Capricorn Composite GmbH Meuspath

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Die 2006 gegründete Capricorn Composite GmbH fertigt Hochleistungsbauteile aus Faserverbundwerkstoffen in Prepreg-Autoklav-Technik, die in Formel-1- und Le-Mans-Boliden sowie in Serienfahrzeugen der gehobenen Klasse zum Einsatz kommen – etwa für Bugatti Galibier, Audi R 8 und Porsche 918 Spyder. Die Fertigung in Meuspath ist nicht auf große Stückzahlen angelegt, sondern auf Kleinserien und Prototypen. Etwa 2000 Motorabdeckungen für den Audi RS 5 werden jährlich produziert.


Anschrift und Standort[Bearbeiten]

Gottlieb-Daimler-Straße 6–10 (Gewerbepark am Nürburgring)

53520 Meuspath

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Kontakt[Bearbeiten]

Leitung[Bearbeiten]

Werkleiter: Dipl.-Ing. Arnd Hartelt

Chronik[Bearbeiten]

Anfangs hatte das Unternehmen lediglich zwei Mitarbeiter, die im Nasslaminatverfahren Sitzschalen fertigten. Während dies zunächst im firmeneigenen Testcenter unweit der heutigen Wirkungsstätte geschah, zog man vorübergehend in ein Mietobjekt in Adenau, bevor 2006 weitere Mitarbeiter eingestellt wurden und bevor das Unternehmen 2007 in die erste Fertigungshalle einzog, in deren Bau sechs Millionen Euro investiert worden waren.

Capricorn baue für sechs Millionen Euro eine neue Fertigungshalle, berichtete die Rhein-Zeitung am 11. Januar 2013. Zwei weitere Millionen würden in neue Maschinen investiert. Ab Juli 2013 werde in der neuen Halle produziert. Derzeit beschäftige die Firma 53 Mitarbeiter in Fertigung, Entwicklung und Verwaltung; 30 neue Arbeitsplätze seien langfristig geplant.[1]

Bei seinem zehnjährigen Bestehen, das Anfang 2016 gefeiert wurde, zählte das Unternehmen mit einer Fertigungsfläche von insgesamt 5000 Quadratmetern und mit mehr als 100 Mitarbeitern zu den größeren Arbeitgebern in der Region. Als Mann der ersten Stunde führt Werksleiter Arndt Hartelt den Betrieb.[2]

Nun wolle Capricorn „etwas Neues wagen und eine Miniserie des Supersportwagens P72 in Kooperation mit De Tomaso fertigen“, berichtete die Rhein-Zeitung im August 2022. Die Produktion der Miniserie mit rund 200 Exemplaren solle im Laufe des Jahres 2023 beginnen. Man plane, nicht nur ein einziges Auto auf den Markt zu bringen, sondern die Marke De Tomaso wiederzubeleben. Der P72 sei lediglich der Auftakt, „die Wiedergeburt der Marke als Designikone.“ Mit dem P72 werde die Marke De Tomaso nach und nach wieder aufgebaut. Später solle ein exklusives Track-Car, ein Fahrzeug, das explizit für die Rennstrecke entwickelt wird, in einer kleinen Stückzahl von etwa 20 Exemplaren produziert werden. Noch später sollen Sportwagen in einer Auflage von mehreren Hundert dazukommen. „Wir möchten sehr exklusive Miniserien produzieren und nicht in die Serienproduktion gehen“, sagte Capricorn-Werkleiter Arnd Hartelt der Rhein-Zeitung. Der P72, der eine Straßenzulassung für Europa und die USA habe, werde im Endpreis etwa eine Million Euro kosten und sei bereits nahezu ausverkauft. Die Markenrechte an der Firma De Tomaso habe einige Jahre zuvor ein chinesisches Unternehmen erworben, das nun als strategischer Partner für Capricorn fungiere, während man in Meuspath die Entwicklung und Fertigung übernehme. Man hoffe dadurch auch auf weitere Aufträge für exklusive Miniserien anderer Fahrzeughersteller. Für die Zukunft sehe sich Capricorn „gut aufgestellt“, hieß es in der RZ weiter, denn „das Kerngeschäft von Capricorn ist die innovative Leichtbautechnik, und dies spielt in Zukunft in allen Bereichen der Mobilität zu Luft, zu Land und zu Wasser eine zentrale Rolle. Denn durch die Leichtbauweise kann der Energieverbrauch von Fahrzeugen und dadurch der ökologische Fußabdruck reduziert werden“, so Werkleiter Hartelt. Für den Bau investiere Capricorn gerade in eine 20 Millionen Euro teure Produktionshalle. In der neuen Halle würden sowohl Komponenten gefertigt als auch die Fahrzeuge montiert. Die Hauptkomponenten, die alle in Meuspath hergestellt würden, bestünden dabei aus Kohlefaserstoff. Der Kontakt mit Endkunden sei für Capricorn Neuland, denn bislang habe das Unternehmen als Zulieferer keine Berührungspunkte mit privaten Endkunden gehabt. Daher plane Capricorn einen exklusiven Loungebereich für Kunden, die ihr Auto vor Ort abholen möchten. Die bisherige Produktionshalle sei 5000 Quadratmeter groß; mit der neuen Halle kämen 12.000 Quadratmeter hinzu. Bis zum Produktionsbeginn in der neuen Halle werde die Belegschaft von derzeit 150 auf 300 Mitarbeiter wachsen. Um dem auch bei Capricorn spürbaren Fachkräftemangel zu begegnen, bilde das Unternehmen selbst auch im Bereich Büromanagement, Technischer Modellbauer, CNC-Zerspanungsmechaniker, Verfahrensmechaniker und Fahrzeuglackierer aus.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Rhein Composite GmbH

Mediografie[Bearbeiten]

capricorn Composite GmbH bei der WEC am Nürburgring – Exklusive Einblicke für alle Mitarbeiter hinter den Kulissen, blick-aktuell.de vom 10. August 2016

Weblink[Bearbeiten]

http://www.capricorngroup.net/standorte/nburgring-d.html

Fußnoten

  1. Quelle: Jan Lindner: Capricorn investiert 8 Millionen Euro am Ring, rhein-zeitung.de vom 11. Januar 2013
  2. Quelle: Capricorn produziert seit zehn Jahren – Jubiläum Unternehmen stellt Bauteile aus Faserverbundwerkstoffen her, in: Rhein-Zeitung vom 15. Februar 2016
  3. Quelle: Mirjam Hagebölling: „Wiedergeburt einer Designikone“: Luxusauto De Tomaso P72 wird bald am Nürburgring gebaut, rhein-zeitung.de, 16. August 2022