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Kreissparkasse Ahrweiler

Walcker-Orgel in der katholischen Pfarrkirche „St. Peter“ Sinzig

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Pfarrkirche Sinzig 2.jpg
Walker Orgel St.Peter.jpg
Während der Sanierung 2018
Orgel sinzig3.JPG
Walker Orgel St. Peter2.jpg
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Die 49 Register umfassende Walcker-Orgel in der katholischen Pfarrkirche „St. Peter“ Sinzig wurde im Jahr 1972 nach Plänen des damaligen Organisten Peter Bares gebaut. Die Bonner Orgelbaufirma Klais war am Bau maßgeblich beteiligt. Die Orgel wurde in ein denkmalgeschütztes Eichenholz-Gehäuse aus dem Jahr 1860 eingebaut. Im Herbst 2017 startete die katholische Pfarrgemeinde „St. Peter“ eine Spendenaktion für die notwendig gewordene Orgel-Sanierung.


Spendenkonto für die Orgel-Sanierung

Katholische Pfarrgemeinde „St. Peter“ Sinzig, Kreissparkasse Ahrweiler, IBAN DE37 5775 1310 0000 2591 50

Chronik

Nach einem Gutachten, das Markus Bendel von der Bonner Orgelbaufirma Klais erstellt hat, entspricht die Elektroinstallation in weiten Bereichen nicht mehr den Sicherheitsanforderungen; außerdem verursache sie mehr und mehr Funktionsstörungen. So musste der neue Organist Teófanes González Palenzuela bei seinem ersten Adventssonntagskonzert im Dezember 2017 improvisieren, weil ein Manual der 1972 gebauten Orgel seinen Dienst versagte. „Der ehemalige Organist Peter Bares hatte immer mehr Elemente wie Glockenspiele, Xylofon, Psalter oder Trompeterien hinzufügen lassen, sodass dieses hochkomplexe Gebilde im Inneren sehr eng ist, was den Zugang sehr erschwert“, sagte Bendel bei einer Besichtigung der Orgel im Dezember 2017. Kurt Heuser, zweiter Vorsitzender des Pfarrverwaltungsrats von St. Peter, sagte bei einem Pressetermin im August 2018: „Würde jede Pfeife hintereinander jeweils eine Sekunde lang geblasen, wäre die Orgel eineinhalb Stunden lang beschäftigt.“ Der Zugang zu den einzelnen Komponenten der Orgel mit ursprünglich 28 Registern, die auf 46 erweitert wurden, solle im Rahmen der Sanierung vereinfacht werden. Nach 45 Jahren sei die Orgel außerdem stark verschmutzt, sagte Bendel. Das wirke sich auch auf den Klang aus. Mechanische Teile seien verschlissen und müssten erneuert werden. Die Elektronik sei „derart veraltet, dass sie nicht mehr sicher ist“, berichtete die Rhein-Zeitung am 12. Dezember 2017. Für die etwa 350.000 Euro teure Sanierung der Orgel sammelt die Kirchengemeinde im Jahr 2017 mit einer großen Spendenaktion Geld. Zur Finanzierung des Vorhabens werden Patenschaften für die 3828 Orgelpfeifen vergeben. Von den großen Prospektpfeifen bis hin zur kleinsten Pfeife sind Spenden zwischen 20 und 1000 Euro möglich. Die Sanierung soll im Sommer 2018 beginnen und bis zum Weihnachtsfest 2018 abgeschlossen sein. Unter der URL http://www.orgel-sinzig.de stellte die Pfarreiengemeinschaft eine eigene Website zur Orgel und ihrer Sanierung ins Netz.[1]

Im August 2018 begannen Orgelbauer Thomas Kötscherau und Judith Macherey, Auszubildende der Orgelbaufirma Klais, mit der Sanierung des Instruments. Im Zuge dieser Sanierung soll die Orgel in Einzelteile zerlegt, die vor Ort gesäubert und bei Bedarf repariert werden. Und um im Orgelinneren Platz für Wartungsarbeiten zu schaffen, werden einige Pfeifen in zwei Orgelkästen rechts und links des Hauptgehäuses ausgelagert. Elektrik und Elektronik werden erneuert, die Blasebälge neu beledert. Einige Arbeiten werden in der Orgelbaufirma in Bonn durchgeführt. „Drei Monate werden Kötschauer und Judith Macherey täglich von morgens 7 bis abends 19 Uhr zugange sein, um die Orgel technisch auf den allerneuesten Stand zu bringen“, berichtete die Rhein-Zeitung (RZ). Neben der Sanierung soll die Orgel aber auch modernisiert werden. Dazu RZ-Reporterin Judith Schumacher:

Das bedeutet auch, dass durch eine hochmoderne Setzeranlage sämtliche Register abgespeichert werden können, was für den Organisten komfortabel ist. Bisher wurden die Register einzeln durch pneumatische Apparate gesteuert, was das Instrument anfällig und unzuverlässig machte. Nun soll eine Magnetschaltung diese Steuerung ersetzen.[2]

Weil die Orgel während der Sanierung nicht bespielt werden kann, muss die vier Register zählende kleine Truhenorgel vor dem Altarraum genügen. Zu Weihnachten 2018 soll die Walcker-Orgel wieder bespielbar sein.

Weitere Bilder

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quellen: Rhein-Zeitung vom 1. Dezember 2017 und Judith Schumacher: Berühmte Orgel muss saniert werden – 350.000 Euro soll geplante Maßnahme in Sinziger Kirche St. Peter kosten – Brandgefahr besteht, in: Rhein-Zeitung vom 12. Dezember 2017
  2. Quelle: Judith Schumacher: Orgelsanierung: Mehr als nur 3828 Pfeifen putzen, rhein-zeitung.de vom 16. August 2018