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Katholische Filialkirche „St. Vitus“ Weiler

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Blick vom Altar zur Empore, rechts der Eingangsbereich, links die Taufkapelle
Relief von der Geißelung Christi
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Die katholische Pfarrkirche „St. Vitus“ Weiler wird im Jahr 1271 erstmals urkundlich erwähnt. 1320 ist sie der Propstei "St. Servatius" Buchholz inkorporiert worden, seit 1809 ist sie Filiale der Katholischen Pfarrgemeinde "St. Johannes der Täufer" Burgbrohl.


Standort

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Chronik[1]

Nach dem Betreten der einstigen Pfarrkirche ist am Eingang die „Geschichte der Filialkirche St. Vitus Burgbrohl-Weiler“ zu lesen:

Der Ortsname „Wilre“ wird zuerst in den ältesten Urkunden der Probstei Buchholz genannt. Die Kirche selbst ist 1271 erwähnt, das Patronat unterstand dem Abt von Gladbach. 1320 wurde die Kirche unter die Verwaltung der Benediktinerprobstei Buchholz gestellt, blieb aber bis 1808 eigene Pfarrei, betreut durch die Patres von Buchholz. 1674 beschädigten Soldaten der kaiserlichen Armee Kirche und Sakristei. 1712 erhielt die Kirche einen Marienaltar sowie zwei Gemälde „St. Vitus“ und „St. Georg“ sowie ein Bild „Geburt Jesu Christi“ für den Hochaltar. Alle drei sind verschollen. 1729 wurde das Langhaus der Kirche erneuert werden. 1923 ist das Gotteshaus vergrößert und mit Seitenschiffen versehen worden. Eine notwendig gewordene Grundrenovierung der Kirche wurde im Jahr 1972 vorgenommen. Der Hochaltar mit der romanischen Mensa ist eine Arbeit aus dem späten 17. Jahrhundert. Gleiches gilt für die barocke Figur des St. Vitus mit dem Löwen. Zur Ausstattung gehört außerdem ein Relief der Geißelung Christi mit dem zum Teil unleserlichen Schriftzug: „UF MEINEM RÜCKEN HAB DIE SÜNDER GESCHMIT“.

Nach Planungen des Aachener Architekten Thomas wurde im Jahr 1923 ein Erweiterungsbau durchgeführt. Der alte Chor blieb erhalten, das Langhaus wurde verlängert und mit Seitenschiffen versehen. Im Jahr 1936 wurde die alte Sakristei auf der Nordseite des Chores durch einen Neubau ersetzt.

Das linke Seitenschiff hat, im Gegensatz zum kreuzgratig eingewölbten rechten, eine flache Decke.

Ausstattung

Der Hochaltar mit romanischer Mensa stand einst in der Buchholzer Propsteikirche. Sein Säulenaufsatz - eine Arbeit aus dem späten 17. Jahrhundert - besitzt eine große Mittelnische mit einer 83 Zentimeter hohen barocken Holzfigur der Madonna mit Kind. Die beiden gewundenen Säulen tragen seitlich außen Volutenstücke (Schneckenform) mit Engelsköpfen. In der Bekrönung schmückt ein Ölgemälde den Altar. Es zeigt den St. Josef mit dem Jesuskind.

Eine barocke Holzfigur des St. Vitus mit Löwen (17. Jahrhundert, 88 Zentimeter hoch) steht nahe beim Eingang unterhalb der Empore. Die Herkunft der Figur des St. Michael in Rüstung mit Lanze ist nicht geklärt.

In der Nordwand des Chores ist eine einfache, rechteckige gotische Sakramentsnische aus Tuff in den Abmessun¬gen 40 mal 70 Zentimeter erhalten. Darüber wölbt sich ein Rundbogen mit Kreuz. Ursprünglich war die Nische farbig gestaltet. Das linke Seitenschiff ist der Himmelskönigin Maria gewidmet. Mit Krone und Zepter steht sie auf einem Sockel und hält das Kind mit dem Reichsapfel auf dem Arm. Die aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammende barocke Figur ist etwa 80 Zentimeter hoch.

In der Sakristei steht ein spätgotischer Kruzifixus mit einer Gesamthöhe von 55 Zentimetern. Es handelt sich um eine handwerkliche Arbeit des 16. Jahrhunderts.

An das rechte Seitenschiff mit St. Servatius schließt sich die kleine Taufkapelle mit thematisch passenden Bleiglasfenstern an.

Die Holzfiguren des St. Servatius und der Himmelskönigin Maria entstammen der ehemaligen Probstei Buchholz. Sie sind etwa 1,50 Meter hoch und stammen aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Die aus Holz geschnitzte Heiligenfigur des St. Matthias mit Axt und Buch wurde vermutlich im 18. Jahrhundert angefertigt. Die Herkunft der Figur ist nicht bekannt.

Weitere Bilder

Siehe auch

St. Vitus

Fußnoten

  1. Quelle: Walter Müller: Kirchen, Kapellen, Kreuze in der Verbandsgemeinde Brohltal und Nachbarorten, 344 Seiten, 1343 Bilder, Niederzissen 2013, Seite 38-48