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Eveline Lemke

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Titelseite von Lemkes Buch Politik hart am Wind – GRÜNE Perspektiven für ein gutes Leben (2016)
auf einem Elektro-Roller der E-bility GmbH Remagen
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Mit dem Eifelkrimi-Autor Jacques Berndorf
Eveline Lemke kurz nach ihrer Wahl zur Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen Rheinland-Pfalz für die Landtagswahl 2011 - zusammen mit Cem Özdemir (Mitte) und Daniel Köbler (links).
Beim Contergan-Solidaritätsfest "Nobody's perfect" im Sinziger Schloss
Ministerin Lemke bei der Eröffnung des TÜV Rheinland Kompetenzzentrums Gesundheitsmanagement im September 2012 in Bad Neuenahr.

Eveline Lemke (* Juni 1964) aus Bad Bodendorf war von der Landtagswahl 2011 bis zur Landtagswahl 2016 Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung sowie stellvertretende Ministerpräsidentin in einer rot-grünen Koalition Rheinland-Pfalz.


Vita

Eveline Lemke, 1964 in Norddeutschland geboren, wuchs in einem sozialdemokratisch geprägten Milieu auf. Ihr Vater Dietrich Lemke war Vorsitzender der GEW in Hamburg. Onkel Willi Lemke war Senator für Bildung und Wissenschaft in Bremen; heute ist er UNESCO-Sportbeauftragter.

Im Juli 1981 machte sie ein High-School-Diplom in Burlington (Vermont)/USA. Ihr deutsches Abitur erwarb Lemke im Juni 1984 am Gymnasium Bramfeld/Hamburg. Es schloss sich eine Ausbildung zur Fremdsprachensekretärin in den Sprachen Englisch und Spanisch an der Staatlichen Fremdsprachenschule Mittelweg/Hamburg-Rotherbaum an. Anschließend arbeitete sie bis Mai 1987 als Kauffrau im Groß- und Außenhandel in Hamburg.

Von Juli 1987 bis November 1991 arbeitete Lemke als Assistentin der Geschäftsführung der DEUMU Deutsche Erz- u. Metall-Union GmbH, wo sie auch für Projektarbeit in Datenverarbeitung und Organisation eingesetzt wurde.

Nach einem Studium der Betriebswirts- und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Hannover und Hagen in ihrer Familienpause studierte sie Umweltmanagement. Ihren beruflichen Wiedereinstieg als kaufmännische Angestellte fand sie von März 2000 bis August 2005 bei Bündnis 90/Die Grünen im Hochtaunuskreis. Im Netzwerk Verband für Wirtschaft und Umwelt war sie von 2001 bis 2007 mit ELZ – Büro für betriebliche Beratung – als Unternehmensberaterin tätig.[1]

Seit 1995 ist Eveline Lemke bei Bündnis 90/Die Grünen aktiv. Von 2001 bis 2005 war sie Fraktionsvorsitzende in der Gemeindevertretung Neu-Anspach und Mitglied im Kreistag. Im Jahr 2005 zog sie von Hessen in den Westerwald. Von Mai 2006 bis Dezember 2007 war sie Mitglied im Kreisvorstand Altenkirchen. Im Juni 2008 wurde sie als Beisitzerin in den Vorstand von Bündnis 90/Die Grünen - Kreisverband Ahrweiler gewählt.

Im November 2006 wurde Eveline Lemke (zu dieser Zeit noch Eveline Lemke-Ziebeil) zur Sprecherin des Grünen Landesverbands Rheinland-Pfalz gewählt; dieses Amt trat sie zeitgleich mit ihrem Co-Sprecher Nils Wiechmann an.[2] Zu dieser Zeit befand sich die Landespartei in einer schweren Krise, da sie ein halbes Jahr vorher den Wiedereinzug in den Landtag verpasst hatte. Im November 2008 bestätigte die Landesdelegiertenversammlung Lemke in ihrem Amt als Sprecherin. Von da an arbeitete sie mit Daniel Köbler als Co-Sprecher zusammen.[3] Am 18. Juni 2011 gab Eveline Lemke das Sprecherinnenamt ab und wurde in den Parteirat von Bündnis 90/Die Grünen in Rheinland-Pfalz gewählt.

Für „in langjährigem Wirken erworbene besondere Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sports“ konnte Eveline Lemke im November 2008 Urkunde und Sportplakette von Bundespräsident Horst Köhler entgegennehmen. Als Noch-Vorsitzende des Sportvereins in ihrem ehemaligen Wohnort Kirchen war sie im Jahr zuvor unter anderem für den Bau eines Vereinsheims verantwortlich. Das Bauvolumen betrug 750.000 Euro – ausschließlich für das Material. Der rheinland-pfälzische Innenminister Karl-Peter Bruch betonte bei der Übergabe in Oppenheim die herausragenden ehrenamtlichen Leistungen des Kirchener Sportvereins für Gesundheit und Allgemeinwohl. In den vorhergehenden Jahren baute Lemke außerdem – zusammen mit elf anderen Vereinen – im Westerwald ein Nordic-Walking-Netzwerk auf und rief in ihrem Sportverein Vormittags- und Klettersportangebote ins Leben.

Als Tochter eines Sportlehrers wurde Eveline Lemke mit dem Sport groß. Sie erwarb Übungsleiterscheine beispielsweise für Aerobic und den „Pluspunkt Gesundheit“ des Deutschen Turnerbunds sowie für Nordic Walking. Um selbst fit zu bleiben, arbeitete sie 15 Jahre lang nebenbei als Trainerin. Mit ihren Step-Aerobic-Gruppen wurde sie zweimal hessische Vizemeisterin im Fit-Step-Aerobic. Dann gab sie die Übungsleitung zugunsten ihrer Arbeit als Sportvereinsvorsitzende ab.

Im Frühjahr 2010 wurde Eveline Lemke von Bündnis 90/Die Grünen - Kreisverband Ahrweiler – neben Wolfgang Schlagwein und Claudia Laux – als Kandidatin für die Landesliste zur Landtagswahl 2011 nominiert. Im März 2010 wurde sie einstimmig zur Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen - Kreisverband Ahrweiler gewählt.

Am 5. Juni 2010 wurde Eveline Lemke im Bürgerhaus von Mainz-Hechtsheim zur Spitzenkandidatin der rheinland-pfälzischen Grünen für die Landtagswahl 2011 gewählt.

Bei einer Landesdelegiertenversammlung am 11. September 2010 in Oppenheim wurde Lemke mit 141 von 165 gültigen Stimmen (86,5 Prozent) in ihrem Amt als Landessprecherin bestätigt. Damit erzielte die vierfache Mutter aus Bad Bodendorf, die ohne Gegenkandidatin antrat, ihr bis dahin bestes Ergebnis.

Am 25. Oktober 2010 wurde Lemke in der Winzergaststätte Bad Bodendorf einstimmig zur Direktkandidatin der Grünen für den Landtagswahlkreis 13 gewählt.

Am 12. März 2011 wurde Eveline Lemke zur Präsidentin des Leichtathletik-Verbandes Rheinland gewählt.

Am 27. März 2011 wurde Eveline Lemke in den rheinland-pfälzischen Landtag gewählt.

Am 18. Mai 2011 von Ministerpräsident Kurt Beck zur Wirtschaftsministerin und Vize-Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz ernannt.

Am 14. Februar 2012 und am 11. September 2014 wurde Lemke als Sprecherin des Kreisverbands Ahrweiler von Bündnis 90/Die Grünen bestätigt.

Wenige Tage nach der Landtagswahl 2016 zog Eveline Lemke, bis zur Landtagswahl Wirtschaftsministerin und Vize-Ministerpräsidenntin von Rheinland-Pfalz, Konsequenzen aus dem desaströsen Wahlausgang. In einer Erklärung nannte sie das Wahlergebnis eine „herbe Enttäuschung“. Als Spitzenkandidatin stehe sie als Person für das Wahlergebnis ein und ziehe sich aus einer führenden Rolle bei den anstehenden Koalitionsgesprächen mit den anderen Parteien zurück. Damit dürften ihre Chancen stark gesunken sein, in einem Bündnis von SPD, FDP und Grünen erneut die Verantwortung für ein Ministeramt übertragen zu bekommen, berichtete die Rhein-Zeitung am 19. März 2016.

Nach der Landtagswahl ist Lemke Mitglied des Landtags von Rheinland-Pfalz.

Video

Weitere Fotos

Veröffentlichung

Eveline Lemke: Politik hart am Wind – GRÜNE Perspektiven für ein gutes Leben, 208 Seiten, München: Oekom Verlag 2016, ISBN 978-3-86581-846-1, 24.95 Euro[4]

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Angaben zu ihrer Person auf ihrer Homepage, abgerufen am 3. April 2011
  2. Joachim Winkler: Nils Wiechmann und Eveline Lemke-Ziebeil gewählt. Die Grünen suchen neue Wege; Rhein-Zeitung vom 27. November 2006.
  3. Bündnis 90/Die Grünen Rheinland-Pfalz: Landesvorstand
  4. Siehe auch: Victor Francke: Eveline Lemke zieht Bilanz: Politik hart am Wind, general-anzeiger-bonn.de vom 5. Dezember 2016