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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Brohltalbahn

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Vulkan-Express.jpg
Auf Winterfahrt
Im Jahr 1900 wird für die Brohltaleisenbahn in Brohl eine Brücke über den Brohlbach gebaut.
Lokomotive VI, Baujahr 1952, inzwischen verkauft
Vulkanexpress mit der restaurierten Mallet-Lokomotive von 1906 am Bahnhof Brohl-Lützing
Dieselloks D2 und D1, Baujahr 1965, der Brohltalbahn in Oberzissen
Gleisbaumaschine der Brohltalbahn

Im Jahr 1898 begann der Bau der 23,83 Kilometer langen Brohltalbahn, und am 14. Januar 1901 ging der Abschnitt zwischen Brohl und Engeln in Betrieb. Es folgten die Streckenabschnitte bis zum Güterbahnhof Weibern (Mai 1901) und bis Kempenich (Januar 1902). Die Bahn diente dazu, die Eifel an das Personenverkehrsnetz der Staatsbahn im Rheintal anzuschließen sowie als Transportmittel für die Rohstoffe der Steinbrüche entlang der Strecke. Wenige Monate nach dem 60. Geburtstag wurden im Oktober 1961 der Personenverkehr eingestellt und 1974 die Strecke von Engeln bis Kempenich stillgelegt. 16 Jahre lang transportierte die Brohltalbahn nur noch Phonolith von Brenk in den Hafen Brohl - bis am 25. März 1977 der Vulkan-Expreß seine Premiere feierte. Die Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspureisenbahn e.V. rettete die Bahn vor dem Aus und betreibt den Vulkan-Expreß heute als Touristenattraktion und weiterhin für den Gütertransport. Die Bahnlinie ist heute noch zwischen Brohl und Engeln in Betrieb. Zeitweise beförderte die Schmalspurbahn bis zu 90.000 Fahrgäste jährlich.

Bahnhöfe

Heute stillgelegt:

Tunnel

Viadukte

Chronik

Die Eifel war im 19. Jahrhundert gegenüber Regionen wie dem Ruhrgebiet wirtschaftlich ins Hintertreffen geraten. Viele Vorkommen von Bodenschätzen waren weitgehend ausgebeutet oder ihr Transport war zu aufwändig. Eisenbahnlinien, die man vorzugsweise durch Flusstäler in die Höhen der Eifel führte, sollten Abhilfe schaffen. Auch die Brohltalbahn ist ein Produkt dieser Überlegungen. Denn Trass war bei den Holländern als vulkanisches Bindematerial sehr beliebt, weil es sich für den Deichbau eignete. Deshalb entstanden im Brohltal Trassmühlen wie die Mosenmühle, die noch heute besteht, in der aber nicht mehr Trass, sondern Getreide gemahlen wird. Auch das heutige Gasthaus „Jägerheim“ unterhalb des Brohltal-Viadukts war früher ein Mühlenbetrieb, dessen Mühlen ebenfalls vom Wasser des Brohlbachs angetrieben wurden. Dabei wurden die Trasshöhlen, die sich nur einen Steinwurf weit vom Jägerheim befinden, von den Müllern genutzt: Sie ließen dort das Rohmaterial, die frisch abgeschlagenen Trass-„Arken“, trocknen.[1]

...

Johannes Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal, sagte bei einer Sitzung des Verbandsgemeinderats Brohltal im November 2015, die Brohltal-Eisenbahn habe unter der Federführung von Betriebsleiter Uwe Henrich und Manfred Schlich, der als Brücken- und Bauwerksprüfer für die Brohltal-Eisenbahn tätig ist, ein Bauprogramm für das gesamte Schienennetz erstellt. Ziel dieses Konzepts sei die langfristige Betriebssicherheit der Bahn. Der Plan umfasse sämtliche Arbeiten, die zur Erhaltung der Bahn in den nächsten 15 Jahren notwendig seien. Dabei wurde für die 18 Kilometer lange Strecke zwischen Brohl und Engeln ein Investitionsbedarf von 5,58 Millionen Euro ermittelt. Hinzu kämen weitere 2,4 Millionen Euro für die Bauwerke der Verbindungsstrecke zwischen dem Bahnhof Brohl und dem Güterbahnhof am Hafen. Der Antrag soll das gesamte Gleisnetz von Brohl nach Engeln sowie zum Hafenbereich umfassen. Der Verbandsgemeinderat beauftragte daraufhin die Verbandsgemeindeverwaltung Brohltal damit, einen Förderantrag zu stellen. Förderziel dieses Landes-Programms seien Investitionen zur Reaktivierung oder Ertüchtigung nicht bundeseigener öffentlicher Eisenbahn-Infrastrukturen. Das Programm biete die Möglichkeit einer Förderung in Höhe von 85 Prozent der Investitionssumme. Der Rat signalisierte außerdem seine Bereitschaft, den verbleibenden Eigenanteil von 15 Prozent sowie die nicht förderfähigen Kosten zu tragen. Die Rhein-Zeitung berichtete am 19. November 2015 anlässlich des Ratsbeschlusses, Zuwendungsanträge seien in der Vergangenheit direkt von der Brohltal-Eisenbahn gestellt worden. Bei dem neuen Programm hingegen müssten Gebietskörperschaft Antragsteller und Zuwendungsempfänger sein. Die Landesförderung würde im Falle einer Bewilligung im Rahmen einer Kostenerstattung an die Brohltal-Eisenbahn weitergeleitet.

Weitere Bilder

Videos

Siehe auch

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Bernd Imgrund: Das Brohltal-Viadukt, in: ders.: 111 Orte in der Eifel, die man gesehen haben muss, 238 Seiten, Köln: Hermann-Josef Emons Verlag 2012, Seite 14f.