Gerhard Kreuter
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Dr. med. Gerhard Kreuter (* 29. April 1940 in Koblenz), Facharzt für Innere Medizin, beschäftigt sich seit Anfang der 90er Jahre wissenschaftlich mit dem Thema "Wein und Gesundheit". Vorträge, Veröffentlichungen und Interviews haben ihn seitdem zu einem bundesweit gefragten Fachmann auf diesem Gebiet gemacht.
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Vita
Gerhard Kreuter wurde am 29. April 1940 in Koblenz geboren, sei aber "mit seinem bescheidenen Auftreten, seiner ruhigen Art und seiner verbindlichen Höflichkeit überhaupt kein typischer Stier-Mann", schrieb Marion Monreal anlässlich des 70. Geburtstags von Dr. Gerhard Kreuter im April 2010 im General-Anzeiger. Kennzeichnend für ihn seien „enorme Hilfsbereitschaft und unermüdliche Tatkraft wann immer und wo immer es in seinem Umfeld ‚brennt‘“.
Mit seiner Frau Eva-Maria ist er seit ca. 1966 verheiratet. Zur Zeit seines 70. Geburtstags hatte er vier erwachsene Töchter und neun Enkelkinder.
Kreuter war von 1977 bis 1982 Chefarzt des St. Josef-Krankenhauses Burgbrohl, das während dieser Zeit zu einem Modellfachkrankenhaus für Innere Medizin neu aufgebaut wurde.
Vom 1. Juli 1982 bis zum 30. Juni 2005 war er Chefarzt der Abteilung Innere Medizin/Stroke Unit/Psychosomatik/Frühreha im Krankenhaus "Maria Hilf" Bad Neuenahr, davon acht Jahre lang zugleich als Ärztlicher Direktor des Hauses.
Seit Anfang der 90er Jahre beschäftigt er sich wissenschaftlich mit dem Thema „Wein und Gesundheit“. Diesem Thema widmete er mehr als 200 Vorträge und Veröffentlichungen sowie Rundfunk- und Fernseh-Interviews.
Seit 1996 ist er Mitglied des Forums „Wein und Gesundheit“; im Rahmen seiner Tätigkeit für das Forum verfasste er mehrere Fachartikel. Seit 1996 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Deutschen Weinakademie in Mainz (DWA). Im Rahmen dieser Tätigkeit leitete Kreuter die „Diabetes-Ahrweinstudie", an der sich 80 männliche Typ-2-Diabetiker zwischen 45 und 80 Jahren beteiligten. Am 5. April 2005 wurden die Ergebnisse dieser Studie auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden vorgestellt. Kreuter schrieb über diese Studie für bundesweit erscheinende Fach- und Laienzeitschriften. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich maßvoller Weingenuss günstig auf die Gesundheit auswirkt. Der Rotwein- folgte eine Weißweinstudie, die zum gleichen Ergebnis kam.
Ab 2006/07 arbeitete und schrieb Kreuter an der Doppelstudie Einfluss von Rotwein bzw. Weißwein auf endotheliale Progenitorzellen und Endothelfunktion bei Typ 2 Diabetiker - zusammen mit der Klinik III für Innere Medizin der Universität zu Köln und der Diabetologischen Schwerpunktpraxis K.H. Hauser (Studienleiter: Prof. Dr. M. Flesch). Am 2. September 2009 wurde die Ergebnisse der Studien auf dem Europäischen Kardiologenkongress in Barcelona vorgestellt. Die Arbeit erhielt den Dr. Heinz von Opel-Preis, der im Jahr 2009 erstmalig verliehen wurde. Auf der Basis der Studien wurden an der Uni Köln zwei Promotionen erstellt.
Kreuter war Mitgestalter und Referent bei den Frühburgunderforen 2007, 2009 und 2011 im ehemaligen Augustinerinnen-Kloster Marienthal.
Seit 1997 schrieb er insgesamt elf Artikel für das Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler, davon acht zum Thema „Wein und Gesundheit“.
Kreuter ist Mitautor des im Januar 2009 erschienenen Bandes "Gesund. genießen mit Wein" (Verlag Gebrüder Kornmayer), das im Januar 2010 in zweiter Auflage erschien. Zusammen mit Norbert Görres und Paul Gieler gründete er im Januar 2009 den Gesprächskreis Ahrwein.
Außerdem engagiert er sich für die Kampagne "Wine in Moderation", die für Mäßigkeit und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Wein wirbt und die versucht, den Alkohol-Missbrauch einzudämmen. Kreuter Credo: "Alkohol hat, ähnlich wie der römische Januskopf, zwei in entgegengesetzte Richtungen blickende Gesichter: die Fratze des Alkoholismus und das freundliche Gesicht des moderaten Weintrinkers, der seltener an Herzinfarkt und Schlaganfall erkrankt."
Im Dezember 2011 wurde Kreuter von der Gesellschafterversammlung erneut einstimmig für weitere drei Jahre in den Wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Weininstituts (DWI) gewählt.
Dr. Gerhard Kreuter ist verheiratet mit Eva-Maria Kreuter.
Ehrenämter
- seit 1983 Vorstandsmitglied der Kreisärzteschaft Ahrweiler
- 1983 bis 2006 Fortbildungsbeauftragter der Landesärztekammer für den Kreis Ahrweiler
- seit 1999 Mitausrichter des jährlichen Diabetes-Symposiums in Bad Neuenahr
- seit 1986 Facharztprüfer und Prüfungsvorsitzender bei der Ärztekammer Koblenz
- 1. Vorsitzender des Fördervereins Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.
- seit 2007 Mitglied des Kuratoriums der Waldbreitbacher Hospizstiftung
- seit 2007 Gründungsmitglied des Stiftungsvorstandes der St. Franziskus-Umwelt-Stiftung Waldbreitbach
- seit 2007 Vorstandmitglied der Caritas-Stiftung Rhein-Mosel-Ahr für Menschen in Not
- seit November 2007 Vorstandmitglied des Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. als Vertreter der Kliniken und der Ärzteschaft im Ahrtal
- seit 1982 Mitglied im Lions Club Bad Neuenahr, Jubiläumspräsident „50 Jahre Lions Club Bad Neuenahr“ 2006/2007, über viele Jahre Activity-Beauftragter des Clubs.
- seit 2007 Wissenschaftlicher Beirat der Aktiengesellschaft Bad Neuenahr
- seit Herbst 2009 Mitglied der Senioren Experten Kreis Ahrweiler (SEK AW)
Veröffentlichungen
- Ursula Fradera/Gerhard Kreuter: „Geschmack am maßvollen Genuss". Das europäische Programm WINE in MODERATION, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2010, S. 100
- Wein im Blickpunkt der Medizin. Die Diabetes-Ahrwein-Studie, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2006
- Neue Erkenntnisse zur gefäßschützenden Wirkung des Rotweins. Der positive Einfluss von Rotwein bei Typ 2-Diabetikern (Erwachsenendiabetes), in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2009
- Wein im Blickpunkt der Medizin. Diabetes mellitus, Arteriosklerose und Wein, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2005
- Moderater Rot- oder Weißweingenuss? Was ist aus gesundheitlicher Sicht mehr zu empfehlen?, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2010, S. 58-60
weitere Bilder
Dr. Gerhard Kreuter (links) bei einer Buchvorstellung im AhrWeinForum |

