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Kurorchester Bad Neuenahr

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Das Kurorchester Bad Neuenahr trägt heute den Namen QuAHRtett.


Chronik

Zur Genesung gehörte für den anspruchsvollen Kurgast einst neben der Heilbehandlung auch ein kulturelles und gesellschaftliches Angebot, also Theater, Spiele und Musik. Im Jahr 1912 zählte das Kur- und Symphonieorchester Bad Neuenahr fast 50 Musiker. In einem kleinen Führer für Kurgäste, den die Kurdirektion im Jahr 1912 im Selbstverlag veröffentlichte, hieß es:

Kurmusik unter der Leitung des Musikdirektors Herrn Eduard Lertz. Täglich bis auf Weiteres im Kurgarten vormittags von 6.30 bis 8 Uhr, nachmittags von 5 bis 7 Uhr. Sonntags, dienstags, donnerstags und samstags vor dem Kurhotel und dem Kurhaus, abends von 8.15 bis gegen 10 Uhr.

Musikdirektor Lertz gab auch Konzerte in der Kölner Flora. In Griebens Reiseführer, der im Jahr 1913 in Berlin erschien, hieß es über das Konzertangebot in Bad Neuenahr:

Für die Unterhaltung der Gäste in musikalischer Beziehung sorgt eine sehr gute Kurkapelle…, außerdem finden regelmäßig Konzerte verschiedener kaiserlicher Militärkapellen statt sowie Symphoniekonzerte im Kurhause unter Mitwirkung guter Solisten.

In einem Beitrag der Rhein-Zeitung vom 13. Januar 2017 zur Geschichte des Bad Neuenahrer Kurorchesters hieß es:

Während die Kurgäste weitgehend in feinen Hotels untergebracht waren, logierten die Musiker während der Kursaison von Mai bis Oktober in kleinen Privatpensionen oder bescheidenen Fremdenzimmern. Nach der Saison zogen sie weiter, um anderswo auftreten zu können, und kamen erst zur neuen Saison wieder. Einheimische Musiker waren selten darunter, viele von ihnen kamen aus Koblenz.[1]

Im Jahr 2017 besteht das Kurorchester nur noch aus vier Musikern – und es trägt den Namen QuAHRtett.

Mediografie

Thomas Weber: Erinnerung an Udo Jürgens: Konzert des Bad Neuenahrer Kurorchesters „QuAHRtett“, general-anzeiger-bonn.de vom 20. Juli 2017

Fußnoten

  1. Quelle: Jochen Tarrach: Stark besetzt: Kurorchester anno dazumal – Unterhaltung gehörte für Kurgäste dazu: Eduard Lertz dirigierte 1912 eine Kapelle mit fast 50 Musikern, in: Rhein-Zeitung vom 13. Januar 2017