereich der Ahr und ihrer Nebenflusse wurden von der Juli-Flut, wie das rheinland-pfalzische Landwirtschaftsministerium Mitte Oktober 2021 auf Anfrage der Rhein-Zeitung informierte, 28 landwirtschaftliche Betriebe betroffen. Eine vollstandige Liste von durch das Hochwasser an der Ahr und in der Eifel betroffenen Bauernhéfen und Pferdehaltern gebe es jedoch noch nicht. Insgesamt seien an der Ahr knapp 60 Hektar Grünland, 48 Hektar Ackerfläche sowie 3,5 Hektar Gemüse und Kartoffeln Uberschwemmt worden. In der Eifel sei der Schaden deutlich gröRer: rund 950 Hektar landwirtschaftliche Fläche seien betroffen. Konkret erfasst seien 790 Hektar Grünland und 164 Hektar Ackerland. Die Schäden würden in den meisten Fallen die Vernichtung der Ernte bedeuten. Dazu habe es Anlandungen von Schutt, Geröll und Unrat gegeben. Die Schäden an Wirtschaftsgebäuden seien ebenso erheblich wie Schäden an der Technik wie etwa Melkanlagen. Zu beklagen seien auch Tierverluste. Sehr viele Futtervorräte seien nicht mehr zu gebrauchen.[16]

Weinbau[Bearbeiten]

65 der 68 Weinbaubetriebe im Ahrtal wurden von dem Hochwasser geschädigt. Ihr Gesamtschaden wurde auf 160 Millionen Euro geschätzt. Rund 32 der 560 Hektar Rebflächen im Ahrtal wurden völlig und teils metertief weggespült. Weitere 15 Hektar sind vom Hochwasser so überspült worden, dass dort im Jahr 2021 keine Trauben gelesen werden konnten.[17]

Ahrtalbahn[Bearbeiten]

Acht Brücken und etwa 15 Kilometer Gleis wurden von dem Hochwasser zerstört. Ein im Bahnhof Kreuzberg stehender Regionalzug wurde ebenfalls überflutet. Anschließend konnte er nicht abtransportiert werden. „Wahrscheinlich muss der Hersteller kommen und den Zug vor Ort in Einzelteile zerlegen“, vermutete Peter Filz, ein Ahrtalbahn-Lokführer.[18]

Privateigentum und Pkw[Bearbeiten]

„Nicht bekannt ist, wie hoch die in der Flutnacht angerichteten Schäden in den privaten Haushalten waren“, berichtete der General-Anzeiger. Die genaue Zahl der vom Hochwasser und der Flutwelle weggespülten und unbrauchbar gewordenen Autos sei ebenfalls nicht bekannt.

Heimersheim[Bearbeiten]

480 Häuser mit 570 Wohneinheiten und etliche Gewerbeflächen wurden zerstört oder geschädigt. Überschlägig 153 Millionen Euro Schaden ist allein an privaten Häusern entstanden.[19]

Sinzig[Bearbeiten]

Barbarossaschule: 15 Millionen Euro, Sporthalle: 10 Millionen Euro, Mensa: 6 Millionen Euro (wird abgerissen), Regenbogenschule: 750.000 Euro, Wohngebäude mit Mietwohnungen in der Friedrich-Spee-Straße: 2,4 Millionen Euro, Rhein-Ahr-Stadion (inkl. Infrastruktur und Gebäude): 4,1 Millionen Euro, Sportanlage Bad Bodendorf (inkl. Infrastruktur und Gebäude): 2,1 Millionen Euro, Tennisanlage HTC Bad Bodendorf (inkl. Infrastruktur und Gebäude): 800 000 Euro, Minigolfplatz Bad Bodendorf (inkl. Infrastruktur und Gebäude): 400 000 Euro, Historisches Thermalbad Bad Bodendorf (inkl. Technik und Gebäude): 5,7 Millionen Euro, Touristinformation Bad Bodendorf: 850 000 Euro, Brücke Christinensteg: 500 000 Euro, Brücke Richard-Spessart-Steg: 500 000 Euro, Brücke an der Ahrmündung: 800 000 Euro, Freizeit- und Sportanlage Hohenstaufenstraße: 300 000 Euro, Spielplätze (Am Teich, Josef-Hardt-Straße, Friedrich-Spee-Straße): je 150.000 Euro, Straßenbeleuchtung insgesamt: 250.000 Euro, Radwegeinfrastruktur: 4,5 Millionen Euro, Straßeninfrastruktur Kripper Straße (Zweiter Bauabschnitt): 150.000 Euro.[20]

Katholische Kirchengemeinden[Bearbeiten]

Insgesamt waren 58 Objekte betroffen: Dazu gehörten 26 Kirchen (9,3 Millionen Euro), zwölf Pfarrheime (3,8 Millionen Euro), acht Pfarrhäuser (3,4 Millionen Euro), neun Kindertagesstätten (16,6 Millionen Euro) und drei weitere Immobilien (0,3 Millionen Euro). Folgeschäden und deren Beseitigung, wie etwa Schimmelschäden, sind nicht Bestandteil der Kalkulation. Eingerechnet sind Sofortmaßnahmen, Kosten für die provisorische Herrichtung, Bau- und Baunebenkosten.[21]

Helfer[Bearbeiten]

Nadia Ayche (Bruchsal), Anneliese und Gerd Baltes (Mayschoß), Aljona Barz, Diana Brömmel, Jörg Burghardt, Daniela Ehre, Nadine Esser, Theo Frisch (Altenburg), Sascha Friske, Angelika Furth (Ahrbrück), Dirk Gemein (Sinzig), Michael Genn, Andrea Hadrian, Volker Hartmann, Wilhelm Hartmann, Monika Hörig, Marc Josten, Pamela Koerner, Wolfgang Külper, Wiebke Meyer, Sascha Neudorf, Holger Niedrig, Julia Reinsch (Lohmar), Oliver Schapfel, Sandra Schlatter, Tom Schneider (Krälingen), Tobias Schott, Volker Sdun, Rüdiger Spahn, Lena Spieker (Siegburg), Dorit Unterseher, Claudia Wawerzinek (Bad Brückenaus), Monique Wilmer (Sinzig), Markus Wipperfürth und Marcus Zintel sowie viele andere mehr

Ablauf[Bearbeiten]

Auslöser des Hochwassers war das Tief „Bernd“, das ab Mitte Juli 2021 schwere Niederschläge über mehreren Regionen Deutschlands hereinbrechen ließ. In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz fielen durchschnittlich 93 Liter Regen pro Quadratmeter und Tag, in einigen Teilen Belgiens sogar 106 Liter. Bereits ab 30 Litern sprechen Experten von Starkregen.[22]

Wolfgang Büchs schilderte die Entwicklung in einem Interview:

Konkret begann sie (die Flut, Anmerkung der Redaktion) mit einem Starkregen in der Gegend von Adenau ... Am 14. Juli fielen 120 Millimeter pro Quadratmeter ... Die Wasserstände sind dann extrem schnell angestiegen. Der Pegel bei Altenahr lag am 13.7. um 23 Uhr noch normal bei 70 Zentimeter. Am 14.7. stieg er bis 13 Uhr schon auf 105 Zentimeter, um 19 Uhr auf 242 Zentimeter. Am 15.7. zwischen drei und vier Uhr nachts wurden dann 574 Zentimeter gemessen. Das war die Spitze – und die war gewaltig.[23]

Mediografie[Bearbeiten]

Chronologie einer Tragödie: Nach unseren Recherchen schließen sich immer mehr Lücken der Flutnacht am 14. Juli, in: Rhein-Zeitung vom 17. Dezember 2021, S. 3

Wer trägt die Verantwortung?[Bearbeiten]

Nach dem Hochwasser vom 14./15. Juli 2021 nahm die Staatsanwaltschaft Koblenz gegen Landrat Dr. Jürgen Pföhler (CDU) als obersten Katastrophenschützer des Kreises Ahrweiler und seinen Stellvertreter, Kreisfeuerwehrinspekteur Michael Zimmermann, wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen wegen womöglich zu später Warnungen und Evakuierungen im Zusammenhang mit der Unwetterkatastrophe auf.

Klaus Kniel (CDU), Ortsvorsteher von Heppingen, attestierte, dem Krisenstab, er habe „wie eine Amateurtruppe gearbeitet“. Die Rhein-Zeitung berichtete:

„Je öfter ich nachdenke, was durch rechtzeitige Warnung alles hätte vermieden werden können, da wird mir schlecht“, so der Ortsvorsteher, der kein gutes Haar an den Krisenstäben von Kreis und Land lässt. „Die geballte Inkompetenz in Bundfaltenhosen auf dem heiligen Berg“ zitiert er die Aussage eines Helfers.[24]

Achim Juchem (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Grafschaft attestierte bei einer Feuerwehr-Veranstaltung, wie der General-Anzeiger berichtete, der Krisenstab habe „in der Flutnacht alles richtig gemacht“ und griff damit auch den Ergebnissen der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Koblenz vor.[25] Laut Staatsanwaltschaft gab er während einer Razzia in der Kreisverwaltung Ahrweiler an, er sehe bei sich keine strafrechtliche Verantwortung.

Die Ermittlungen gegen Pföhler „schreiten gut voran“, sagte Oberstaatsanwalt Dietmar Moll Anfang Oktober 2021 der Rhein-Zeitung (RZ). Ein Ende der Ermittlungen sei wegen des enormen Umfangs aber noch nicht absehbar. Immer noch würden Informationen gesichtet und ausgewertet sowie Zeugen verhört, um die Ereignisse am Nachmittag des 14. Juli 2021 und in der folgenden Nacht zu rekonstruieren. Bei der Polizei hätten zeitweise bis zu 90 Mitarbeiter in der Sache ermittelt, berichtete die RZ weiter. Inzwischen aber sei „nur noch eine Kernermittlungstruppe tätig, um Informationen in enger Absprache zu einem Gesamtbild zusammenfügen zu können“, wie es in dem Beitrag von RZ-Redakteurin Ursula Samary hieß. Mehr als 300 Hinweise seien bei Polizei und Staatsanwaltschaft inzwischen eingegangen, darunter viele aus der Bevölkerung. Weil auch dreieinhalb Monate nach der Flut noch Informationen hereinkämen, bleibe das E-Mail-Postfach unwetter.stako@genstako.jm.rlp.de weiterhin geschaltet. Ein Zwischenergebnis der Ermittlungen sei zwar noch nicht möglich ist, dennoch erhalte der Untersuchungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags zum Ahr-Hochwasser vom 14./15. Juli 2021 bereits jetzt Einblick in die Akten. Der habe bereits Anträge gestellt.[26]

Ahr-Psalm[Bearbeiten]

Am 28. August 2021 wurde im Hohen Dom zu Aach ein ökumenischer Gottesdienst für die Opfer des Ahr-Hochwassers vom 14./15. Juli 2021 gefeiert, und vom ZDF live übertragen. Der in Kripp aufgewachsene Monsignore Stephan Wahl trug dort in gekürzter Form einen „Ahr-Psalm“ vor:[27]

Schreien will ich zu dir, Gott, mit verwundeter Seele,
doch meine Worte gefrieren mir auf der Zunge.
Es ist kalt in mir, wie gestorben sind alle Gefühle,
starr blicken meine Augen auf meine zerbrochene Welt.
Der Bach, den ich von Kind an liebte,
sein plätscherndes Rauschen war wie Musik,
zum todbringenden Ungeheuer wurde er,
seine gefräßigen Fluten verschlangen ohne Erbarmen.
Alles wurde mir genommen.
Weggespült das, was ich mein Leben nannte.
Mir blieb nur das Hemd nasskalt am Körper,
ohne Schuhe kauerte ich auf dem Dach.
Stundenlang schrie ich um Hilfe,
um mich herum die reißenden Wasser.
Wo warst du Gott, Ewiger,
hast du uns endgültig verlassen?
Baust du längst an einer neuen Erde,
irgendwo fern in deinen unendlichen Weiten?
Mit tödlichem Tempo füllten schlammige Wasser die Häuser,
grausig ertranken Menschen in ihren eigenen Zimmern.
Ist dir das alles völlig egal, Unbegreiflicher?
Du bist doch allmächtig, dein Fingerschnippen hätte genügt.
Die Eifernden, die dich zu kennen glauben, sagen,
eine Lektion hättest du uns erteilen wollen, eine deutliche,
eine Portion Sintflut als Strafe für unsere Vergehen,
für unsere Verbrechen an der Natur, an deiner Schöpfung.
Ihre geschwätzigen Mäuler mögen für immer verschlossen sein,
nie wieder sollen sie deinen Namen missbrauchen,
für ihre törichten Besserwissereien, ihr bissiges Urteil
mit erhobenem Zeigefinger, bigott kaschiert.
Niemals will ich das glauben, niemals,
du bist kein grausamer Götze des Elends,
du sendest kein Leid, kein gnadenloses Unheil
und hast kein Gefallen an unseren Schmerzen.
Doch du machst es mir schwer,
das wirklich zu glauben.
Ich weiß, wir sind nicht schuldlos an manchem Elend,
zu leichtfertig missbrauchen wir oft unsere Freiheit.
Doch warum siehst du dann zu, fährst nicht dazwischen,
bewahrst uns nicht vor uns selbst?
Dein Schweigen quält meine Seele,
ich halte es fast nicht mehr aus.
Wie sich Schlamm und Schutt meterhoch türmen,
in den zerstörten Straßen und Gassen
und deren Schönheit sich nicht mehr erkennen lässt,
so sehr vermisst meine Seele dein Licht.
Meine gewohnten Gebete verstummen
meine Hände zu falten gelingt mir nicht.
So werfe ich meine Tränen in den Himmel
meine Wut schleudere ich dir vor die Füße.
Hörst du mein Klagen, mein verzweifeltes Stammeln,
ist das auch ein Beten in deinen Augen?
Dann bin ich so fromm wie nie,
mein Herz quillt über von solchen Gebeten.
Doch lass mich nicht versinken in meinen dunklen Gedanken,
erinnere mich an deine Nähe in früheren Zeiten.
Ich will dankbar sein für die Hilfe, die mir zuteilwird,
für die tröstende Schulter, an die ich mich anlehne.
Ich schaue auf und sehe helfende Hände,
die jetzt da sind, ohne Applaus, einfach so.
Die vielen, die jetzt kommen und bleiben
die Schmerzen lindern, Wunden heilen,
die des Leibes, wie die der Seele,
mit langem Atem und sehr viel Geduld.
Auch wenn du mir rätselhaft bist, Gott,
noch unbegreiflicher jetzt, unendlich fern,
so will ich dennoch glauben an dich,
widerständig, trotzig, egal, was dagegen spricht.
Sollen die Spötter mich zynisch belächeln,
ich will hoffen auf deine Nähe an meiner Seite.
Würdest du doch nur endlich dein Schweigen beenden,
doch ich halte es aus und halte dich aus, oh Gott.
Halte du mich aus! Halte mich!

Vorher-nachher-Fotos[Bearbeiten]

Der kleine Weinort Rech im September 2018 und im August 2021

Am Kaiserstuhl 2015/2022

Platz an der Linde in Bad Neuenahr 2019 und am 16. Juli 2021

Platz an der Linde in Bad Neuenahr 2019 und am 16. Juli 2021

Der Ahr-Radweg bei Bad Bodendorf 2020 und im Oktober 2021

Marienthal im Oktober 2019 und im März 2022

Weitere Fotos[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Wiederaufbau[Bearbeiten]

Personen[Bearbeiten]

  • Günter Kern, Vor-Ort-Beauftragter der rheinland-pfälzischen Landesregierung für den Wiederaufbau des Ahrtals
  • Peter Schuh übernahm im Oktober 2021 im Namen des Bistums Trier die Koordinierung des Wiederaufbaus in den von dem Ahr-Hochwasser betroffenen Kirchengemeinden in der Eifel und an der Ahr.
  • Nicole Steingaß übernahm im August 2021 die Leitung der Wiederaufbauorganisation des Landes Rheinland-Pfalz im Flutgebiet an der Ahr.

Tiny Houses für Flutopfer[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten

  1. Quelle: Spenden für Betroffene vom Unwetter: GA-Weihnachtslicht startet Hilfsaktion, ga.de, 16. Juli 2021
  2. Quellen: Rhein-Zeitung vom 28. Dezember 2021, S. 16, und Victor Francke: Behörde listet Flutschäden auf: Bilanz des Schreckens an der Ahr, ga.de, 3. Januar 2022
  3. Quelle: siehe auch: Katastrophe im Ahrtal: 69 der 134 Toten lebten in Bad Neuenahr-Ahrweiler, lokalo.de, 18. November 2021
  4. Quelle: Traueranzeige in Blick aktuell 35/2021, S. 71
  5. Quelle: Traueranzeige in Blick aktuell 35/2021, S. 71
  6. Quelle: Traueranzeige in Blick aktuell 35/2021, S. 71
  7. Quelle: Eltern von Opfer kritisieren Behörden: Die Wut nach der Flut: „Johannas Tod war unnötig“, swr.de, 15. Januar 2022
  8. Quelle: Traueranzeige in Blick aktuell 35/2021, S. 71
  9. Quelle: Hochwasser 2021: So geht es den Menschen im Ahrtal heute, BILD, 9. Januar 2022
  10. Quelle: Uli Adams: Hochwasserschutz über Jahrzehnte vernachlässigt? Bürgermeister an der Oberahr setzen sich für Regenrückhaltebecken und Retentionsräume ein, in: Rhein-Zeitung vom 14. September 2021
  11. Quelle: Uli Adams: Hochwasserschutz über Jahrzehnte vernachlässigt? Bürgermeister an der Oberahr setzen sich für Regenrückhaltebecken und Retentionsräume ein, in: Rhein-Zeitung vom 14. September 2021
  12. Quelle: Nur ein Foto ist vom Paradies geblieben - Die Familie von Cor de Keijzer hat mehr als 30 Jahre auf dem Campingplatz in Rech Erholung gefunden – Sie hat mehr als einen Wohnwagen verloren, in: [[[Rhein-Zeitung]]] vom 31. Dezember 2021
  13. Quelle: 86-Jähriger aus dem Ahrtal kehrt zurück - Pyrmonter Werner Wöhning verlässt Wahlheimat Bad Neuenahr nach Flutkatastrophe, dewezet.de, 16. Januar 2022
  14. Quelle: Jens Wiefels: Schulbetrieb im Kreis soll weitergehen - 17 Schulen von der Flutkatastrophe zum Teil massiv betroffen. Ausweichquartiere unter anderem in Containern, in: General-Anzeiger vom 9. August 2021
  15. Quelle: Flutkatastrophe: Provisorische Feuerwehrhäuser an der Ahr: U-Ausschuss (dpa), zeit.de, 13. Mai 2022
  16. Quelle: Frank Bugge: Ministerium legt Zahlen vor: 28 Bauernhöfe sind von Flut betroffen, rhein-zeitung.de, 12. Oktober 2021
  17. Quelle: Jens Albes: Ahrwinzer ernten besonderen Jahrgang, stimme.de, 3. Oktober 2021
  18. Quelle: Nach der Flut im Ahrtal: Tränen und Zukunftssorgen, t-online.de, 14. Oktober 2021
  19. Quelle: Jochen Tarrach: Bleibt der Bahnhof in Heimersheim bestehen? Bürger im betroffenen Stadtteil empört, rhein-zeitung.de, 11. November 2021
  20. Quelle: Bürgermeister Andreas Geron informierte über Flutschäden - Sinzig: So viel Schaden richtete die Flut an, blick-aktuell.de, 2. Oktober 2021
  21. Quellen: Bistum Trier schafft Koordinierungs-Büro für den Wiederaufbau nach der Flut, eifelschau.de, 14. Oktober 2021, Schuh betreut Gemeinden an der Ahr - Neuer Beauftragter des Bistums Trier, in: General-Anzeiger vom 15. Oktober 2021, und Rhein-Zeitung vom 23. November 2021, S. 18
  22. Quelle: Flutkatastrophe von 2021: Wie Städte Regen und Stürme verstärkten, spiegel.de, 7. Januar 2022
  23. Quelle: Christian Schwägerl: Ahrtal: „Alles auf den Prüfstand stellen, um weiteren Katastrophen vorzubeugen“ - Trichterlage, Flurbereinigung, Versiegelung – der Biologe Wolfgang Büchs erklärt, wie es zur Flutkatastrophe kommen konnte und um was es jetzt beim Wiederaufbau geht, riffreporter.de, 19. Juli 2021
  24. Quelle: Jochen Tarrach: Harte Worte von Heppingens Ortsvorsteher: „Krisenstab hat wie eine Amateurtruppe gearbeitet“, rhein-zeitung.de, 30. August 2021
  25. Quelle: Thomas Weber: Kameradschaftsabend der Grafschafter Feuerwehr: Kreisbrandinspektor Michael Zimmermann bekommt Rückendeckung nach der Flut, ga.de, 31. Oktober 2021
  26. Quelle: Ursula Samary: Viele Zeugen melden sich zu Pföhler - Ermittlungen um den Ahrweilerer Landrat gestalten sich komplex, in: Rhein-Zeitung vom 3. November 2021
  27. Quelle: Hoher Dom zu Aachen: Ökumenischer Gottesdienst für die Opfer der Flutkatastrophe | 28.08.2021 | aus dem Hohen Dom zu Aachen | 10:00 Uhr live im ZDF, fernsehen.katholisch.de, ohne Angabe eines Veröffentlichungsdatums
  28. siehe auch: HwK setzt auf „Kollegiale Hilfe“: Neue Funktion auf Internetplattform „handwerk-baut-auf.de“ freigeschaltet, rhein-zeitung.de, 4. November 2021
  29. siehe auch: Online-Shop, Buchungssystem und Jobportal auf einen Klick: Neues Regionalportal „meinAW“ stärkt Unternehmen im Kreis Ahrweiler, Pressemitteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler vom 30. November 2021