Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspureisenbahn e.V.

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Die Mitglieder der Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspureisenbahn e.V. (IBS) kümmern sich ehrenamtlich um die kulturhistorischen Dampf- und Diesellokomotiven, die von Brohl nach Engeln fahren. 1998 wurde die Interessengemeinschaft mit der Ehrenplakette des Kreises Ahrweiler ausgezeichnet.


Geschäftsstelle

Kapellenstraße 12 Verbandsgemeindeverwaltung Brohltal

56651 Niederzissen

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Kontakt

E-Mail ibs@vulkan-express.de

Vorstand

Stephan Pauly ist Zweiter Vorsitzender der ISB, Stefan Raab und Michael Haubner sind Geschäftsführer.

Gründung und Entwicklung

Am 14. Januar 1901 nahm die Brohltalbahn ihren Betrieb zwischen Brohl und Engeln auf. Am 25. März 1977 feierte der Vulkan-Expreß Premiere. Im Jahr 1987 wurde die Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspureisenbahn gegründet, die im Januar 1992 den Betrieb in eigene Regie übernahm. Am 1. April 1992 fuhr der erste Zug unter der Regie der Betriebs-GmbH des Vulkan-Expreß. Anlässlich des 20. Jahrestages dieser Zäsur wurden Hedwig Schüller, Wilfried Thelen und Andreas Wildemann ausgezeichnet, weil sie von der ersten Stunde an dabei sind. Dank galt aber auch Ortwin Wildemann und dem ersten Lokführer Clemens Ramin.[1]

Nach 22 Jahren, in denen keine Schmalspurbahn im Brohltal fuhr, erreichte die IBS, dass 1989 wieder eine Dampflok im Brohltal fuhr. Die ehemals im Brohltal verkehrende Lok war 1968 an die Deutsche Gesellschaft für Schmalspurbahn-Geschichte verkauft worden, stand 15 Jahre im Eisenbahnmuseum in Firnheim. Als dieses aufgelöst wurde, kaufte die IBS die Lok wieder zurück. Außerdem erwarb sie im Jahr 1990 zwei Loks aus Polen, die 1990 zu den Nikolausfahrten ins Brohltal genutzt wurden. Allerdings waren diese zwar für den Anfang gut, aber nicht in der Lage, den gesamten steilen Anstieg nach Engeln zu überwinden. Von Brohl am Rhein, was 67 Meter über Normal-Null (NN) liegt, waren die 17,5 Kilometer auf 400 Höhenmeter bis hinauf nach Engeln nur mit kräftigen Lokomotiven zu bezwingen. So wurde die „11sm“ als einzige erhalten gebliebene Brohltaler Dampflokomotive von der IBS gekauft. Ab dem Jahr 2008 wurde sie sieben Jahre lang in einer Werkstatt im Südharz aufgearbeitet, was den Verein schließlich 750.000 Euro kostete. Die Lok ist mehr als 100 Jahre alt und der ganze Stolz der Vereinsmitglieder.[2]

Bei der Jahreshauptversammlung im April 2016 wählten die Mitglieder der Interessengemeinschaft einen neuen Vorstand. Zuvor aber zog der Erste Vorsitzende Frank Muth Jahresbilanz 2015. Eines der großen Vereinsziele, die Wiederinbetriebnahme der originalen Brohltalbahn-Dampflok „11sm“ sei im Frühjahr nach jahrelanger Aufarbeitung realisiert worden. „Die Lok hat sich zum Publikumsmagneten entwickelt, sodass die Fahrgastzahlen im vergangenen Jahr gesteigert werden konnten“, so Muth. Bei den Vorstandswahlen kandidierte Muth nicht mehr für das Amt des Ersten Vorsitzenden, äußerte aber seine Absicht, sich als Arbeitskreisleiter „Oberbau“ weiterhin einzubringen. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Stephan Pauly wurde zum Ersten Vorsitzenden gewählt, Heinz-Wolfgang Lehner zum Stellvertreter, Schriftführer wurde Paul Mandt, Tobias Baaden blieb Schatzmeister. Die Arbeitskreisleiter Manfred Theisen (AK Fahrdienst), Thomas Bickenbach (AK Technik), Frank Muth (AK Oberbau) und Michael Hergarten (AK Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) wurden als Beisitzer bestätigt. Die Leitung des AK Archiv blieb vakant, weil Andreas Wildemann nicht mehr kandidierte. Im November 2016 fand sich ein neuer, noch inoffizieller, Arbeitskreis Archiv zusammen. Während der Jahreshauptversammlung im März 2017 wurde Maxim Roßdeutscher zum neuen Arbeitskreisleiter erwählt. Angesichts der Jubiläen „30 Jahre IBS“ und „40 Jahre Vulkanexpress“ kündigte der neue Vorsitzende Feierlichkeiten für das Jahr 2017 an. Ortwin Wildemann, Helga Düpper und Günter Gottmann wurden geehrt, weil sie dem Verein seit mehr als 25 Jahren die Treue hielten.[3]

Mit einem Bahnfest feiert die Interessengemeinschaft am letzten August-Wochenende 2017 auf dem Vereinsgelände und am Bahnhof der Schmalspur-Strecke in Brohl ihr 40-jähriges Bestehen. Der Verein hat zu dieser Zeit 300 Mitglieder, wovon 40 sehr aktiv sind. Die Brohltal-Schmalspureisenbahn wird überwiegend ehrenamtlich von den Mitgliedern der IBS betrieben. Darüber hinaus beschäftigt er 21 Arbeitnehmer, bildet Eisenbahner im Betriebsdienst und im kaufmännischen Bereich aus. Die Brohltalbahn ist eine der letzten Schmalspurbahnen mit regulärem Güterverkehr in Deutschland. Die IBS ist verpflichtet, alle Einnahmen aus der GmbH in die Eisenbahnen, in den Erhalt der Fahrzeuge und in die Infrastruktur zu stecken.[4]

Siehe auch

Mediografie

Alte Lokomotive - Die Lok nimmt Gestalt an, general-anzeiger-bonn.de vom 27. September 2014

Weblink

http://www.vulkan-express.de/verein.htm

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 2. April 2012
  2. Quelle: Radweg sollte Gleise ersetzen – Verein kämpfte für Erhalt der Schmalspurbahn, in: Rhein-Zeitung vom 14. August 2017
  3. Quelle: Verein freut sich über seinen Publikumsmagneten Dampflok – Interessengemeinschaft zieht positive Bilanz und wählt Vorstand, in: Rhein-Zeitung vom 21. März 2016
  4. Quellen: Rhein-Zeitung vom 14. August 2017 und Victor Francke: Großes Festwochenende im Brohltal: Vulkan-Express feiert 40-Jähriges in Brohl, general-anzeiger-bonn.de vom 15. August 2017