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Katholische Pfarrkirche „St. Martin“ Holzweiler

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Statue des Pfarrpatrons St. Martin
Statue von St. Sebastianus
Am 30. Mai 1898 (Pfingstmontag) wurde der Grundstein gelegt.

Bei der Katholischen Pfarrkirche "St. Martin" Holzweiler, im Volksmund auch „Grafschafter Dom“ genannt, handelt es sich um eine dreischiffige neugotische Hallenkirche mit Apsis im achteckigen Grundriss. Die im Turm der Kirche hängenden Glocken zählen zu den ältesten erhaltenen Kirchengegenständen in den zur Pfarrei gehörenden Dörfern.


Standort

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Chronik

Eine Kirche wird in Holzweiler im Jahr 1223 als Besitz des Gereonstiftes in Köln erstmals schriftlich erwähnt. Sie wurde vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert gebaut und in spätromanischer Zeit durch eine Vergrößerung der Fenster verändert. Bei einer Visitation im Jahr 1550 wird die Kirche als baufällig bezeichnet.[1]

Die Vorgängerkirche des heutigen Gotteshauses war eine dreischiffige romanische Basilika. Wegen Baufälligkeit wurde sie im Jahr 1898 abgerissen, nachdem sie erst sechs Jahre zuvor, im Jahr 1892, renoviert worden war. Baumeister Anton Becker dann an gleicher Stelle einen Neubau nach Plänen von Lambert von Fisenne.

Der Grundstein wurde am 30. Mai 1898 (Pfingstmontag) gelegt. Die Kirche ist mit Bruchsteinen aus dem Ort gebaut und einem Schieferdach versehen worden. Am 11. September 1899 wurde das Gotteshaus vorläufig benediziert (eingesegnet). Die feierliche Konsekration (und erste Firmung) durch den damaligen Weihbischof Carl Ernst Schrod folgte am 4. Mai 1900. Außerdem habe der Weihbischof Reliquien der Gefährten von St. Julian und St. Mauritius in den Altar eingemauert, berichtete die Rhein-Zeitung am 13. Januar 2016. „Als Kirchenpatrone bestimmte der Bischof für Holzweiler traditionell den heiligen Martin und als Zweitpatron den heiligen Maternus“, hieß es in dem Beitrag weiter. St. Martin ist bereits im Jahr 1676 als Schutzpatron der Gemeinde nachgewiesen. Eine Figur des Heiligen aus der Zeit um 1425 sowie eine nach ihm benannte Glocke mit der Jahreszahl „1578“ legen jedoch den Schluss nahe, dass St. Martin bereits lange zuvor Patron des Ortes war. Im Jahr 1690 wurden Ober- und Niederholzweiler von französische Truppen in Schutt und Asche gelegt; aber die Heiligenfigur überstand diese Katastrophe.

Von September 1962 bis März 1963 wurde die Kirche umfangreich saniert und renoviert.

Auf Initiative des damaligen Verkehrs- und Verschönerungsvereins wurde im Jahr 1981 in den Turm eine große Turmuhr eingebaut.

Kurz vor dem 100. Jahrestag der Kirchenweihe im Jahr 2000 wurde die Kirche mit großem finanziellen Aufwand saniert. Insbesondere der Altarraum und der Turm waren dringend sanierungsbedürftig. Obwohl nur noch wenige Grabplatten und Steinkreuze vorhanden waren, wurde mit der Sanierung auch der alte Friedhof rund um das Gotteshaus neu gestaltet. Dennoch hat sich das Äußere dieser im Verhältnis zur Einwohnerzahl des Ortes prächtigen Kirche bis heute kaum verändert.

Sonstiges

Der Trierer Weihbischof Dr. Antonius Mönch wurde im Jahr 1870 in dem heute schmuck hergerichteten Haus direkt neben der Pfarrkirche geboren.

Weitere Fotos

Außen

Innen

Krippe 2016/17

Siehe auch

Mediografie

Fußnoten

  1. Quellen: kk-grafschaft.de: Kirchen und Kapellen, gesehen am 30. August 2014, und Jochen Tarrach: St. Martin beherrscht die Silhouette von Holzweiler – 1900 Neubau vom Trierer Weihbischof Carl Ernst Schrod geweiht, in: Rhein-Zeitung vom 13. Januar 2016